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Geflügelpest

Vogelgrippe: Neue H5-Fälle in NRW und Baden-Württemberg bestätigt

Wildente
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Julia Eder, agrarheute
am
27.12.2016

Bei mehreren Wildvögeln in Baden-Württemberg sowie einem Putenmastbetrieb in NRW wurden heute Typen des H5-Virus festgestellt.

Wie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz von Baden-Württemberg am Dienstag (27. Dezember) mitteilt, wurde in Ulm bei einem Schwan am Wochenende das Vogelgrippevirus H5N8 festgestellt.

Bei einer erlegten Stockente in Muggensturm (Landkreis Rastatt) wurde ebenfalls ein hochpathogenes Vogelgrippevirus des Typs H5 nachgewiesen. Allerdings handelt es sich nicht um H5N8, sondern um einen anderen Subtyp des Virus. Bezüglich der weiteren Abklärung dieses Falles befindet sich das Ministerium in enger Abstimmung mit dem Friedrich-Loeffler-Institut. Sobald ein Befund vorliegt, wird dieser mitgeteilt.

Auch im Landkreis Emmendingen (Rheinhausen) wurde ein Bussard positiv auf Geflügelpest getestet.

Vogelgrippe beschränkt sich in Baden-Württemberg auf Wildvögel

Durch die landesweit angeordnete Stallpflicht für Nutzgeflügel und die auferlegten Biosicherheitsmaßnahmen für Geflügelhalter sind die erforderlichen Schutzmaßnahmen vor Ort bereits getroffen worden. Das Ministerium weist aufgrund des nach wie vor akuten Geschehens im Land und der vermehrten Ausbrüche in Nutzgeflügelbeständen im Norden Deutschlands auf die Notwendigkeit der strikten Einhaltung der Stallpflicht und der sonstigen Maßnahmen zur Biosicherheit hin.

Nach wie vor beschränkt sich die Vogelgrippe im Land nur auf Wildvögel. Nutzgeflügel ist bislang nicht betroffen. In Baden-Württemberg wurde bisher bei 299 Wildvögeln das hochpathogene Geflügelpestvirus bestätigt. Betroffen sind die Landkreise Bodenseekreis, Konstanz, Ravensburg, Emmendingen, Sigmaringen und nun Ulm und Rastatt.

H5N8 bei Putenmastbetrieb in Kleve bestätigt

In einem Putenmastbetrieb in Rees im Kreis Kleve am 27.12. die Vogelgrippe mit dem hochpathogenen Virus vom Typ H5N8 amtlich festgestellt worden. Die Tötung der rund 16.000 Tiere hat bereits begonnen und wird voraussichtlich bis heute Abend andauern. Im Umkreis von drei Kilometern wurde ein Sperrbezirk errichtet. Das Beobachtungsgebiet hat einen Radius von 10 Kilometern. Die Landstraße 7 ist im Bereich Rees gesperrt.

Mit Material von MLR Baden-Württemberg/AHO
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