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Geflügel

Wiederzulassung des Geflügelhandels verzögert sich

von , am
11.08.2010

Moskau - Trotz der getroffenen Vereinbarungen weigert sich Moskau, Hühnerfleisch-Lieferungen aus den USA wieder zuzulassen.

© agrar-portal.com

Der Föderale Aufsichtsdienst für die Tier- und Pflanzengesundheit Russlands hat neue Begutachtungen von US-Betrieben beantragt, berichtet die Moskauer Wirtschaftszeitung "Vedomosti " unter Berufung auf amerikanische Quellen. Letzteren zufolge habe Amerikanischer Landwirtschaftsminister Tom Vilsack die russische Vorgehensweise als unangebracht bezeichnet. Notfalls wolle Vilsack Präsident Barack Obama bitten einzugreifen.

Die USA waren in den zurückliegenden Jahren der bedeutendste Lieferant von Geflügelfleisch nach Russland. Die Einfuhren sind aber praktisch seit Anfang 2010 blockiert, als Moskau ein sowohl für inländische als auch für importierte Ware geltendes Verbot der Desinfektion in Chlorbädern verhängte.

Immer noch keine Zulassung

Eine grundsätzliche Vereinbarung zur Wiederaufnahme des Handels mit US-Betrieben, die keine in Russland verbotenen Desinfektionsverfahren einsetzen, wurde Ende Juni getroffen. Einen Monat später legte die US-Seite ein Verzeichnis derartiger Exporteure vor. Danach erklärte der stellvertretende Leiter des russischen Aufsichtsdienstes und Hauptveterinärinspekteur, Nikolai Wlassow, vor Journalisten in Moskau, der Zulassung stünden noch einige technische Fragen im Wege. (aiz)

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