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Geflügelpest

Vogelgrippe erreicht Nordfriesland

Nonnengänse fliegen über das Wasser
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Anke Fritz, agrarheute
am
05.12.2016

Erstmals ist in Nordfriesland der hochpathogene Geflügelpesterreger H5N8 festgestellt worden. Der Kreis Nordfriesland richtete Restriktionsgebiete ein.

Die Vogelgrippe-Epidemie breitet sich weiter aus. Das Friedrich-Loeffler-Institut wies den Vogelgrippe-Erreger bei einer Nonnengans nach, die in Aventoft aufgefunden worden war. Infolgedessen richtete der Kreis Nordfriesland Restriktionsgebiete ein: einen Sperrbezirk in einem Umkreis von drei Kilometern um den Fundort sowie ein Beobachtungsgebiet von weiteren sieben Kilometern. Lebendes Geflügel darf diese Gebiete nicht verlassen, dasselbe gilt für Geflügelerzeugnisse. In Restriktionszonen von Wildvogel-Geflügelpest müssen Hunde an der Leine und Katzen in der Wohnung bleiben.

Restriktionsgebiete wurden eingerichtet

Damit sind alle Kreisgebiete und kreisfreien Städte im Land von solchen Restriktionsgebieten (Sperrbezirke und Beobachtungsgebieten) durch Vogelgrippenachweise bei Wildvögeln oder Hausgeflügel betroffen. Zu den in Schleswig-Holstein betroffenen Vogelarten zählen Reiher-, Stock-, Eiderente, Säger, Grau- und Nonnengans, Schwan, Graureiher aber auch Aasfresser wie Möwe, Bussard und inzwischen auch Seeadler. Auch Geflügelhaltungen waren betroffen. Bundesweit wurde der Erreger inzwischen in 13 Bundesländern festgestellt. In vielen Bundesländern gilt die Stallpflicht.

 

Mit Material von dpa
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