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Wolfsangriff

Wolf reißt 40 Schafe trotz Elektrozaun

Matthias Häckl/Katharina Krenn
am
24.02.2016

44 Tiere gehen bisher auf das Konto eines oder mehrerer Wölfe in der sächsischen Lausitz. Trotz vorschriftsmäßigem Zaun konnten die Räuber in die Herde am Rande eines Naturschutzgebiets eindringen.

In der Nacht von Sonntag auf Montag, den 22. Februar, haben Wölfe eine Schafsherde, die in der Königsbrücker Heide zur Heidepflege eingesetzt wird, angegriffen. Trotz vorschriftsmäßigem und stromführendem Schutz hätten die grauen Räuber das Hindernis überwunden, sagt Sachsenforst-Sprecherin Cornelia Schlegel gegenüber jagderleben.

Die aktuelle Schadensbilanz:

42 getötete Tiere (40 Schafe und zwei Ziegen) und drei verletzte Schafe werden derzeit verzeichnet. 45 Schafe wurden wieder eingefangen, 30 suche die NSG-Wacht noch, so Schlegel. Man habe lediglich zwei tote Schafe in der Einzäunung gefunden, während die restlichen Kadaver etwa 500 bis 600 Meter außerhalb der Koppel lagen. Weiter erklärte sie, dass es aufgrund der Rissspuren keine Zweifel zum Täter gebe.

Hintergrund: Der Wolf in Sachsen

Seit dem Erstnachweis des Rudels im Jahr 2011 sei dies der erste Übergriff dieser Art. Insgesamt wurden in Sachsen im letzten abgeschlossenen Monitoringjahr 2014/2015 zehn Wolfsrudel und ein territorialer Wolf nachgewiesen.

Neun Wolfsterritorien liegen ganz im Freistaat Sachsen. Darüber hinaus sind zwei Territorien grenzübergreifend: eines zu Brandenburg (SP) und ein weiteres zur Tschechischen Republik (HW).

 

Wolfsichtungen: Der Wolf tappt in die Fotofalle

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