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Geflügel

Weniger Hähnchen geschlachtet, mehr Fleisch produziert

von , am
05.02.2013

Bonn - 2012 wurden zwar weniger Hähnchen geschlachtet als im Vorjahr - die erzeugte Fleischmenge ist aber gestiegen. Denn Hähnchen wogen 2011 im Schnitt 1,40 Kilogramm, 2012 jedoch 1,45 Kilogramm.

Die Geflügelbranche setzt auf Verbraucherdialog und startet deswegen jetzt einen Blog. © Mühlhausen/landpixel
Die Hähnchenschlachtungen in Deutschland fielen zum Jahresende 2012 hinter die Vorjahreslinie zurück. Wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im ersten Halbjahr noch um gut vier Prozent (%) mehr Hähnchenfleisch erzeugt als in den ersten sechs Monaten 2011, waren es in der zweiten Jahreshälfte etwa zwei Prozent weniger als 2011. Insbesondere im Dezember wurde das Vorjahresergebnis deutlich (minus 13 %) verfehlt.
 
Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 863.000 Tonnen (t) Hähnchenfleisch erzeugt, das war ein Plus von einem Prozent gegenüber der Schlachtmenge von 2011.
 
Der Fokus liegt dabei weiterhin auf der Erzeugung von frischen Teilstücken. Rund 81 % der erzeugten Ware verließ die Schlachterei in zerlegter Form, das waren drei Prozentpunkte mehr als 2011.

Hähnchen werden schwerer

Die Anzahl der geschlachteten Hähnchen verfehlte im Jahr 2012 um gut zwei Prozent das entsprechende Vorjahresergebnis. Laut Statistischem Bundesamt gelangten 595,9 Millionen Hähnchen zur Schlachtung. Daraus errechnete die MEG (Marktinfo Eier & Geflügel), dass die Hähnchen im Schnitt des Jahres 2012 rund 1,45 Kilogramm (kg) Schlachtgewicht auf die Waage brachten. Im Vorjahreszeitraum waren es erst 1,40 kg.

Verbraucher wollen zerteilte Ware

So setzte sich der seit Jahren zu beobachtende Trend zu schwereren Tieren fort, was sich auch in der steigenden Teileproduktion widerspiegelt. Damit reagiert die Hähnchenwirtschaft auf Verbraucherwünsche, denn die Haushalte kaufen bevorzugt zerteilte Ware. Nach MEG- Auswertungen des Haushaltspanels der Gesellschaft für Konsumforschung entfielen 2012 knapp 58 % aller Hähnchenkäufe auf frische Teilstücke.
 
Gefrorene Hähnchenteile brachten es zudem auf 28 % der gekauften Hähnchen- fleischmenge. Der Anteil der Haushaltskäufe von Geflügelfleisch (ohne Wurstwaren und höhergradigen Convenienceprodukte) beläuft sich nach Eischätzung der MEG auf knapp die Hälfte der insgesamt in Deutschland verbrauchten Menge.
Über die Entwicklung an den Eier- und Geflügelmärkten berichtet die MEG kontinuierlich in Ihren Diensten. Infos zum kostenlosen Probeabo unter www.marktinfo-eier-gefluegel.de.
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