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Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Stand 15. Mai 2020

Vogelgrippe: Neue Fälle im Überblick

Puten im Stall
am Freitag, 15.05.2020 - 09:20

Ausbrüche der Vogelgrippe in Polen, Dänemark und Deutschland. Im Landkreis Börde gibt es nach einem Ausbruch vor sieben Wochen jetzt Entwarnung. Wir fassen die neuesten Fällen der Geflügelpest für Sie zusammen.

15. Mai 2020: Geflügelpest im Landkreis Börde gilt als erloschen

Rund sieben Wochen nach Bekanntwerden eines Falles von Geflügelpest in einer Putenmastanlage im Landkreis Börde ist die Gefahr der Verbreitung gebannt. Das Sperr- und Beobachtungsgebiet rund um Wieglitz in der Gemeinde Bülstringen sei am Donnerstag aufgehoben worden, teilte der Landkreis in Haldensleben mit. Am 27. März sei der klinische Verdacht auf die Geflügelpest amtlich festgestellt worden. Es wurde der Erreger H5N8 festgestellt. Rund 19 000 Mastputen sowie ein Kontaktbestand mit 13 000 Jungputen seien getötet worden.

29. April 2020: Rund 3,5 Mio. gekeulte Tiere in Ungarn

Die Vogelgrippe breitet sich immer weiter aus. Nun hat es 226 Betrieben in Ungarn erwischt. In den südlichen Bezirken Bacs-Kiskun und Csongrad mussten 3,5 Millionen Tieren gekeult werden, sagte der leitende Veterinärbeamte Lajos Bognar am Montag.

In Gebieten, in denen die Betriebe zu nah beieinander lagen, mussten 870.000 Geflügel gekeult werden, um den Bestand zu verdünnen und die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

31. März 2020: Vogelgrippe bei 20.000 Puten nachgewiesen

In der Gemeinde Bülstringen im Landkreis Börde ist am vergangenen Sonntag eine Putenzucht mit 20.000 Tieren positiv auf die hochpathogene Aviäre Influenza des Subtyps H5N8 getestet worden.

Das bestätigte das Nationale Referenzlabor des Friedlich-Löfler-Instituts (FLI) auf agrarheute-Anfrage. Die Behörden versuchen eine Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern.

Ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von zehn Kilometern wurden eingerichtet. Geflügelhalter im Umkreis sollen jeden Verdacht auf eine Erkrankung sofort dem Veterinäramt melden.

23. März 2020: 10.000 gekeulte Puten im Landkreis Aurich

Am 20. März meldeten die zuständigen Behörden in Niedersachsen einen Fall von hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI, „Geflügelpest“). Nach der Diagnose HPAI H5N8 mussten deshalb rund 100.000 Puten in einem Geflügelbestand im Landkreis Aurich gekeult werden.

16. März 2020: Vogelgrippe in Sachsen

In einer Hobby-Geflügelhaltung mit Hühnern und Enten im Bad Lausicker Ortsteil Wüstungsstein ist die hochpathogene Vogelgrippe (H5N8) ausgebrochen. Der Bestand wurde gesperrt und die Tötung des gesamtes Bestandes angeordnet.

Im Weiteren erfolgt die Festlegung von Restriktionszonen. Im Sperrgebiet (3 km Radius um den Bestand) gelten besondere Schutzmaßnahmen für Geflügelhaltungsbetriebe. Das zuständige Veterinäramt führt weitere Untersuchungen zur Ausbruchsursache durch.

11. Februar 2020: Zweiter Fall von Vogelgrippe in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wurde der bundesweit zweite Fall von Vogelgrippe in einer Hobbyhaltung nachgewiesen. Wasservögel werden als Überträger des Virus vermutet. Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit sind etwa 70 Tiere in einer Hobbyhaltung betroffen, die daraufhin getötet werden mussten.

31. Januar 2020: Vogelgrippe in Polen/ Bereits achter Fall

Die Aviäre Influenza des Typs H5N8 zieht in Polen immer weitere Kreise. Die zuständige Veterinärbehörde bestätigte gestern den achten Ausbruch in der Wojewodschaft Großpolen. Dabei handelt es sich um einen Betrieb mit insgesamt 36.000 Hühnern. Im Rahmen der vorgeschriebenen Seuchenschutzmaßnahmen seien die üblichen Gefahrenzonen in 3 km und 7 km um das Unternehmen ausgewiesen worden. Zudem werde der Bestand umgehend gekeult, teilte die Behörde mit.

Zu Wochenbeginn hatte ein Seuchenfall in der Wojewodschaft Ermland-Masuren für Aufsehen gesorgt. Von dem ersten Fall in der Region seit drei Jahren waren knapp 23.500 Puten betroffen. Obwohl die Geflügelpest in den letzten Wochen in ganz unterschiedlichen Landesteilen aufgetreten ist, konzentrierte sich das Seuchengeschehen in Großpolen. Dort war am 31. Dezember letzten Jahres nahezu zeitgleich mit einem Ausbruch in Lublin auch der erste aktuelle Fall in einem Hühnerbetrieb mit 65.000 Tieren bestätigt worden.

31. Januar 2020: Vogelgrippe in Dänemark/ 48.000 Legehennen gekeult

Vor zwei Tagen wurde in einem Legehennenbetrieb in Dänemark die Aviäre Influenza des Typs H5N8 nachgewiesen. Etwa 48.000 Tiere müssen gekeult werden.

20. Januar 2020: Vogelgrippe bei Wildvogel in Brandenburg nachgewiesen

Die zuständigen Behörden in Brandenburg haben bei einer Blessgans im Kreis Spree-Neiße nahe der polnischen Grenze den H5N8-Vogelgrippevirus nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesinstitut für Tiergesundheit, hat den Fall bestätigt.

In Deutschland handelt es sich aktuell um einen Einzelfall. Hausgeflügel ist nicht betroffen. Die zuständigen Behörden in Brandenburg haben bereits reagiert und das Wildvogelmonitoring mit Schwerpunkt auf Wassergeflügel verstärkt sowie die Geflügelhalter zur konsequenten Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen aufgerufen.

20. Januar 2020: Vogelgrippe in Tschechien ausgebrochen

Nun hat es auch Tschechien erwischt. Die hochansteckende Vogelgrippe ist in einem Kleinzuchtbetrieb in der Stadt Stepanov nad Svratkou, rund 150 Kilometer östlich von Prag, aufgetreten, teilte die staatliche Veterinärbehörde mit. 

Das Virus sei wahrscheinlich durch freilebende Wasservögel eingeschleppt worden. Sechs Hühner seien der Krankheit zum Opfer gefallen. Der Rest des kleinen Bestandes werde nun getötet. Um den Seuchenherd wurde eine drei Kilometer große Schutzzone eingerichtet. 

15. Januar 2020: Vogelgrippe auch in Rumänien

Nach der Slowakei meldet auch Rumänien einen Vogelgrippe-Ausbruch. Mehrere Tausend Hühner auf einer Farm im Nordwesten des Landes bei Baia Mare sollten am Mittwoch gekeult werden, teilten die Behörden mit. Die Tiere in der Farm Seini, rund 40 Kilometer von der ungarisch-rumänischen Grenze entfernt, seien mit dem Virus H5N8 infiziert.

14. Januar 2020: Vogelgrippe in der Slowakei ausgebrochen

Nach Polen und Ungarn ist die Vogelgrippe nun auch in der Slowakei ausgebrochen. Es ist der erste Vogelgrippe-Ausbruch in der Slowakei seit fast drei Jahren, teilte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mit.

Das Virus sei bei drei Hühnern auf einem Hof nahe der Stadt Nitra diagnostiziert worden, berichtete die OIE unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium in Bratislava. Alle Tiere in dem Stall seien getötet worden.

13. Januar 2020: Vogelgrippe in Ungarn

Auf einer Geflügelfarm im Westen Ungarns ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Die Behörden ordneten die Keulung von 53.500 Truthähnen in einem Großbetrieb in Acs, 95 Kilometer westlich von Budapest, an, wie das ungarische Lebensmittelkontrollamt Nebih am Montag mitteilte. Bei den erkrankten Tieren sei der Virus vom Typ H5N8 festgestellt worden, hieß es weiter. Das Landesveterinäramt verhängte darüber hinaus eine landesweite Stallpflicht für alle Geflügelarten.

3. Januar 2020: Vogelgrippe in Polen / Zehntausende Puten und Hühner gekeult

Nach mehreren Ausbrüchen der Vogelgrippe sind in Polen Zehntausende von Puten und Hühnern getötet worden.

In der ostpolnischen Woiwodschaft Lublin wurde das Virus H5N8 laut Nachrichtenagentur Polska Agencja Prasowa (PAP) am Freitag (3. Januar) in einem Betrieb mit 13.000 Perlhühnern festgestellt. Zuvor war der Erreger in der gleichen Region bereits bei drei Putenmast-Betrieben aufgetreten. Insgesamt seien bereits mehr als 40.000 Tiere getötet worden. Angaben des Leiters des Staatlichen Veterinärmedizinischen Instituts handelt es sich um die hochpathogene Form des Erregers.

Ein weiterer Ausbruch wurde am 3. Januar in der Woiwodschaft Großpolen im Westen des Landes gemeldet. Dort wurde das Virus H5N8 in einem Betrieb mit 65.000 Legehennen entdeckt. Die Tiere sollen ebenfalls getötet werden. Die Amtsveterinäre wollen in der Region 31 weitere Geflügelfarmen untersuchen.

«Dies ist ein Zeichen, dass man auch in Zeiten der Schweinepest andere Seuchen nicht vernachlässigen sollte», sagte die Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), Elke Reinking, der Deutschen Presse-Agentur.

In Deutschland gebe es aktuell keinen nachgewiesenen Fall der Vogelgrippe H5N8 – weder bei Wildvögeln noch in Betrieben. Derzeit gebe es auch keine Anzeichen für einen großen Ausbruch, die Bevölkerung solle aber wachsam sein. «Wenn an einem Ort gleich mehrere tote Wasservögel liegen, sollte die Veterinärbehörde informiert werden», mahnten Reinking.

12. Dezember 2019: UK meldet Vogelgrippe

27.000 Tiere wurden in der Grafschaft Suffolk nordöstlich von London gekeult. Bei den Hühnern sei in einer Broiler-Zuchtfarm ein niedrig-pathogenes H5-Influenzavirus nachgewiesen worden, wie das britische Landwirtschaftsministerium in London mitteilte.

11. Juli 2019: In Belgien müssen wahrscheinlich Bestände geräumt werden

In Belgien sind neue Fälle der Vogelgrippe (Aviäre Influenza - AI) des Typs H3N1 aufgetreten. Über 80 Betriebe sind inzwischen betroffen. Jetzt soll für diese Betriebe die Keulung der Bestände angeordnet werden. Die Entscheidung fällt in den kommenden Tagen.

Würde die Keulung angeordnet, so würden nur die lebenden Tiere entschädigt. Auch Betriebe, die bereits freiwillig gekeult haben, würden keine Entschädigung erhalten.

Stand 8. Mai 2019: Vogelgrippe breitet sich in Belgien rasant aus

26 Geflügelbetriebe in Belgien sind von der Vogelgrippe betroffen. Obwohl es sich um die niedrig pathogene Variante H3N1 handelt, breitet sich die Krankheit schnell aus und die Sterblichkeitsrate bei Legehennen ist mit 60 Prozent sehr hoch.

Die Geflügelpest trifft derzeit vor allem Betriebe in Westflandern nahe der Stadt Tielt und geht mit einem gravierenden Produktionsrückgang einher. Mehr als die Hälfte der infizierten Tiere verendet aufgrund des Virus.

Da es sich um eine niedrig ansteckende Variante handelt, besteht keine Pflicht, die Herden zu keulen. Auf der anderen Seite werden allerdings auch keine Entschädigungen an die Geflügelhalter gezahlt. Die Folgen sind daher ein reines Geschäftsrisiko. 

Mit Material von Nieuwe Oogst

5. September 2018: Geflügelpest bei einer Stockente in den Niederlanden

In den Niederlanden wurde bei einer Stockente in der Provinz Nordholland die Geflügelpest nachgewiesen. Das teilte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) mit. Nachgewiesen wurde das hoch ansteckende Virus vom Typ H5N6. Ein Virus diesen Typs war auch für den Fall in Mecklenburg- Vorpommern verantwortlich, der am vergangenen Wochenende bestätigt worden war.

3. September 2018: Erster Fall von Geflügelpest im Herbst 2018 in Deutschland

In Deutschland ist im Herbst 2018 erstmals wieder das Geflügelpest-Virus in einer privaten Geflügelhaltung aufgetreten. Am vergangenen Freitag (31.08.2018) wurde bei einer Ente in einer privaten Geflügelhaltung in Wismar, Landkreis Nordwestmecklenburg, das hochpathogene aviäre Influenza A-Virus des Subtyps H5 nachgewiesen. Der Hobbyhalter hatte das Veterinäramt informiert, dass eine seiner Enten verendet war. Anschließend starben 10 weitere Tiere. Die Geflügelpest-Befund wurde vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Alle 100 Enten und 30 Hühner des kleinen Betriebs wurden getötet. 

24. Juli 2018: Tote Eiderente in Dänemark war mit Geflügelgrippe infiziert

Die Anfang Juli auf der dänischen Insel Vejrø tot aufgefundene Eiderente war an der Geflügelpest erkrankt. Nach Informationen der Weltorganisation für Tiergesundheit (OEI) konnte der hochansteckende Erreger der Aviären Influenza vom Typ H5N6 nachgewiesen werden. 

Der Erreger H5N6 wurde erst vor drei Monaten zum ersten Mal in Dänemark gefunden.

13. Juli 2018: Neue Fälle der Vogelgrippe in Frankreich

In Frankreich ist ein niedrig pathogenes Virus der aviären Influenza vom Typ H7N7 nachgewiesen worden. Der betroffene Betrieb hält Enten und befindet sich nördlich von Paris.

Das Virus wurde bei Untersuchungen im Rahmen des nationalen Überwachungsprogramm festgestellt. Daraufhin wurden die 10.000 Tiere isoliert und weiter untersucht. 

Seit dem 5. Juli konnten keine Virusausscheidungen mehr nachgewiesen werden. Sobald die Tiere dieser Zuchtcharge den Betrieb verlassen, wird dieser gereinigt und desinfiziert. 

23. Mai 2018: Vogelgrippe im Süden Schwedens

In Schweden wurde nordöstlich von Malmö in einem Betrieb zur Aufzucht von Fasanen die Vogelgrippe nachgewiesen. Die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) bestätigte, dass es sich um ein niedrig pathogenes Virus der aviären Influenza vom Typ H5 handelt. 8.600 Tiere des Bestands mussten getötet werden, um eine weitere Verbreitung des Erregers zu vermeiden.

Die Tiere zeigten noch keine Krankheitsanzeichen. Sie wurden im Rahmen des schwedischen Überwachungsprogramms auf Geflügelpest untersucht und positiv getestet.