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Stand 30. November 2020

Vogelgrippe: Neue Fälle im Überblick

Puten im Stall
am Montag, 30.11.2020 - 10:00

Die Vogelgrippe grassiert in vielen Teilen Deutschlands. Nach Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern meldeten zuletzt Bayern und Berlin die ersten Fälle. In Schleswig-Holstein nehmen die Fälle bei Wildvögeln zu, zudem ist eine Gänsehaltung betroffen. Einer großer Bestand ist in Polen betroffen.

29. November 2020: 10.000 Truthähne in England betroffen

Nach einem Ausbruch der Vogelgrippe auf einer Farm im Norden von England sollen mehr als 10.000 Truthähne gekeult werden, schreibt die dpa. Außerdem sei eine Sicherheitszone von mehreren Kilometern Umkreis um die Farm in North Yorkshire errichtet worden. "Wir schauen im Umkreis mit großer Dringlichkeit nach Hinweisen auf die Krankheiten, um die Seuche zu kontrollieren und zu eliminieren", sagte die britische Chef-Veterinärin Christine Middlemiss.

28. November 2020: Hobby-Bestand in den Niederlanden

Im niederländischen Mijdrechtwurde in einem Hobby-Bestand mit etwas 300 verschiedenen Vögeln die H5-Vogelgrippe diagnostiziert. Es ist wahrscheinlich eine hoch pathogene Variante der Vogelgrippe. Die Keulung wird von der niederländischen Behörde für Sicherheit von Lebensmitteln und Verbraucherprodukten (NVWA) durchgeführt.

27. November 2020: Ausbruch auf Broilerfarm in Belgien

Auf einer belgischen Broilerfarm mit 151.000 Tieren wurde das H5N8-Virus nachgewiesen. In kurzer Zeit waren 600 Tiere verendet. Wie das Internationale Tierseuchenamt in Paris meldet, liegt der Betrieb in Menen unmittelbar an der französischen Grenze.

 

24. November 2020: 930.000 Legehennen werden in Polen gekeult

Am 24. November wurde ein Ausbruch der Vogelgrippe auf einer Farm in Westpolen entdeckt. „Es ist ein Betrieb mit 930.000 Legehennen. Es gibt auch Felder in der Nähe mit Gänsen und anderen Wildvögeln", zitierte die staatliche polnische Nachrichtenagentur PAP die örtlichen Veterinärbehörden. Es wurde hinzugefügt, dass die Keulung 26. November beginnt und bis zu sechs Tage dauern kann.

24. November 2020: weitere Geflügelpest-Fälle in Schleswig-Holstein

Das Nationale Referenzlabor - das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) - hat für das Bundesland Schleswig-Holstein 41 weitere Fälle der Vogelgrippe bei Wildvögeln bestätigt. 

Die Nachweise der Befunde bei den Wildvögeln stammen aus folgenden Landkreisen: Nordfriesland, Dithmarschen, Pinneberg, Segeberg, Rendsburg-Eckförde und Herzogtum Lauenburg.

Zudem wurde ein fünfter Fall der Vogelgrippe einer Hausgeflügelhaltung in SH amtlich festgestellt. Die 630 Tiere gehören zu einer Gänsehaltung im Kreis Dithmarschen. Gemäß der Geflügelpest-Verordnung wurde die Tötung und fachgerechte Entsorgung der Tiere in der Haltung angeordnet. Um den Ausbruchsbetrieb herum wird ein Sperrbezirk von mindestens drei Kilometern sowie ein Beobachtungsgebiet von zehn Kilometern entstehen. 

Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht berichtet von einem bundesweiten "Anstieg der Geflügelpestnachweise bei Wildvögeln". 

21. November 2020: Erste Vogelgrippe-Fall in Berlin

Nach mehreren Bundesländern hat die Geflügelpest auch Berlin erreicht. Der Erreger wurde bei einer Wildgans nachgewiesen, wie die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz am Samstag mitteilte. Das tote Tier war im Ortsteil Lichterfelde gefunden worden.

Wer Geflügel hält, soll die Tiere vor Kontakt zu Wildvögeln schützen. Wer Tote Wasser-, Raben- oder Greifvögel finde, solle das Veterinäramt das Bezirks informieren. Kranke oder tote Tiere sollten nicht angefasst, Federn nicht gesammelt werden.

In Berlin war die Geflügelpest zuletzt vor vier Jahren aufgetreten. 60 Wildvögel waren betroffen.

20. November 2020: Erste Fälle in Bayern bei Wildenten

Ein erster aktueller Fall von Geflügelpest in Bayern ist amtlich bestätigt: Im Rahmen des bayerischen Wildvogelmonitorings wurde im Landkreis Passau am 19. November bei mehreren gesund erlegten Wildenten das Geflügelpest-Virus vom nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Geflügelpest und insbesondere zum Schutz von Haus- und Nutzgeflügel wird deshalb im gesamten Landkreis Rottal-Inn und in großen Teilen des Landkreises Passau eine Aufstallungspflicht für Haus- und Nutzgeflügel angeordnet werden. Das teilte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute in München mit. Glauber weiter: "Unser Wildvogelmonitoring war als Frühwarnsystem erfolgreich. Wir haben die Geflügelpest erkannt, bevor sie unsere Nutzgeflügelbestände erreichen konnte. Wir werden das bestehende Wildvogelmonitoring weiter intensivieren."

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Geflügelpest in Deutschland und Bayern werden aktuell in allen Landkreisen und kreisfreien Gemeinden in Bayern mögliche Präventionsmaßnahmen für die Geflügelhaltungen geprüft. Bürger, die tote Vögel auffinden, sollten diese nicht anfassen und entsprechende Funde den lokalen Behörden melden. Eine Ansteckung des Menschen über Wildvögel oder deren Ausscheidungen ist nach dem bisherigen Kenntnisstand noch nicht bekannt geworden.

20. November 2020: Geflügelpest bei Wildvögeln in SH

In Schleswig-Holstein wurde die Geflügelpest bei 54 Wildvögeln nachgewiesen - dies bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Vogelgrippe in Schleswig-Holstein auf 223. Über 8.000 Wildvögel sind in inzwischen an der Geflügelgrippe verendeten, wie der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) meldete. 

Auch auf dem schleswig-holsteinischen Festland breitet sich die Vogelgrippe immer mehr aus, wie die aktuellen Zahlen zeigen. Die Wildvögel stammen aus folgenden Kreisen: 

  • Pinneberg
  • Herzogtum Lauenburg

Im Kreis Nordfriesland auf der Insel Pellworm ist eine Gänsehaltung mit circa 650 Tieren von der Geflügelpest betroffen. Dies ist der vierte amtlich bekannte Fall in Schleswig-Holstein. Gemäß der Geflügelpest-Verordnung werden folgende Maßnahmen eingeleitet:

  • In einem Umkreis von zwei Kilometern um den Ausbruchsbetrieb entsteht ein Sperrbezirk
  • In einem Umkreis von zehn Kilometern um den Ausbruchsbetrieb entsteht ein Beobachtungsgebiet
  • In beiden Zonen herrscht ein Verbringungsverbot für lebendes Geflügel 

17. November 2020: 70.000 Hennen müssen in getötet werden

Die Vogelgrippe hat einen der größten Geflügelhalter in Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Wie ein Sprecher des Schweriner Agrarministeriums am 17. November sagte, wurde das H5N8-Virus in einem Stall der Firma bei Gnoien nachgewiesen. Das Unternehmen hält in der Region rund 70 000 Legehennen an mehreren Standorten. Um die Tierseuche zu bekämpfen, müssen vermutlich alle Tiere an allen Standorten getötet werden, wie ein Sprecher des Landkreises Rostock am Dienstagmorgen sagte. Die Vorbereitungen seien angelaufen.

Vorbereitungen für eine Tötung liefen auch bei einem Putenhalter in Rothenkirchen bei Rambin, wo rund 16 000 Tiere getötet werden sollten. In einer Haltung bei Neubukow wurden bereits 3000 Hennen und 650 Enten getötet.

In Dänemark ist die Tötung von 25 000 Hühnern angeordnet worden, nachdem in einem Bestand die Vogelgrippe nachgewiesen wurde. Wie die dänische Veterinär- und Lebensmittelbehörde am Montagabend mitteilte, ist ein Hof in Randers im Norden des Landes betroffen. Vor etwa einer Woche war der Vogelgrippe-Erreger H5N8 bei Wildvögeln unter anderem in Aalborg und Vejle nachgewiesen worden.  

15. November 2020: Geflügelpest in Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt

In einem Legehennenbetrieb in der Nähe von Neubukow in Mecklenburg-Vorpommern ist das Geflügelpestvirus H5N8 nachgewiesen worden. Amtsveterinäre und eine Tierärztin hatten dort Proben entnommen, nachdem der Halter in den vergangenen Tagen Krankheitssymptome und Legedepressionen beobachtet und schließlich tote Tiere gefunden hatte, wie das Agrarministerium am Sonntag in Schwerin mitteilte. Ursprünglich lebten in dem Betrieb rund 3000 Tiere. Dies sei der größte Fall im Bundesland in der bisherigen Saison. Wie viele der Tiere bereits tot sind, war zunächst unklar, ebenfalls der Zeitpunkt, wann die restlichen Tiere getötet werden.

"Leider ist eingetreten, was wir seit Wochen befürchten: Wir haben es mit einem aktiven Seuchengeschehen im ganzen Land zu tun. Vier von sechs Landkreise sind inzwischen von der Geflügelpest betroffen", sagte Landesagrarminister Till Backhaus (SPD) laut Mitteilung. In der kommenden Woche werde er über das weitere Vorgehen mit den Landräten beraten. Zuvor hatte es in den vergangenen Wochen im Nordosten bereits mehrere Vogelgrippe-Ausbrüche in Hausgeflügelhaltungen gegeben.

Wo es möglich sei, sollte Geflügel im Stall untergebracht werden, zur Schlachtung anstehendes Geflügel solle geschlachtet werden. Rund um den Betrieb sei ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet verfügt worden. Dort solle sämtliches Geflügel in Ställe gebracht werden oder in gegen Wildvögel gesicherten und überdachten Anlagen gehalten werden.

Stand 12. November: Hunderte tote Wildvögel an der dänischen Grenze

Hunderte Wildvögel sind an der deutsch-dänischen Grenze, in der Region Süderjütland in Dänemark, gestorben. Die dänische Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen teilte am Donnerstag mit, dass sie vermutlich an der Vogelgrippe verendet sind.

Zugleich warnte die Behörde vor einem großen Risiko, dass sich auch Geflügelbestände mit dem Virus H5N8 infizieren könnten.

Stand 9. November: Aufstallpflicht im Kreis Segeberg

Im Kreis Segeberg ist heute erstmals die Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Betroffen ist eine kleine Geflügelhaltung. Der Kreis ordnet zum Schutz aller Geflügelbestände kreisweit eine Aufstallung an. 

Die betroffene Haltung im Kreis Segeberg besteht aus 36 Tieren mit Hühnern, Fasanen und Enten. 

Auch in Brandenburg gibt es inzwischen einen bestätigten Vogelgrippe-Fall: Bei einem verendeten Kranich im Kreis Ostprignitz-Ruppin sei das Virus nachgewiesen worden, hieß es vom Verbraucherschutzministerium in Potsdam. "Wir wissen, dass die Geflügelpest seit Ende Oktober wieder verstärkt auch in Deutschland auftritt. Jetzt gilt es, eine Übertragung auf Hausgeflügel zu verhindern", warnte die brandenburgische Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne).

Stand 8. November: Stallpflicht nach 25 Vogelgrippe-Nachweisen auf Rügen

Allein auf der Insel Rügen gab es bis zum 8. November mindestens 25 Nachweise der Vogelgrippe, wie ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Rügen sagte. Für Vorpommern-Rügen weitete Landrat Stefan Kerth daher die Stallpflicht am Wochenende auf den gesamten Landkreis aus. Tierhalter sind aufgefordert, ihre Geflügelbestände zu melden.

Stand 7. November: 30 neue Fälle in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist die Vogelgrippe inzwischen in vier Kreisen nachgewiesen worden. Das schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerium meldet, dass allein am 7. November 30 weitere Fälle bei Wildvögeln erfasst worden seien. Insgesamt stieg die Fallzahl damit auf 75 im Bundesland. Das Virus wurde demnach unter anderem bei Wildgänsen, Wildenten, Brachvögeln und Möwen gefunden.

Der schleswig-holsteinische Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz hat in diesem Herbst bereits mehr als 2700 verendete Wildvögel gezählt. Die Zahl habe sich damit innerhalb von zwei Tagen fast verdoppelt. Unklar war zunächst, ob sie alle an Vogelgrippe verendeten.

In den betroffenen Kreisen wird in bestimmten Gebieten eine Aufstallung angeordnet - eine das ganze Bundesland umfassende Stallpflicht für Geflügel soll es zunächst nicht geben.

6. November 2020: Weitere Fälle bei Wildvögeln

Nachdem der erste Fall der Vogelgrippe in einem deutschen Geflügelbestand nachgewiesen wurde, gibt es jetzt zwei weitere Fälle bei Wildtieren. Bei einer geschossenen Stockente wurde im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven das H5N8 Virus nachgewiesen und durch das Refernzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigt.

Ein weiterer Fall bei einer Wildente in Cuxhaven wurde bereits vom Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg bekannt gegeben. Die Proben wurden zur weiteren Feststellung der Pathogenität ebenfalls an das FLI weiter gegeben.

Die niedersächsische Landwirtschaftministerin Babara Otte-Kinast rief Geflügelhalter im Bundesland dazu auf, die eigenen Tiere so gut es geht zu schützen und die Biosicherheitsmaßnahmen auf den Betrieben konsequent umzusetzen.

Das Landwirtschaftsministerium hat zudem Landkreise und kreisfreie Städte dazu aufgefordert, eine Risikobewertung nach Vorgaben der Geflügelpest-Verordnung durchzuführen. Die sei eine wesentliche Voraussetzung für eine Stallpflicht bei Freilandgeflügel.

5. November 2020: Erster Vogegrippe-Fall in Nutztierbestand

Nachdem die Vogelgrippe in den Niederlanden bereits in Geflügelbeständen nachgewiesen wurde, gibt es nun auch den ersten Fall in Deutschland. Auf einem kleinen Hof auf der nordfriesischen Hallig Oland wurde das Virus H5N8 bei einem toten Huhn nachgewiesen. Die betroffene Haltung bestehe laut Ministerium aus 57 Hühnern

In den Niederlanden ist ein weiterer Betrieb betroffen. Der Legehennenbetrieb mit 100.000 Tieren befindet sich im Ort Puiflijk. Der Betrieb und der Nachbarbetrieb mit 115.000 Hennen wird von der Behörde geräumt.

Nachdem bei einem Geflügelbetrieb in den Niederlanden die Vogelgrippe nachgewiesen wurde, gilt in Belgien seit 1. November die Aufstallungspflicht.

3. November 2020: 12 bestätigte Geflügelpest-Fälle in Schleswig-Holstein

Laut Friedrich-Löffler-Institut wurde am 2. November 2020 die Geflügelpest bei neun weiteren Wildvögeln nachgewiesen. Die verendeten Vögel waren in den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen gefunden worden. Insgesamt sind vier Nonnengänse, drei Pfeifente, ein Wanderfalke und ein Seeadler an der Vogelgrippe verendet.

Bereits am vergangenen Freitag war im Kreis Nordfriesland die Geflügelpest bei drei verendet aufgefundenen Wildvögeln festgestellt worden. Auch Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern haben Geflügelpest-Fälle gemeldet. In Hamburg wurde der Geflügelpest-Erreger bei einer Wildente und in Mecklenburg-Vorpommern bei einem Greifvogel nachgewiesen.

Auch im Nordwesten Englands wurde das H5N8-Vogelgrippevirus auf einer Hennenhaltung in der Nähe von Frodsham in der Grafschaft Cheshire nachgewiesen. 13.000 Tieren müssen gekeult werden.

29. Oktober 2020

In den Niederlanden besteht aktuell ein Freilandhaltungsverbot für kommerzielles Geflügel. Im niederländischen Altforst (Gemeinde West Maas und Waal, Provinz Gelderland) wurde bei Broiler-Elterntieren die hoch pathogene Variante der Vogelgrippe (H5) diagnostiziert. Rund 35.700 Tieren mussten gekeult werden

22. Oktober 2020: Zwei Fälle bei Schwänen in den Niederlanden

Bei zwei wilden Höckerschwänen in Kockengen in Utrecht wurde eine Vogelgrippe, Typ H5N8, diagnostiziert. Das meldet das niederländische Nachrichtenportal nieuweoogst.nl.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit und das Friedrich-Löffler-Institut mahnten Anfang Oktober, wachsam gegen die Vogelgrippe zu sein. Seit Juli 2020 wurden Viren des Subtyps H5N8 in Wildvögeln und Geflügelhaltungen in Russland und Kasachstan beobachtet.

15. Mai 2020: Geflügelpest im Landkreis Börde gilt als erloschen

Rund sieben Wochen nach Bekanntwerden eines Falles von Geflügelpest in einer Putenmastanlage im Landkreis Börde ist die Gefahr der Verbreitung gebannt. Das Sperr- und Beobachtungsgebiet rund um Wieglitz in der Gemeinde Bülstringen sei am Donnerstag aufgehoben worden, teilte der Landkreis in Haldensleben mit. Am 27. März sei der klinische Verdacht auf die Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Es wurde der Erreger H5N8 festgestellt. Rund 19 000 Mastputen sowie ein Kontaktbestand mit 13 000 Jungputen seien getötet worden.

29. April 2020: Rund 3,5 Mio. gekeulte Tiere in Ungarn

Die Vogelgrippe breitet sich immer weiter aus. Nun hat es 226 Betrieben in Ungarn erwischt. In den südlichen Bezirken Bacs-Kiskun und Csongrad mussten 3,5 Millionen Tieren gekeult werden, sagte der leitende Veterinärbeamte Lajos Bognar am Montag.

In Gebieten, in denen die Betriebe zu nah beieinander lagen, mussten 870.000 Geflügel gekeult werden, um den Bestand zu verdünnen und die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

31. März 2020: Vogelgrippe bei 20.000 Puten nachgewiesen

In der Gemeinde Bülstringen im Landkreis Börde ist am vergangenen Sonntag eine Putenzucht mit 20.000 Tieren positiv auf die hochpathogene Aviäre Influenza des Subtyps H5N8 getestet worden.

Das bestätigte das Nationale Referenzlabor des Friedlich-Löfler-Instituts (FLI) auf agrarheute-Anfrage. Die Behörden versuchen eine Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern.

Ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von zehn Kilometern wurden eingerichtet. Geflügelhalter im Umkreis sollen jeden Verdacht auf eine Erkrankung sofort dem Veterinäramt melden.

23. März 2020: 10.000 gekeulte Puten im Landkreis Aurich

Am 20. März meldeten die zuständigen Behörden in Niedersachsen einen Fall von hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI, „Geflügelpest“). Nach der Diagnose HPAI H5N8 mussten deshalb rund 100.000 Puten in einem Geflügelbestand im Landkreis Aurich gekeult werden.

16. März 2020: Vogelgrippe in Sachsen

In einer Hobby-Geflügelhaltung mit Hühnern und Enten im Bad Lausicker Ortsteil Wüstungsstein ist die hochpathogene Vogelgrippe (H5N8) ausgebrochen. Der Bestand wurde gesperrt und die Tötung des gesamtes Bestandes angeordnet.

Im Weiteren erfolgt die Festlegung von Restriktionszonen. Im Sperrgebiet (3 km Radius um den Bestand) gelten besondere Schutzmaßnahmen für Geflügelhaltungsbetriebe. Das zuständige Veterinäramt führt weitere Untersuchungen zur Ausbruchsursache durch.

11. Februar 2020: Zweiter Fall von Vogelgrippe in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wurde der bundesweit zweite Fall von Vogelgrippe in einer Hobbyhaltung nachgewiesen. Wasservögel werden als Überträger des Virus vermutet. Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit sind etwa 70 Tiere in einer Hobbyhaltung betroffen, die daraufhin getötet werden mussten.

31. Januar 2020: Vogelgrippe in Polen/ Bereits achter Fall

Die Aviäre Influenza des Typs H5N8 zieht in Polen immer weitere Kreise. Die zuständige Veterinärbehörde bestätigte gestern den achten Ausbruch in der Wojewodschaft Großpolen. Dabei handelt es sich um einen Betrieb mit insgesamt 36.000 Hühnern. Im Rahmen der vorgeschriebenen Seuchenschutzmaßnahmen seien die üblichen Gefahrenzonen in 3 km und 7 km um das Unternehmen ausgewiesen worden. Zudem werde der Bestand umgehend gekeult, teilte die Behörde mit.

Zu Wochenbeginn hatte ein Seuchenfall in der Wojewodschaft Ermland-Masuren für Aufsehen gesorgt. Von dem ersten Fall in der Region seit drei Jahren waren knapp 23.500 Puten betroffen. Obwohl die Geflügelpest in den letzten Wochen in ganz unterschiedlichen Landesteilen aufgetreten ist, konzentrierte sich das Seuchengeschehen in Großpolen. Dort war am 31. Dezember letzten Jahres nahezu zeitgleich mit einem Ausbruch in Lublin auch der erste aktuelle Fall in einem Hühnerbetrieb mit 65.000 Tieren bestätigt worden.

31. Januar 2020: Vogelgrippe in Dänemark/ 48.000 Legehennen gekeult

Vor zwei Tagen wurde in einem Legehennenbetrieb in Dänemark die Aviäre Influenza des Typs H5N8 nachgewiesen. Etwa 48.000 Tiere müssen gekeult werden.

20. Januar 2020: Vogelgrippe bei Wildvogel in Brandenburg nachgewiesen

Die zuständigen Behörden in Brandenburg haben bei einer Blessgans im Kreis Spree-Neiße nahe der polnischen Grenze den H5N8-Vogelgrippevirus nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesinstitut für Tiergesundheit, hat den Fall bestätigt.

In Deutschland handelt es sich aktuell um einen Einzelfall. Hausgeflügel ist nicht betroffen. Die zuständigen Behörden in Brandenburg haben bereits reagiert und das Wildvogelmonitoring mit Schwerpunkt auf Wassergeflügel verstärkt sowie die Geflügelhalter zur konsequenten Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen aufgerufen.

20. Januar 2020: Vogelgrippe in Tschechien ausgebrochen

Nun hat es auch Tschechien erwischt. Die hochansteckende Vogelgrippe ist in einem Kleinzuchtbetrieb in der Stadt Stepanov nad Svratkou, rund 150 Kilometer östlich von Prag, aufgetreten, teilte die staatliche Veterinärbehörde mit. 

Das Virus sei wahrscheinlich durch freilebende Wasservögel eingeschleppt worden. Sechs Hühner seien der Krankheit zum Opfer gefallen. Der Rest des kleinen Bestandes werde nun getötet. Um den Seuchenherd wurde eine drei Kilometer große Schutzzone eingerichtet. 

15. Januar 2020: Vogelgrippe auch in Rumänien

Nach der Slowakei meldet auch Rumänien einen Vogelgrippe-Ausbruch. Mehrere Tausend Hühner auf einer Farm im Nordwesten des Landes bei Baia Mare sollten am Mittwoch gekeult werden, teilten die Behörden mit. Die Tiere in der Farm Seini, rund 40 Kilometer von der ungarisch-rumänischen Grenze entfernt, seien mit dem Virus H5N8 infiziert.

14. Januar 2020: Vogelgrippe in der Slowakei ausgebrochen

Nach Polen und Ungarn ist die Vogelgrippe nun auch in der Slowakei ausgebrochen. Es ist der erste Vogelgrippe-Ausbruch in der Slowakei seit fast drei Jahren, teilte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mit.

Das Virus sei bei drei Hühnern auf einem Hof nahe der Stadt Nitra diagnostiziert worden, berichtete die OIE unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium in Bratislava. Alle Tiere in dem Stall seien getötet worden.

13. Januar 2020: Vogelgrippe in Ungarn

Auf einer Geflügelfarm im Westen Ungarns ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Die Behörden ordneten die Keulung von 53.500 Truthähnen in einem Großbetrieb in Acs, 95 Kilometer westlich von Budapest, an, wie das ungarische Lebensmittelkontrollamt Nebih am Montag mitteilte. Bei den erkrankten Tieren sei der Virus vom Typ H5N8 festgestellt worden, hieß es weiter. Das Landesveterinäramt verhängte darüber hinaus eine landesweite Stallpflicht für alle Geflügelarten.

3. Januar 2020: Vogelgrippe in Polen / Zehntausende Puten und Hühner gekeult

Nach mehreren Ausbrüchen der Vogelgrippe sind in Polen Zehntausende von Puten und Hühnern getötet worden.

In der ostpolnischen Woiwodschaft Lublin wurde das Virus H5N8 laut Nachrichtenagentur Polska Agencja Prasowa (PAP) am Freitag (3. Januar) in einem Betrieb mit 13.000 Perlhühnern festgestellt. Zuvor war der Erreger in der gleichen Region bereits bei drei Putenmast-Betrieben aufgetreten. Insgesamt seien bereits mehr als 40.000 Tiere getötet worden. Angaben des Leiters des Staatlichen Veterinärmedizinischen Instituts handelt es sich um die hochpathogene Form des Erregers.

Ein weiterer Ausbruch wurde am 3. Januar in der Woiwodschaft Großpolen im Westen des Landes gemeldet. Dort wurde das Virus H5N8 in einem Betrieb mit 65.000 Legehennen entdeckt. Die Tiere sollen ebenfalls getötet werden. Die Amtsveterinäre wollen in der Region 31 weitere Geflügelfarmen untersuchen.

«Dies ist ein Zeichen, dass man auch in Zeiten der Schweinepest andere Seuchen nicht vernachlässigen sollte», sagte die Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Elke Reinking, der Deutschen Presse-Agentur.

In Deutschland gebe es aktuell keinen nachgewiesenen Fall der Vogelgrippe H5N8 – weder bei Wildvögeln noch in Betrieben. Derzeit gebe es auch keine Anzeichen für einen großen Ausbruch, die Bevölkerung solle aber wachsam sein. «Wenn an einem Ort gleich mehrere tote Wasservögel liegen, sollte die Veterinärbehörde informiert werden», mahnten Reinking.

12. Dezember 2019: UK meldet Vogelgrippe

27.000 Tiere wurden in der Grafschaft Suffolk nordöstlich von London gekeult. Bei den Hühnern sei in einer Broiler-Zuchtfarm ein niedrig-pathogenes H5-Influenzavirus nachgewiesen worden, wie das britische Landwirtschaftsministerium in London mitteilte.

11. Juli 2019: In Belgien müssen wahrscheinlich Bestände geräumt werden

In Belgien sind neue Fälle der Vogelgrippe (Aviäre Influenza - AI) des Typs H3N1 aufgetreten. Über 80 Betriebe sind inzwischen betroffen. Jetzt soll für diese Betriebe die Keulung der Bestände angeordnet werden. Die Entscheidung fällt in den kommenden Tagen.

Würde die Keulung angeordnet, so würden nur die lebenden Tiere entschädigt. Auch Betriebe, die bereits freiwillig gekeult haben, würden keine Entschädigung erhalten.

Stand 8. Mai 2019: Vogelgrippe breitet sich in Belgien rasant aus

26 Geflügelbetriebe in Belgien sind von der Vogelgrippe betroffen. Obwohl es sich um die niedrig pathogene Variante H3N1 handelt, breitet sich die Krankheit schnell aus und die Sterblichkeitsrate bei Legehennen ist mit 60 Prozent sehr hoch.

Die Geflügelpest trifft derzeit vor allem Betriebe in Westflandern nahe der Stadt Tielt und geht mit einem gravierenden Produktionsrückgang einher. Mehr als die Hälfte der infizierten Tiere verendet aufgrund des Virus.

Da es sich um eine niedrig ansteckende Variante handelt, besteht keine Pflicht, die Herden zu keulen. Auf der anderen Seite werden allerdings auch keine Entschädigungen an die Geflügelhalter gezahlt. Die Folgen sind daher ein reines Geschäftsrisiko. 

Mit Material von Nieuwe Oogst

5. September 2018: Geflügelpest bei einer Stockente in den Niederlanden

In den Niederlanden wurde bei einer Stockente in der Provinz Nordholland die Geflügelpest nachgewiesen. Das teilte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mit. Nachgewiesen wurde das hoch ansteckende Virus vom Typ H5N6. Ein Virus diesen Typs war auch für den Fall in Mecklenburg- Vorpommern verantwortlich, der am vergangenen Wochenende bestätigt worden war.

3. September 2018: Erster Fall von Geflügelpest im Herbst 2018 in Deutschland

In Deutschland ist im Herbst 2018 erstmals wieder das Geflügelpest-Virus in einer privaten Geflügelhaltung aufgetreten. Am vergangenen Freitag (31.08.2018) wurde bei einer Ente in einer privaten Geflügelhaltung in Wismar, Landkreis Nordwestmecklenburg, das hochpathogene aviäre Influenza A-Virus des Subtyps H5 nachgewiesen. Der Hobbyhalter hatte das Veterinäramt informiert, dass eine seiner Enten verendet war. Anschließend starben 10 weitere Tiere. Die Geflügelpest-Befund wurde vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Alle 100 Enten und 30 Hühner des kleinen Betriebs wurden getötet. 

24. Juli 2018: Tote Eiderente in Dänemark war mit Geflügelgrippe infiziert

Die Anfang Juli auf der dänischen Insel Vejrø tot aufgefundene Eiderente war an der Geflügelpest erkrankt. Nach Informationen der Weltorganisation für Tiergesundheit (OEI) konnte der hochansteckende Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N6 nachgewiesen werden. 

Der Erreger H5N6 wurde erst vor drei Monaten zum ersten Mal in Dänemark gefunden.

13. Juli 2018: Neue Fälle der Vogelgrippe in Frankreich

In Frankreich ist ein niedrig pathogenes Virus der aviären Influenza vom Typ H7N7 nachgewiesen worden. Der betroffene Betrieb hält Enten und befindet sich nördlich von Paris.

Das Virus wurde bei Untersuchungen im Rahmen des nationalen Überwachungsprogramm festgestellt. Daraufhin wurden die 10.000 Tiere isoliert und weiter untersucht. 

Seit dem 5. Juli konnten keine Virusausscheidungen mehr nachgewiesen werden. Sobald die Tiere dieser Zuchtcharge den Betrieb verlassen, wird dieser gereinigt und desinfiziert. 

23. Mai 2018: Vogelgrippe im Süden Schwedens

In Schweden wurde nordöstlich von Malmö in einem Betrieb zur Aufzucht von Fasanen die Vogelgrippe nachgewiesen. Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) bestätigte, dass es sich um ein niedrig pathogenes Virus der aviären Influenza vom Typ H5 handelt. 8.600 Tiere des Bestands mussten getötet werden, um eine weitere Verbreitung des Erregers zu vermeiden.

Die Tiere zeigten noch keine Krankheitsanzeichen. Sie wurden im Rahmen des schwedischen Überwachungsprogramms auf Geflügelpest untersucht und positiv getestet.