Login
Schleswig-Holstein

Vogelgrippe in Gänsehaltung mit knapp 9.000 Tieren

Weiße Gänse auf der Weide
Thumbnail
Anke Fritz, agrarheute
am
21.11.2016

In einem gänsehaltenden Betrieb mit zwei Standorten ist ein Subtyp der Vogelgrippe aufgetreten. Die Tötung von knapp 9.000 Gänsen wird vorbereitet.

Wie das Landwirtschaftsministerium am 19. November 2016 mitteilte, wurde in einem gänsehaltenden Betrieb zunächst niedrigpathogenes aviäres Influenzavirus H5 durch das FLI festgestellt. Der hochpathogene Vogelgrippeerreger H5N8 wurde bislang nicht nachgewiesen. Weitere Analysen laufen. Es handelt sich um einen Standort mit etwa 1.800 Gänsen.

Am zweiten Standort des gleichen Gänsebetriebes wies das Landeslabor am Samstag, 19. November 2016, in Neumünster das Vorkommen des Virussubtyps H5 nach. Auch für diesen Bestand mit etwa 7.000 Gänsen laufen die weiteren Analysen des FLI, um zu prüfen, um welchen Subtyp es sich handelt und ob es niedrig- oder hochpathogen ist. In vielen Bundesländern und Regionen gilt die Stallplicht.

Vogelgrippe: Tötung von 8.800 Gänsen wird vorbereitet

Entsprechend der Geflügelpestverordnung bereitet die zuständige Kreisveterinärbehörde für beide Standorte die Tötung der insgesamt rund 8.800 Gänse vor. Denn auch beim Nachweis niedrigpathogener aviärer Influenzaviren des Subtyps H5 (oder auch H7) sowie beim H5-Verdacht ist die Tötung des Bestandes gesetzlich vorgeschrieben.

Sperrbezirk wurde eingerichtet

Ist die niedrigpathogene aviäre Influenza bei Hausgeflügel festgestellt, wird durch die zuständige Kreisbehörde ein Sperrgebiet von mindestens 1 Kilometer Radius um den betroffenen Bestand ausgewiesen.  Bei Feststellung der hochpathogenen Geflügelpest werden Sperrbezirke von drei Kilometern sowie Beobachtungsgebiete von mindestens weiteren sieben Kilometern eingerichtet. Für den vorliegenden Fall sind die Befunde aus dem FLI abzuwarten.

Auch interessant