Login
Export

Vogelgrippe: Einfuhrverbot für deutsches Geflügel

Thumbnail
Anke Fritz, agrarheute
am
21.11.2016

Vier Länder haben die Einfuhr von Geflügelfleisch aus Deutschland aufgrund der Vogelgrippe verboten.

Die Ausbreitung der Vogelgrippe trifft den deutschen Export von Geflügel und Geflügelprodukten. Israel, Japan, Südafrika und Südkorea haben inzwischen Einfuhren aus Deutschland verboten, wie es am Montag aus dem Bundesagrarministerium hieß. Faktisch sind Exporte in zwölf weitere Länder außerhalb der EU vorerst nicht möglich, da in den nötigen Dokumenten die Freiheit Deutschlands von der Vogelgrippe nicht bescheinigt werden kann.

Ministerium verhandelt mit Zielländern

Das Ministerium bemüht sich darum, mit Zielländern für Exporte über sogenannte Regionalisierungen zu verhandeln. Demnach könnte in diese Länder weiter exportiert werden - mit Ausnahme von Geflügel aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Dort ist der Erreger auch bei Nutzgeflügel und nicht nur bei Wildvögeln gefunden worden.

Vogelgrippe: Elf Bundesländer bisher betroffen

Die Vogelgrippe breitet sich weiter in Deutschland aus. Der hochansteckende Erreger H5N8 ist nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems inzwischen bei Wildvögeln in elf Bundesländern nachgewiesen worden, in zwei davon - Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein - sind auch Nutzgeflügelbestände betroffen. Damit erfolge die Ausbreitung des Erregers derzeit mit großer Dynamik, urteilte das Institut in einer aktualisierten Risikoanalyse. Am Montag trat eine Eilverordnung von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) in Kraft. Demnach müssen nun auch kleinere Betriebe strenge  Sicherheitsmaßnahmen treffen.

Auch interessant