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Geflügel

Weniger Hähnchenfleischexporte nach Deutschland

von , am
08.12.2011

Brüssel - Der niederländische Geflügelfleischsektor wird laut ABN Amro in den kommenden Jahren in Deutschland - auch hier der wichtigste Exportmarkt - an Terrain verlieren, weil das dortige Produktionswachstum höher ausfallen werde als in den Niederlanden und gleichzeitig die Nachfrage sinke.

Das Angebot an Hähnchenschenkeln idt derzeit groß. © Birgit Reitz-Hofmann/fotolia.de
Somit werde der deutsche Selbstversorgungsgrad steigen. Um die heimische Erzeugung trotzdem auf dem derzeitigen Niveau zumindest halten zu können, müsse der niederländische Sektor andere Absatzmärkte wie China, Mexiko und Saudi-Arabien suchen. Dort sei eine steigende Nachfrage und somit ein wachsender Importbedarf zu erwarten. Voraussetzung für den Erfolg auf diesen Märkten seien vor allem konkurrenzfähige Exportpreise.
 
Ein EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Ländern, dessen Abschluss in den kommenden Jahren nicht unwahrscheinlich sei, könne allerdings Nachteile bringen: Dann dürfte niedrigpreisige Importware vor allem aus Brasilien auf den heimischen Markt drängen und für Preisdruck sorgen.

Beschränkung für Antibiotika

Die Bank empfiehlt den Mastgeflügelhaltern sich starken Verarbeitungsunternehmen mit guten Kontakten zum Lebensmitteleinzelhandel anzuschließen, um den eigenen Absatz zu stabilisieren. Die in den Niederlanden geplante Einschränkung des Antibiotikaeinsatzes werde darüber hinaus höhere Anforderungen als bisher an den Informationsaustausch zwischen Urproduktion und Verarbeitung stellen.
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