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Geflügel

Vogelgrippe im Emsland: 36.000 Legehennen getötet

von , am
11.06.2015

Die niedrigpathogene Form der Vogelgrippe H7N7 ist im Landkreis Emsland ausgebrochen. Ein Betrieb mit 36.000 Legehennen ist betroffen und muss seine Tiere jetzt tierschutzgerecht töten lassen.

Im Emsland ist die niedrigpathogene Form der Vogelgrippe H7N7 ausgebrochen. © Mühlhausen/landpixel
Im Landkreis Emsland hat sich der Verdacht auf Ausbruch einer milden Form der Vogelgrippe bestätigt. Betroffen ist ein Betrieb mit etwa 36.000 Legehennen in Freilandhaltung, die nun tierschutzgerecht getötet werden müssen. Das berichtet das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft in einer Pressemitteilung. Der Verdacht auf Vogelgrippe hatte sich durch Eigenkontrollergebnisse ergeben, die nun durch amtliche Proben des LAVES bestätigt worden sind. Das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems teilte heute mit, dass es sich um die niedrigpathogene Form der Aviären Influenza (LPAI) mit dem Subtyp H7N7 handelt. Eine Gefahr für den Menschen besteht bei der milden Form der Vogelgrippe nicht.

Sperrgebiet wurde eingerichtet

Auf Grundlage des amtlichen Ergebnisses werden alle notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Tierseuche nach den europa- und bundesrechtlichen Vorschriften durch den Landkreis Emsland festgesetzt. Bei Ausbruch der niedrigpathogenen Influenzaform bestehen diese unter anderem in der Einrichtung eines Sperrgebietes von einem Kilometer Radius um den Ausbruchsbetrieb. Geflügel darf nicht in dieses Gebiet hinein- oder aus diesem Sperrgebiet herausgebracht werden. Daneben werden epidemiologische Ermittlungen vorgenommen, um die Ursache sowie weitere Kontaktbetriebe festzustellen. Tritt 21 Tage nach Reinigung und Desinfektion des Betriebes kein neuer Fall auf, können diese Maßnahmen aufgehoben werden.
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