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Fleischbranche

Westfleisch macht 4 Millionen Euro Miese

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Katharina Krenn, agrarheute
am
31.03.2016

Der Schlachtkonzern Westfleisch hat trotz eines Umsatzrekords in 2015 4,1 Millionen Euro Verlust gemacht. Sowohl den Fleischabsatz als auch die Schlachtmenge konnte die Unternehmens-Gruppe steigern.

Der Konzernumsatz der Westfleisch-Gruppe sank um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 2,42 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging im Vergleich zum Vorjahr um gut ein Drittel (21,9 Mio.) auf 39,5 Millionen Euro zurück, meldet das Unternehmen. Insgesamt verzeichnet der Konzern ein Minus von 4,1 Millionen Euro in 2015.

Als Ursachen gibt Westfleisch "die deutlichen Margenrückgänge, insbesondere im Schweinefleischgeschäft, zum anderen externe Faktoren wie steigende Kosten durch den gesetzlichen Mindestlohn und das Russland-Embargo" an.

Absatzrekorde bei Veredelung und Export

Der Fleischabsatz der Westfleisch-Gruppe konnte trotz des schwierigen Umfeldes mit gut 980.000 Tonnen um 3 Prozent gesteigert werden, so das Unternehmen, . Insbesondere im Bereich der Veredelung verzeichnet Westfleisch eine gute Ergebnisentwicklung. Hier konnten neue Absatzrekorde bei SB und Convenience (+5,4 %) sowie Wurstwaren (+11,2 %) erzielt werden.

Hinzu komme eine verbesserte Durchdringung der Exportmärkte in Europa und insbesondere in China, wo die Absatztonnage um über 80 % auf rund 70.000 Tonnen stieg.

Schlachtzahlen um gut 2 Prozent gestiegen

Westfleisch legte außerdem bei den Schlachtzahlen überproportional zu. So stieg die Zahl der geschlachteten Schweine auf 7,69 Mio. Stück (+ 2,3 %) und bei Großvieh auf 357.800 Stück (+ 7,0 %). Das Plus bei Kälber-Schlachtungen beträgt 9,8 %.

 

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