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+++ Stand 25. Februar 2021 +++

Vogelgrippe: Neue Fälle im Überblick

Hühner und Geflügel in einem Stall
am Donnerstag, 25.02.2021 - 12:35

Die Vogelgrippe grassiert in vielen Teilen Deutschlands und Europas. Jetzt gab es einen Ausbruch im Süden Bremens.

22. Februar: bestätigter Fall in Sudwehye

In der Gemeinde Weyhe, Ortsteil Sudweyhe, ist am 22.02.2021 der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Betroffen ist ein Putenmastbetrieb. 18.000 Tiere wurden bereits getötet. Es wird das Gebiet um den Seuchenbestand mit einem Radius von mindestens drei Kilometern als Sperrbezirk festgelegt.

17. Februar: Vogelgrippe in Wriezen

Wie der rbb auf seiner Internetseite berichtet habe das Friedrich-Löffler-Institut in einem Entenbestand das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen. Bei Wriezen  in Märkisch-Oderland wurden 16.000 Enten getötet. Ein Sperrbezirk von 3 Kilometern wurde eingerichtet  

7. Februar 2021: Ausbruch im Landkreis Vorpommern-Rügen

In einem Mastbestand mit 19.700 Puten in Grammendorf, Landkreis Vorpommern-Rügen, das H5N8-Vogelgrippevirus amtlich festgestellt worden. Der Bestand wurde geräumt.

Das gilt jetzt für den Landkreis und die Sperrbezirke:

  • Für die Geflügelhaltungen im gesamten Landkreis gilt eine Stallpflicht.
  • Die Tierhalter in den Sperrbezirken verpflichtet, die Ein- und Ausgänge zu den Geflügelhaltungen gegen unbefugtes Betreten zu sichern
  • Die Landwirte müssen zudem Gerätschaften oder Fahrzeuge, die in der Geflügelhaltung eingesetzt werden, regelmäßig zu reinigen und desinfizieren.
  • Im Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet dürfen zudem keine lebenden gehaltenen Vögel, Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie Erzeugnisse von Geflügel und Federwild aus oder in den Bestand verbracht werden.
  • Ebenso darf der Geflügelmist nicht in oder aus dem Bestand verbracht werden.

4. Februar 2021: Ausbruch in Hausgeflügelbestand in der Uckermark

Der Vogelgrippe-Erreger H5N8 wurde in einem Geflügelbetrieb im Landkreis Uckermark in Brandenburg nachgewiesen. Rund 14.000 Puten mussten in dem Mastbetrieb gekeult werden. Bereits vor einigen Tagen musste ein Putenbestand in Brandenburg aufgrund einer Infektion mit dem Virus gekeult werden.

In Mecklenburg-Vorpommern im Landkreis Vorpommern-Rügen wurde das Geflügelpest-Virus im Tierpark Grimmen nachgewiesen. Hier seien Tiere positiv auf den Erreger getestet worden, bestätigte ein Landkreissprecher gegenüber dem Nordkurier. Zuvor waren plötzlich vermehrt Hausgänse verendet. Die Tiere des Parks, die zu den verendeten Gänsen nicht genügend Abstand hatten, mussten gekeult werden.

30. Januar 2021: Zweiter Vogelgrippe-Fall in Berlin

In Berlin ist ein zweiter Fall von Vogelgrippe in dieser Saison bei einer Stockente im Britzer Garten, im Bezirk Neukölln, aufgetreten. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat den Fall bestätigt. Im November war in Berlin der erste Fall in dieser Saison nachgewiesen worden. Dabei handelte es sich um eine Wildgans im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

28. Januar 2021: Ausbruch in Hausgeflügelbestand in Bayreuth

In der Gemeinde Pottenstein im Landkreis Bayreuth wurde in einem Hausgeflügelbestand mit rund 20 Hühnern und Enten die H5N8-Vogelgrippe amtlich festgestellt. Am 28. Januar 2021 wurden alle Hühner und Enten der betroffenen Geflügelhaltung gemäß den Vorschriften der bundesweit geltenden Geflügelpest-Verordnung getötet und fachgerecht unschädlich entsorgt.

25. Januar 2021: Putenmastbetrieb im Landkreis Prignitz muss Bestand keulen

Der Geflügelpest-Erreger H5N8 wurde in einer gewerblichen Putenmast mit 16.000 Puten im Landkreis Prignitz in Brandenburg festgestellt. Auf Anordnung des zuständigen Veterinäramtes muss der Bestand gekeult werden, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam am Sonntagabend mitteilte.

Es ist der zweite Fall in einem Nutzgeflügelbestand innerhalb weniger Wochen in Brandenburg. Der Erreger war bereits Ende Dezember in einer Kleinsthaltung im Landkreis Spree-Neiße bestätigt worden. Zudem wurde das Virus bislang bei einigen Wildvögeln in Brandenburg nachgewiesen.

23. Januar 2021: Ausbruch in Hähnchenmastbetrieb in Cloppenburg

Erneut ist in einem Betrieb im Landkreis Cloppenburg die Vogelgrippe ausgebrochen: In der Gemeinde Lastrup musste der Bestand eines Hähnchenmastbetriebs mit 72.000 Tieren gekeult werden. Insgesamt meldet der Landkreis damit 20 Ausbrüche mit 288.000 Tieren (199.000 Puten, 72.000 Hähnchen und 17.000 Enten).

22. Januar 2021: Verdacht auf Vogelgrippe in Rheinland-Pfalz

Bei einer toten Hawaiigans aus einem Vogelpark im Rhein-Pfalz-Kreis wurde laut Landesuntersuchungsamt (LUA) das Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen wurde. Die Bestätigung des Ergebnisses durch das Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) steht noch aus.

Das Veterinäramt des Rhein-Pfalz-Kreises hat den Betrieb umgehend gesperrt, lässt weitere Tiere auf den Erreger untersuchen und führt epidemiologische Untersuchungen durch. Alle Vögel des Vogelparks werden jetzt aufgestallt. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, werden die getroffenen Maßnahmen überprüft und angepasst. Der Vogelpark ist als zoologische Einrichtung anerkannt und verfügt bereits seit längerem über ein Biosicherheits- und Hygienekonzept. Ferner hat er bereits in seuchenfreien Zeiten eine Ausnahmegenehmigung beantragt, so dass zunächst von einer Tötung der Vögel abgesehen werden kann.

22. Januar: Neuausbruch im Landkreis Oldenburg

In Bergedorf, Gemeinde Ganderkesee, ist die Geflügelpest in einem Putenmastbestand ausgebrochen. Die Tiere werden tierschutzgerecht getötet.

Der Ausbruch befindet sich im Beobachtungsgebiet Klein Henstedt/Prinzhöfte. Eine für das Wochenende geplante Auflösung des Beobachtungsgebietes Klein Henstedt/Prinzhöfte kommt vor diesem Hintergrund nicht mehr in Betracht. Das Beobachtungsgebiet Klein Henstedt/Prinzhöfte geht nunmehr in dem neu eingerichteten Beobachtungsgebiet III Bergedorf/Ganderkesee auf. 

18. Januar 2021: Erneuter Fall im LK Cloppenburg

In der Gemeinde Lastrup wurde ein weiterer Ausbruch der hochpathogenen Aviären Influenza mit dem Erreger H5N8 in einem Putenbetrieb nachgewiesen. Der Bestand mit 7.400 Puten wurde am 16. Januar tierschutzgerecht getötet und geräumt.

Somit sind im Landkreis Cloppenburg bisher 19 Ausbruchsbetriebe mit insgesamt rund 216.000 Tieren (davon 199.000 Puten und 17.000 Enten) betroffen.

11. Januar 2020: Ausbruch in Putenmastbetrieb in Cloppenburg

Der Landkreis Cloppenburg teilte am Sonntag mit, dass die H5N8-Vogelgrippe (Geflügelpest) in einem Betrieb mit 14.500 Puten aufgetreten ist. Der Betrieb befindet sich in der Gemeinde Garrel. Der Bestand wurde komplett gekeult.

8. Januar 2021: Weitere Fälle in Niedersachsen

In der Gemeinde Garrel wurden zwei weitere Ausbrüche der hochpathogenen Aviären Influenza mit dem H5N8-Virus in Putenbetrieben nachgewiesen. Die Bestände mit 14.000 und 9.000 Puten wurden geräumt. Somit sind nach amtlichen Angaben im Landkreis Cloppenburg bisher 14 Ausbruchsbetriebe mit insgesamt rund 171.000 Tieren (davon 154.000 Puten und 17.000 Enten) betroffen, wie die Deutsche Presseagentur berichtet. 

6. Januar 2021: Tötung zehntausender Vögel in Indien

Im indischen Bundesstaat Kerala werden nach heutigem Informationsstand mehrere zehntausend Vögel aus Geflügelhaltungen getötet. Diese Maßnahme soll der Ausbreitung der Vogelgrippe in Indien entgegenwirken und das Infektionsgeschehen eindämmen. Ungefähr 45.000 Vögel, vor allem Enten, lassen die Behörden töten. 

In Kerala und drei weiteren indischen Bundesstaaten sind in letzten Tagen vermehrt Vögel an der Tierseuche erkrankt. Bisher traten die Subtypen H5N1 und H5N8 der Geflügelgrippe auf. 

5. Januar 2021: Vogelgrippe-Fälle in Schweden und den Niederlanden

Am Dienstag, dem 5.Januar, wurden weitere Vogelgrippe-Fälle in der EU gemeldet. In Moergestel in der niederländischen Provinz Nordbrabant werden auf einer Putenfarm rund 18.000 Tier gekeult, bei denen die Vogelgrippe diagnostiziert wurde. In einem Umkreis von drei Kilometern um den Betrieb liegen zwei weitere Farmen, von denen derzeit Proben genommen werden. 

Am selben Tag wurde der Ausbruch der Vogelgrippe (Subtyp H5N8) in Blentarp in der schwedischen Gemeinde Sjöbo in einem Legehennenbetrieb gemeldet. Der Legehennenbetrieb ist in sieben epidemiologische Einheiten unterteilt, die Symptome der Vogelgrippe traten in Stall 7 auf, der gemeinsam mit einem anderen Haus eine epidemiologische Einheit bildet. Insgesamt umfasst der Legehennenbetrieb eine Stallanlage mit zwölf Ställen. 

3. Januar 2021: Bestätigter Vogelgrippefall in Niedersachsen

Wie der Landkreis Cloppenburg auf seiner Internetseite berichtet, ist das hochpathogene Influenza-Virus H5N8 in einem weiteren Betrieb in der Gemeinde Garrel im Landkreis Cloppenburg nachgewiesen worden. Der Bestand mit 12.800 Puten wurde am 2. Januar tierschutzgerecht getötet und beseitigt.

Somit sind im Landkreis Cloppenburg bisher acht Ausbruchsbetriebe mit insgesamt rund 88.800 Puten betroffen.

Der neue Ausbruch verändert die bestehenden Sperr- und Beobachtungsbezirke nur gering. Der Landkreis Cloppenburg wird die entsprechende Allgemeinverfügung aktualisieren und veröffentlichen.

Das vom Landkreis Cloppenburg zur Eindämmung der Geflügelgrippe angeordnete Wiedereinstallungsverbot für Puten gilt für die Gemeinden Emstek, Bösel und Garrel sowie die Städte Cloppenburg und Friesoythe.

Update 29. Dezember 2020: Vogelgrippe-Ausbruch in Kleinsthaltung im Landkreis Spree-Neiße

In der Gemeinde Schenkendöbern im Ortsteil Krayne ist heute erstmals im Landkreis Spree-Neiße/Wokrejs Sprjewja-Nysa das H5N8-Geflügelpestvirus nachgewiesen worden. Betroffen ist eine Kleinsthaltung mit etwa 50 Tieren (Wachteln, Hühner, Enten), wie die Kreisverwaltung mitteilt. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat die Fälle labordiagnostisch bestätigt. Nachdem einige Tiere verendet waren, hatte da Veterinäramt den Bestand unverzüglich gesperrt und beprobt. Die Tiere wurde auf Anordnung des Veterinäramtes fachgerecht getötet und unschädlich beseitigt.

29. Dezember 2020: 1.800 Gänse müssen in Schleswig-Holstein gekeult werden

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat den Nachweis des Geflügelpesterregers H5N8 in einer Gänsehaltung mit 1.800 Tieren im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein bestätigt. Nach vermehrten Tierverluste in der Haltung hatte das Veterinäramt Proben genommen, die nun positiv auf die Vogelgrippe getestet wurden. Gemäß Geflügelpest-Verordnung erfolgen die tierschutzgerechte Keulung und Entsorgung aller Gänse der Geflügelhaltung.

Um den Ausbruchsbetrieb sind gemäß Geflügelpest-Verordnung Restriktionszonen einzurichten:

  • ein Sperrbezirk von mindestens 3 km sowie
  • ein Beobachtungsgebiet von mindestens weiteren 7 km um den Ausbruchsbetrieb.
  • In diesen Zonen gelten bestimmte rechtlich vorgegebene Regelungen für Geflügelhaltungen, z.B. das Verbringungsverbot für lebendes Geflügel.

Weitere Informationen werden vom Kreis Dithmarschen zur Verfügung gestellt und sind der Allgemeinverfügung des Kreises zu entnehmen. „Der aktuelle Fall zeigt, dass die Gefahr eines Viruseintrags in unsere Hausgeflügelhaltungen bei dem derzeitigen Infektionsdruck in der Umwelt nach wie vor hoch ist. Die Lage bleibt landesweit dynamisch. Ich bitte alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter, weiterhin wachsam zu bleiben und ihre Geflügelbestände bestmöglich zu schützen,“ sagte Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht.

Darüber hinaus wurde bei insgesamt 46 weiteren Wildvögeln aus den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg, Segeberg und Ostholstein der Geflügelpesterreger nachgewiesen. Die Zahl der landesweiten Geflügelpestnachweise bei Wildvögeln im aktuellen Geschehen ist damit auf insgesamt 372 gestiegen. Hierbei wurden Geflügelpesterreger der Subtypen H5N8, H5N5, H5N3 sowie in einem Fall H5N1 nachgewiesen.

25. Dezember 2020: Erster Vogelgrippe-Ausbruch in Geflügelbestand in Sachsen

In Sachsen ist der erste Fall von Geflügelpest in einem Unternehmen bestätigt worden. Betroffen ist ein Geflügelzuchtbetrieb mit 9.000 Gänsen in Grimma im Landkreis Leipzig. Laut Gesundheitsministerium haben die Veterinärbehörden den Tierbestand sofort gesperrt. Die Tötung und Beseitigung der Tiere seien eingeleitet worden, hieß es.

"Alle Tierhalter müssen sich jetzt an die erlassenen Vorschriften halten, um eine Ausbreitung der Vogelpest zu verhindern", erklärte die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Freitag. "Es ist schon sehr herausfordernd, dass nach der Corona-Pandemie und der Afrikanischen Schweinepest mit der Geflügelpest uns jetzt der dritte Krisenfall ereilt."

In Sachsen war in der aktuellen Vogelgrippe-Saison bisher nur ein Wildvogel im Landkreis Nordsachsen positiv getestet worden.

24. Dezember 2020: Japan keult 1,16 Millionen Hühner wegen Vogelgrippe

Nach einem Ausbruch der Vogelgrippe auf einer japanischen Eierfarm mussten am 24. Dezember rund 1,16 Millionen Tiere des Betriebs in der östlich gelegenen Stadt Isumi gekeult werden. Das teilt Japans Ministerium für Land- und Forstwirtschaft und Fischerei mit. Angestellte der Farm hatten den Angaben nach am Mittwoch etwa 220 tote Tiere auf der Eierfarm entdeckt und die örtlichen Behörden alarmiert. Der Gouverneur der zuständigen Präfektur forderte Soldaten zur Unterstützung bei der Keulung an.

In Japan handelt es sich um den 32. Ausbruch der Vogelgrippe in dieser Saison. Bisher ließ die Regierung mehr als 4,6 Millionen Hühner keulen.

Update am 22. Dezember 2020: Ministerin Otte-Kinast stellt Krisenfall fest

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte heute, am 22. Dezember, den Verdacht auf Geflügelpest in einem Mastputenbetrieb in Niedersachsen. Im Betrieb im Landkreis Oldenburg sind 13.000 Tiere vom H5N8-Virus betroffen, einem hoch ansteckenden Subtyp der Vogelgrippe. Die Tötung der 13.000 Tiere wurde bereits angeordnet, Grundlage hierfür ist die Geflügelpest-Verordnung des Landkreises. 

In einem Radius von drei Kilometern um den Mastputenbetrieb wurde ein Sperrbezirk eingerichtet, in einem Radius von zehn Kilometern gibt es ein Beobachtungsgebiet. 

Da bereits gestern in einem  Nutzgeflügelbestand im Landkreis Cloppenburg 17.000 Puten notgeschlachtet werden mussten, rief Ministerin Otte-Kinast den Tierseuchenkrisenfall für das Bundesland Niedersachsen aus und ordnete die Errichtung eines Krisenkoordinierungsstabes an.

Der Landeslenkungsstab setzt sich wie folgt zusammen: 

  • interministerieller Krisenstab
  • Verbände, Kammern und Vertreter der Tierseuchekasse 
  • Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES)

22. Dezember 2020: Ausbruch in einem Geflügelbetrieb in Niedersachsen

In einem Nutzgeflügelbestand in der Ortschaft Kellerhöhe Nähe Cloppenburg, Niedersachsen, kam es am Sonntag, dem 20. Dezember, zu einem Ausbruch der Geflügelpest. Gestern ließ das Veterinäramt des Landkreis Cloppenburg vorsorglich den Bestand des Betriebs töten - insgesamt sind 17.000 Puten betroffen. 

Auf Grundlage der Geflügelpest - Allgemeinverfügung (2/2020) wurden gestern sowohl ein Sperrbezirk im Radius von 3 Kilometern und ein Beobachtungsgebiet im Umkreis von 10 Kilometern um den Betrieb festgelegt. Die genauen Grenzen können Sie der Allgemeinverfügung entnehmen.

21. Dezember 2020: Anstieg der Geflügelpest-Befunde in SH

In Schleswig-Holstein steigt die Anzahl der Fälle der Geflügelpest weiter an, wie aus der Datenbank des Tierseucheninformationssystems (TSIS) hervor geht. Für den 21. Dezember wurde die Aviäre Influenza bei Wildgänsen und Wildvögeln aus mehreren schleswig-holsteinischen Landkreisen gemeldet. 

Die Vogelgrippe trat nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) in den vergangenen Wochen vermehrt in neun Landkreisen auf: Nordfriesland, Dithmarschen, Pinneberg, Rendsburg-Eckernförder, Steinburg, Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Ostholstein und Plön. Ungefähr die Hälfte der Nachweise der Geflügelpest erfolgte bei Gänsen. Erstmalig wurde der Subtyp H5N3 bei einer Probe eines Knutts nachgewiesen.

Die Gesamtzahl der Nachweise bei Wildvögeln liegt in Schleswig-Holstein bei ungefähr 325 Fällen, seit Beginn des Geschehens liegt die Zahl bei 15.700. Zuletzt gab es im November einen landesweiten Anstieg der Geflügelpest. 

15. Dezember 2020: Zuchtunternehmen in den Niederlanden betroffen

In einem Zuchtunternehmen mit ungefähr 28.000 Hühnern in Buitenpost in der niederländischen Provinz Friesland trat die Vogelgrippe auf. In einem Umkreis von zehn Kilometern, in dem 22 weitere Geflügelfarmen liegen, wurde ein Transportverbot verhängt. Es gilt sowohl für Tiere, tierische Produkte als auch Produkte von Betrieben mit Geflügel. 

Die Keulung der Tiere wird Angaben zufolge von der niederländischen Behörde für Sicherheit von Lebensmitteln und Verbraucherprodukten (NVWA) durchgeführt.

11. Dezember 2020: Vogelgrippe bei Schwänen nachgewiesen

Der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor hat bei fünf Höckerschwänen in Hessen den Ausbruch der Geflügelpest nachgewiesen. Das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler Institut in Greifswald hat diesen Nachweis heute bestätigt. Die Tiere wurden zuvor im Schutzgebiet Vogelsbergteiche in Freiensteinau tot aufgefunden.

29. November 2020: 10.000 Truthähne in England betroffen

Nach einem Ausbruch der Vogelgrippe auf einer Farm im Norden von England sollen mehr als 10.000 Truthähne gekeult werden, schreibt die dpa. Außerdem sei eine Sicherheitszone von mehreren Kilometern Umkreis um die Farm in North Yorkshire errichtet worden. "Wir schauen im Umkreis mit großer Dringlichkeit nach Hinweisen auf die Krankheiten, um die Seuche zu kontrollieren und zu eliminieren", sagte die britische Chef-Veterinärin Christine Middlemiss.

28. November 2020: Hobby-Bestand in den Niederlanden

Im niederländischen Mijdrechtwurde in einem Hobby-Bestand mit etwas 300 verschiedenen Vögeln die H5-Vogelgrippe diagnostiziert. Es ist wahrscheinlich eine hoch pathogene Variante der Vogelgrippe. Die Keulung wird von der niederländischen Behörde für Sicherheit von Lebensmitteln und Verbraucherprodukten (NVWA) durchgeführt.

27. November 2020: Ausbruch auf Broilerfarm in Belgien

Auf einer belgischen Broilerfarm mit 151.000 Tieren wurde das H5N8-Virus nachgewiesen. In kurzer Zeit waren 600 Tiere verendet. Wie das Internationale Tierseuchenamt in Paris meldet, liegt der Betrieb in Menen unmittelbar an der französischen Grenze.

 

24. November 2020: 930.000 Legehennen werden in Polen gekeult

Am 24. November wurde ein Ausbruch der Vogelgrippe auf einer Farm in Westpolen entdeckt. „Es ist ein Betrieb mit 930.000 Legehennen. Es gibt auch Felder in der Nähe mit Gänsen und anderen Wildvögeln", zitierte die staatliche polnische Nachrichtenagentur PAP die örtlichen Veterinärbehörden. Es wurde hinzugefügt, dass die Keulung 26. November beginnt und bis zu sechs Tage dauern kann.

24. November 2020: weitere Geflügelpest-Fälle in Schleswig-Holstein

Das Nationale Referenzlabor - das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) - hat für das Bundesland Schleswig-Holstein 41 weitere Fälle der Vogelgrippe bei Wildvögeln bestätigt. 

Die Nachweise der Befunde bei den Wildvögeln stammen aus folgenden Landkreisen: Nordfriesland, Dithmarschen, Pinneberg, Segeberg, Rendsburg-Eckförde und Herzogtum Lauenburg.

Zudem wurde ein fünfter Fall der Vogelgrippe einer Hausgeflügelhaltung in SH amtlich festgestellt. Die 630 Tiere gehören zu einer Gänsehaltung im Kreis Dithmarschen. Gemäß der Geflügelpest-Verordnung wurde die Tötung und fachgerechte Entsorgung der Tiere in der Haltung angeordnet. Um den Ausbruchsbetrieb herum wird ein Sperrbezirk von mindestens drei Kilometern sowie ein Beobachtungsgebiet von zehn Kilometern entstehen. 

Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht berichtet von einem bundesweiten "Anstieg der Geflügelpestnachweise bei Wildvögeln". 

21. November 2020: Erste Vogelgrippe-Fall in Berlin

Nach mehreren Bundesländern hat die Geflügelpest auch Berlin erreicht. Der Erreger wurde bei einer Wildgans nachgewiesen, wie die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz am Samstag mitteilte. Das tote Tier war im Ortsteil Lichterfelde gefunden worden.

Wer Geflügel hält, soll die Tiere vor Kontakt zu Wildvögeln schützen. Wer Tote Wasser-, Raben- oder Greifvögel finde, solle das Veterinäramt das Bezirks informieren. Kranke oder tote Tiere sollten nicht angefasst, Federn nicht gesammelt werden.

In Berlin war die Geflügelpest zuletzt vor vier Jahren aufgetreten. 60 Wildvögel waren betroffen.

20. November 2020: Erste Fälle in Bayern bei Wildenten

Ein erster aktueller Fall von Geflügelpest in Bayern ist amtlich bestätigt: Im Rahmen des bayerischen Wildvogelmonitorings wurde im Landkreis Passau am 19. November bei mehreren gesund erlegten Wildenten das Geflügelpest-Virus vom nationalen Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Geflügelpest und insbesondere zum Schutz von Haus- und Nutzgeflügel wird deshalb im gesamten Landkreis Rottal-Inn und in großen Teilen des Landkreises Passau eine Aufstallungspflicht für Haus- und Nutzgeflügel angeordnet werden. Das teilte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber heute in München mit. Glauber weiter: "Unser Wildvogelmonitoring war als Frühwarnsystem erfolgreich. Wir haben die Geflügelpest erkannt, bevor sie unsere Nutzgeflügelbestände erreichen konnte. Wir werden das bestehende Wildvogelmonitoring weiter intensivieren."

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Geflügelpest in Deutschland und Bayern werden aktuell in allen Landkreisen und kreisfreien Gemeinden in Bayern mögliche Präventionsmaßnahmen für die Geflügelhaltungen geprüft. Bürger, die tote Vögel auffinden, sollten diese nicht anfassen und entsprechende Funde den lokalen Behörden melden. Eine Ansteckung des Menschen über Wildvögel oder deren Ausscheidungen ist nach dem bisherigen Kenntnisstand noch nicht bekannt geworden.

20. November 2020: Geflügelpest bei Wildvögeln in SH

In Schleswig-Holstein wurde die Geflügelpest bei 54 Wildvögeln nachgewiesen - dies bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle der Vogelgrippe in Schleswig-Holstein auf 223. Über 8.000 Wildvögel sind in inzwischen an der Geflügelgrippe verendeten, wie der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) meldete. 

Auch auf dem schleswig-holsteinischen Festland breitet sich die Vogelgrippe immer mehr aus, wie die aktuellen Zahlen zeigen. Die Wildvögel stammen aus folgenden Kreisen: 

  • Pinneberg
  • Herzogtum Lauenburg

Im Kreis Nordfriesland auf der Insel Pellworm ist eine Gänsehaltung mit circa 650 Tieren von der Geflügelpest betroffen. Dies ist der vierte amtlich bekannte Fall in Schleswig-Holstein. Gemäß der Geflügelpest-Verordnung werden folgende Maßnahmen eingeleitet:

  • In einem Umkreis von zwei Kilometern um den Ausbruchsbetrieb entsteht ein Sperrbezirk
  • In einem Umkreis von zehn Kilometern um den Ausbruchsbetrieb entsteht ein Beobachtungsgebiet
  • In beiden Zonen herrscht ein Verbringungsverbot für lebendes Geflügel 

17. November 2020: 70.000 Hennen müssen in getötet werden

Die Vogelgrippe hat einen der größten Geflügelhalter in Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Wie ein Sprecher des Schweriner Agrarministeriums am 17. November sagte, wurde das H5N8-Virus in einem Stall der Firma bei Gnoien nachgewiesen. Das Unternehmen hält in der Region rund 70 000 Legehennen an mehreren Standorten. Um die Tierseuche zu bekämpfen, müssen vermutlich alle Tiere an allen Standorten getötet werden, wie ein Sprecher des Landkreises Rostock am Dienstagmorgen sagte. Die Vorbereitungen seien angelaufen.

Vorbereitungen für eine Tötung liefen auch bei einem Putenhalter in Rothenkirchen bei Rambin, wo rund 16 000 Tiere getötet werden sollten. In einer Haltung bei Neubukow wurden bereits 3000 Hennen und 650 Enten getötet.

In Dänemark ist die Tötung von 25 000 Hühnern angeordnet worden, nachdem in einem Bestand die Vogelgrippe nachgewiesen wurde. Wie die dänische Veterinär- und Lebensmittelbehörde am Montagabend mitteilte, ist ein Hof in Randers im Norden des Landes betroffen. Vor etwa einer Woche war der Vogelgrippe-Erreger H5N8 bei Wildvögeln unter anderem in Aalborg und Vejle nachgewiesen worden.  

15. November 2020: Geflügelpest in Betrieb in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt

In einem Legehennenbetrieb in der Nähe von Neubukow in Mecklenburg-Vorpommern ist das Geflügelpestvirus H5N8 nachgewiesen worden. Amtsveterinäre und eine Tierärztin hatten dort Proben entnommen, nachdem der Halter in den vergangenen Tagen Krankheitssymptome und Legedepressionen beobachtet und schließlich tote Tiere gefunden hatte, wie das Agrarministerium am Sonntag in Schwerin mitteilte. Ursprünglich lebten in dem Betrieb rund 3000 Tiere. Dies sei der größte Fall im Bundesland in der bisherigen Saison. Wie viele der Tiere bereits tot sind, war zunächst unklar, ebenfalls der Zeitpunkt, wann die restlichen Tiere getötet werden.

"Leider ist eingetreten, was wir seit Wochen befürchten: Wir haben es mit einem aktiven Seuchengeschehen im ganzen Land zu tun. Vier von sechs Landkreise sind inzwischen von der Geflügelpest betroffen", sagte Landesagrarminister Till Backhaus (SPD) laut Mitteilung. In der kommenden Woche werde er über das weitere Vorgehen mit den Landräten beraten. Zuvor hatte es in den vergangenen Wochen im Nordosten bereits mehrere Vogelgrippe-Ausbrüche in Hausgeflügelhaltungen gegeben.

Wo es möglich sei, sollte Geflügel im Stall untergebracht werden, zur Schlachtung anstehendes Geflügel solle geschlachtet werden. Rund um den Betrieb sei ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet verfügt worden. Dort solle sämtliches Geflügel in Ställe gebracht werden oder in gegen Wildvögel gesicherten und überdachten Anlagen gehalten werden.

Stand 12. November: Hunderte tote Wildvögel an der dänischen Grenze

Hunderte Wildvögel sind an der deutsch-dänischen Grenze, in der Region Süderjütland in Dänemark, gestorben. Die dänische Lebensmittelbehörde Fødevarestyrelsen teilte am Donnerstag mit, dass sie vermutlich an der Vogelgrippe verendet sind.

Zugleich warnte die Behörde vor einem großen Risiko, dass sich auch Geflügelbestände mit dem Virus H5N8 infizieren könnten.

Stand 9. November: Aufstallpflicht im Kreis Segeberg

Im Kreis Segeberg ist heute erstmals die Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Betroffen ist eine kleine Geflügelhaltung. Der Kreis ordnet zum Schutz aller Geflügelbestände kreisweit eine Aufstallung an. 

Die betroffene Haltung im Kreis Segeberg besteht aus 36 Tieren mit Hühnern, Fasanen und Enten. 

Auch in Brandenburg gibt es inzwischen einen bestätigten Vogelgrippe-Fall: Bei einem verendeten Kranich im Kreis Ostprignitz-Ruppin sei das Virus nachgewiesen worden, hieß es vom Verbraucherschutzministerium in Potsdam. "Wir wissen, dass die Geflügelpest seit Ende Oktober wieder verstärkt auch in Deutschland auftritt. Jetzt gilt es, eine Übertragung auf Hausgeflügel zu verhindern", warnte die brandenburgische Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne).

Stand 8. November: Stallpflicht nach 25 Vogelgrippe-Nachweisen auf Rügen

Allein auf der Insel Rügen gab es bis zum 8. November mindestens 25 Nachweise der Vogelgrippe, wie ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Rügen sagte. Für Vorpommern-Rügen weitete Landrat Stefan Kerth daher die Stallpflicht am Wochenende auf den gesamten Landkreis aus. Tierhalter sind aufgefordert, ihre Geflügelbestände zu melden.

Stand 7. November: 30 neue Fälle in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist die Vogelgrippe inzwischen in vier Kreisen nachgewiesen worden. Das schleswig-holsteinische Landwirtschaftsministerium meldet, dass allein am 7. November 30 weitere Fälle bei Wildvögeln erfasst worden seien. Insgesamt stieg die Fallzahl damit auf 75 im Bundesland. Das Virus wurde demnach unter anderem bei Wildgänsen, Wildenten, Brachvögeln und Möwen gefunden.

Der schleswig-holsteinische Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz hat in diesem Herbst bereits mehr als 2700 verendete Wildvögel gezählt. Die Zahl habe sich damit innerhalb von zwei Tagen fast verdoppelt. Unklar war zunächst, ob sie alle an Vogelgrippe verendeten.

In den betroffenen Kreisen wird in bestimmten Gebieten eine Aufstallung angeordnet - eine das ganze Bundesland umfassende Stallpflicht für Geflügel soll es zunächst nicht geben.

6. November 2020: Weitere Fälle bei Wildvögeln

Nachdem der erste Fall der Vogelgrippe in einem deutschen Geflügelbestand nachgewiesen wurde, gibt es jetzt zwei weitere Fälle bei Wildtieren. Bei einer geschossenen Stockente wurde im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven das H5N8 Virus nachgewiesen und durch das Refernzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigt.

Ein weiterer Fall bei einer Wildente in Cuxhaven wurde bereits vom Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg bekannt gegeben. Die Proben wurden zur weiteren Feststellung der Pathogenität ebenfalls an das FLI weiter gegeben.

Die niedersächsische Landwirtschaftministerin Babara Otte-Kinast rief Geflügelhalter im Bundesland dazu auf, die eigenen Tiere so gut es geht zu schützen und die Biosicherheitsmaßnahmen auf den Betrieben konsequent umzusetzen.

Das Landwirtschaftsministerium hat zudem Landkreise und kreisfreie Städte dazu aufgefordert, eine Risikobewertung nach Vorgaben der Geflügelpest-Verordnung durchzuführen. Die sei eine wesentliche Voraussetzung für eine Stallpflicht bei Freilandgeflügel.

5. November 2020: Erster Vogegrippe-Fall in Nutztierbestand

Nachdem die Vogelgrippe in den Niederlanden bereits in Geflügelbeständen nachgewiesen wurde, gibt es nun auch den ersten Fall in Deutschland. Auf einem kleinen Hof auf der nordfriesischen Hallig Oland wurde das Virus H5N8 bei einem toten Huhn nachgewiesen. Die betroffene Haltung bestehe laut Ministerium aus 57 Hühnern

In den Niederlanden ist ein weiterer Betrieb betroffen. Der Legehennenbetrieb mit 100.000 Tieren befindet sich im Ort Puiflijk. Der Betrieb und der Nachbarbetrieb mit 115.000 Hennen wird von der Behörde geräumt.

Nachdem bei einem Geflügelbetrieb in den Niederlanden die Vogelgrippe nachgewiesen wurde, gilt in Belgien seit 1. November die Aufstallungspflicht.

3. November 2020: 12 bestätigte Geflügelpest-Fälle in Schleswig-Holstein

Laut Friedrich-Löffler-Institut wurde am 2. November 2020 die Geflügelpest bei neun weiteren Wildvögeln nachgewiesen. Die verendeten Vögel waren in den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen gefunden worden. Insgesamt sind vier Nonnengänse, drei Pfeifente, ein Wanderfalke und ein Seeadler an der Vogelgrippe verendet.

Bereits am vergangenen Freitag war im Kreis Nordfriesland die Geflügelpest bei drei verendet aufgefundenen Wildvögeln festgestellt worden. Auch Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern haben Geflügelpest-Fälle gemeldet. In Hamburg wurde der Geflügelpest-Erreger bei einer Wildente und in Mecklenburg-Vorpommern bei einem Greifvogel nachgewiesen.

Auch im Nordwesten Englands wurde das H5N8-Vogelgrippevirus auf einer Hennenhaltung in der Nähe von Frodsham in der Grafschaft Cheshire nachgewiesen. 13.000 Tieren müssen gekeult werden.

29. Oktober 2020

In den Niederlanden besteht aktuell ein Freilandhaltungsverbot für kommerzielles Geflügel. Im niederländischen Altforst (Gemeinde West Maas und Waal, Provinz Gelderland) wurde bei Broiler-Elterntieren die hoch pathogene Variante der Vogelgrippe (H5) diagnostiziert. Rund 35.700 Tieren mussten gekeult werden

22. Oktober 2020: Zwei Fälle bei Schwänen in den Niederlanden

Bei zwei wilden Höckerschwänen in Kockengen in Utrecht wurde eine Vogelgrippe, Typ H5N8, diagnostiziert. Das meldet das niederländische Nachrichtenportal nieuweoogst.nl.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit und das Friedrich-Löffler-Institut mahnten Anfang Oktober, wachsam gegen die Vogelgrippe zu sein. Seit Juli 2020 wurden Viren des Subtyps H5N8 in Wildvögeln und Geflügelhaltungen in Russland und Kasachstan beobachtet.

15. Mai 2020: Geflügelpest im Landkreis Börde gilt als erloschen

Rund sieben Wochen nach Bekanntwerden eines Falles von Geflügelpest in einer Putenmastanlage im Landkreis Börde ist die Gefahr der Verbreitung gebannt. Das Sperr- und Beobachtungsgebiet rund um Wieglitz in der Gemeinde Bülstringen sei am Donnerstag aufgehoben worden, teilte der Landkreis in Haldensleben mit. Am 27. März sei der klinische Verdacht auf die Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Es wurde der Erreger H5N8 festgestellt. Rund 19 000 Mastputen sowie ein Kontaktbestand mit 13 000 Jungputen seien getötet worden.

29. April 2020: Rund 3,5 Mio. gekeulte Tiere in Ungarn

Die Vogelgrippe breitet sich immer weiter aus. Nun hat es 226 Betrieben in Ungarn erwischt. In den südlichen Bezirken Bacs-Kiskun und Csongrad mussten 3,5 Millionen Tieren gekeult werden, sagte der leitende Veterinärbeamte Lajos Bognar am Montag.

In Gebieten, in denen die Betriebe zu nah beieinander lagen, mussten 870.000 Geflügel gekeult werden, um den Bestand zu verdünnen und die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

31. März 2020: Vogelgrippe bei 20.000 Puten nachgewiesen

In der Gemeinde Bülstringen im Landkreis Börde ist am vergangenen Sonntag eine Putenzucht mit 20.000 Tieren positiv auf die hochpathogene Aviäre Influenza des Subtyps H5N8 getestet worden.

Das bestätigte das Nationale Referenzlabor des Friedlich-Löfler-Instituts (FLI) auf agrarheute-Anfrage. Die Behörden versuchen eine Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern.

Ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von zehn Kilometern wurden eingerichtet. Geflügelhalter im Umkreis sollen jeden Verdacht auf eine Erkrankung sofort dem Veterinäramt melden.

23. März 2020: 10.000 gekeulte Puten im Landkreis Aurich

Am 20. März meldeten die zuständigen Behörden in Niedersachsen einen Fall von hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI, „Geflügelpest“). Nach der Diagnose HPAI H5N8 mussten deshalb rund 100.000 Puten in einem Geflügelbestand im Landkreis Aurich gekeult werden.

16. März 2020: Vogelgrippe in Sachsen

In einer Hobby-Geflügelhaltung mit Hühnern und Enten im Bad Lausicker Ortsteil Wüstungsstein ist die hochpathogene Vogelgrippe (H5N8) ausgebrochen. Der Bestand wurde gesperrt und die Tötung des gesamtes Bestandes angeordnet.

Im Weiteren erfolgt die Festlegung von Restriktionszonen. Im Sperrgebiet (3 km Radius um den Bestand) gelten besondere Schutzmaßnahmen für Geflügelhaltungsbetriebe. Das zuständige Veterinäramt führt weitere Untersuchungen zur Ausbruchsursache durch.

11. Februar 2020: Zweiter Fall von Vogelgrippe in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wurde der bundesweit zweite Fall von Vogelgrippe in einer Hobbyhaltung nachgewiesen. Wasservögel werden als Überträger des Virus vermutet. Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit sind etwa 70 Tiere in einer Hobbyhaltung betroffen, die daraufhin getötet werden mussten.

31. Januar 2020: Vogelgrippe in Polen/ Bereits achter Fall

Die Aviäre Influenza des Typs H5N8 zieht in Polen immer weitere Kreise. Die zuständige Veterinärbehörde bestätigte gestern den achten Ausbruch in der Wojewodschaft Großpolen. Dabei handelt es sich um einen Betrieb mit insgesamt 36.000 Hühnern. Im Rahmen der vorgeschriebenen Seuchenschutzmaßnahmen seien die üblichen Gefahrenzonen in 3 km und 7 km um das Unternehmen ausgewiesen worden. Zudem werde der Bestand umgehend gekeult, teilte die Behörde mit.

Zu Wochenbeginn hatte ein Seuchenfall in der Wojewodschaft Ermland-Masuren für Aufsehen gesorgt. Von dem ersten Fall in der Region seit drei Jahren waren knapp 23.500 Puten betroffen. Obwohl die Geflügelpest in den letzten Wochen in ganz unterschiedlichen Landesteilen aufgetreten ist, konzentrierte sich das Seuchengeschehen in Großpolen. Dort war am 31. Dezember letzten Jahres nahezu zeitgleich mit einem Ausbruch in Lublin auch der erste aktuelle Fall in einem Hühnerbetrieb mit 65.000 Tieren bestätigt worden.

31. Januar 2020: Vogelgrippe in Dänemark/ 48.000 Legehennen gekeult

Vor zwei Tagen wurde in einem Legehennenbetrieb in Dänemark die Aviäre Influenza des Typs H5N8 nachgewiesen. Etwa 48.000 Tiere müssen gekeult werden.

20. Januar 2020: Vogelgrippe bei Wildvogel in Brandenburg nachgewiesen

Die zuständigen Behörden in Brandenburg haben bei einer Blessgans im Kreis Spree-Neiße nahe der polnischen Grenze den H5N8-Vogelgrippevirus nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesinstitut für Tiergesundheit, hat den Fall bestätigt.

In Deutschland handelt es sich aktuell um einen Einzelfall. Hausgeflügel ist nicht betroffen. Die zuständigen Behörden in Brandenburg haben bereits reagiert und das Wildvogelmonitoring mit Schwerpunkt auf Wassergeflügel verstärkt sowie die Geflügelhalter zur konsequenten Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen aufgerufen.

20. Januar 2020: Vogelgrippe in Tschechien ausgebrochen

Nun hat es auch Tschechien erwischt. Die hochansteckende Vogelgrippe ist in einem Kleinzuchtbetrieb in der Stadt Stepanov nad Svratkou, rund 150 Kilometer östlich von Prag, aufgetreten, teilte die staatliche Veterinärbehörde mit. 

Das Virus sei wahrscheinlich durch freilebende Wasservögel eingeschleppt worden. Sechs Hühner seien der Krankheit zum Opfer gefallen. Der Rest des kleinen Bestandes werde nun getötet. Um den Seuchenherd wurde eine drei Kilometer große Schutzzone eingerichtet. 

15. Januar 2020: Vogelgrippe auch in Rumänien

Nach der Slowakei meldet auch Rumänien einen Vogelgrippe-Ausbruch. Mehrere Tausend Hühner auf einer Farm im Nordwesten des Landes bei Baia Mare sollten am Mittwoch gekeult werden, teilten die Behörden mit. Die Tiere in der Farm Seini, rund 40 Kilometer von der ungarisch-rumänischen Grenze entfernt, seien mit dem Virus H5N8 infiziert.

14. Januar 2020: Vogelgrippe in der Slowakei ausgebrochen

Nach Polen und Ungarn ist die Vogelgrippe nun auch in der Slowakei ausgebrochen. Es ist der erste Vogelgrippe-Ausbruch in der Slowakei seit fast drei Jahren, teilte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mit.

Das Virus sei bei drei Hühnern auf einem Hof nahe der Stadt Nitra diagnostiziert worden, berichtete die OIE unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium in Bratislava. Alle Tiere in dem Stall seien getötet worden.

13. Januar 2020: Vogelgrippe in Ungarn

Auf einer Geflügelfarm im Westen Ungarns ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Die Behörden ordneten die Keulung von 53.500 Truthähnen in einem Großbetrieb in Acs, 95 Kilometer westlich von Budapest, an, wie das ungarische Lebensmittelkontrollamt Nebih am Montag mitteilte. Bei den erkrankten Tieren sei der Virus vom Typ H5N8 festgestellt worden, hieß es weiter. Das Landesveterinäramt verhängte darüber hinaus eine landesweite Stallpflicht für alle Geflügelarten.

3. Januar 2020: Vogelgrippe in Polen / Zehntausende Puten und Hühner gekeult

Nach mehreren Ausbrüchen der Vogelgrippe sind in Polen Zehntausende von Puten und Hühnern getötet worden.

In der ostpolnischen Woiwodschaft Lublin wurde das Virus H5N8 laut Nachrichtenagentur Polska Agencja Prasowa (PAP) am Freitag (3. Januar) in einem Betrieb mit 13.000 Perlhühnern festgestellt. Zuvor war der Erreger in der gleichen Region bereits bei drei Putenmast-Betrieben aufgetreten. Insgesamt seien bereits mehr als 40.000 Tiere getötet worden. Angaben des Leiters des Staatlichen Veterinärmedizinischen Instituts handelt es sich um die hochpathogene Form des Erregers.

Ein weiterer Ausbruch wurde am 3. Januar in der Woiwodschaft Großpolen im Westen des Landes gemeldet. Dort wurde das Virus H5N8 in einem Betrieb mit 65.000 Legehennen entdeckt. Die Tiere sollen ebenfalls getötet werden. Die Amtsveterinäre wollen in der Region 31 weitere Geflügelfarmen untersuchen.

«Dies ist ein Zeichen, dass man auch in Zeiten der Schweinepest andere Seuchen nicht vernachlässigen sollte», sagte die Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Elke Reinking, der Deutschen Presse-Agentur.

In Deutschland gebe es aktuell keinen nachgewiesenen Fall der Vogelgrippe H5N8 – weder bei Wildvögeln noch in Betrieben. Derzeit gebe es auch keine Anzeichen für einen großen Ausbruch, die Bevölkerung solle aber wachsam sein. «Wenn an einem Ort gleich mehrere tote Wasservögel liegen, sollte die Veterinärbehörde informiert werden», mahnten Reinking.

2019: Vogelgrippe in Deutschland

Laut FLI gab es in Deutschland in 2019 keine nachgewiesenen Fälle der hochpathogenen Variante H5N6 - weder bei Wildgefügel noch in Geflügelhaltungen.
Im Januar 2019 wurde HPAI H5N6 bei zwei Greifvögeln in Dänemark nachgewiesen.

Die letzten HPAI H5N8 Ausbrüche vor dem 30.12.2019 ereigneten sich im März und April 2019 in fünf Geflügelhaltungen in Bulgarien. Auch Polen meldete zwischen Dezember 2019 und dem 15. Januar 2020 insgesamt 12 Ausbrüche mit HPAI H5N8. Dort waren unter anderem fünf große Puten- und eine Perlhunhaltung im Osten des Landes betroffen. Die Betriebe standen miteinander in Kontakt. 

Vogelgrippe 2018 in Deutschland: Mehrere Fälle bei Wildvögeln

Bayern meldete Anfang Januar 2018 einen Fall von HPAI (hochpathogene aviäre Influenzavirus) H5N6 bei einem Wildvogel. Insgesamt gab es in den Wochen und Monaten davor gelegentlich Nachweise von HPAI H5Nx bei Wildvögeln. Auch H5N6-Viren wurden gefunden, unter anderem in der Schweiz.

Am 21. März trat dann in Schleswig-Holstein auf einer Hallig ein Fall von HPAI H5N6 in einer kleinen Geflügelhaltung auf. Die betroffene Kleinhaltung bestand aus rund 70 Tieren mit Hühnern, Puten, Enten und Gänsen. In Deutschland ist dies der erste Fall durch HPAI H5N6 bei Hausgeflügel.

Das FLI schätzte die Risikolage nach wie vor hoch ein, vor allem aufgrund einer Reihe von H5N6-Nachweisen bei Wildvögeln und in Hausgeflügel insbesondere in Nordeuropa. England, Niederlande, Schweden, Bulgarien, Dänemark und Irland meldeten Fälle.