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Tierseuche

Vogelgrippe in Frankreich: 800.000 Enten und Gänse werden getötet

Enten in Freilufthaltung
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
05.01.2017

Um die weitere Ausbreitung der Vogelgrippe H5N8 einzudämmen, sollen im Südwesten Frankreichs nun rund 800.000 Enten und Gänse vorsorglich getötet werden.

Um die grassierende Vogelgrippe-Epidemie einzudämmen, sollen in Frankreich nun massenhaft Enten im Südwesten des Landes gekeult werden. Betroffen seien Freiluft-Zuchttiere aus einer festgelegten Zone, teilte das Pariser Landwirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Die Aktion solle am Donnerstag beginnen und um den 20. Januar abgeschlossen werden.

Wie euronews berichtet, sind von der aktuellen Massentötung 800.000 Enten und Gänse betroffen. Die jetzige Aktion findet in einem Umkreis von zehn Kilometern um jeden betroffenen Betrieb statt.

Vogelgrippe hat sich seit Dezember massiv ausgebreitet

Die europaweit kursierende Vogelgrippe hat sich seit Anfang Dezember massiv in französischen Zuchtbetrieben ausgebreitet. Bis zum Dienstag wurde die hochansteckende H5N8-Variante in 89 Zuchtbetrieben nachgewiesen. Deshalb wurden in den vergangenen Wochen in der Region bereits 300.000 Vögel gekeult, bislang aber nur in wirklich betroffenen Betrieben und nicht vorsorglich.

Schon Ende 2015 war der französische Südwesten von zahlreichen Vogelgrippefällen des Erregers H5N1 betroffen gewesen. Wegen der neuen Epidemie hatte Frankreich den für Exporte außerhalb Europas wichtigen Status "frei von Vogelgrippe" verpasst, den das Land sonst Anfang Dezember wiedererlangt hätte.

In der Region werden insgesamt 18 Millionen Enten und Gänse gehalten, vor allem zur Gewinnung der französischen Leberspezialität Foie Gras.

Mit Material von dpa
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