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Worauf man bei der PRRS-Impfung achten sollte

Worauf man bei der PRRS-Impfung achten sollte
am
01.08.2019

Ist es möglich, PRRS-Erreger im Betrieb zu beherrschen?

Worauf man bei der PRRS-Impfung achten sollte

PRRS-Erkrankungen gehören weltweit zu den wirtschaftlich bedeutendsten Krankheiten in der Schweineproduktion. Man sollte beim Stichwort PRRS (Porcines Reproduktives und Respiratorisches Syndrom) nicht nur an die offensichtlichen Symptome wie Reproduktions- und Atemwegserkrankungen denken, sondern auch beachten, dass PRRS-Viren in die Abwehrzellen des Schweines eindringen und diese dann zerstören. Diese primäre Schädigung des Immunsystems durch PRRS-Viren stellt eine der Hauptursachen für nachfolgende bakterielle Sekundärerkrankungen dar. Ein zielgerichteter PRRSV-Schutz ist somit in mehrfacher Hinsicht von größter Bedeutung. Folgende Überlegungen sollten neben der Impffähigkeit der Tiere dabei eine Rolle spielen:

  1. Auftreten der Infektion und klinische Erkrankung: MM-05170 Der Zeitpunkt der Infektion spielt eine große Rolle, da mögliche Impfmaßnahmen mindestens 3 Wochen vorher abgeschlossen sein sollten. Denn nur dann haben die Tiere genügend Zeit, einen Schutz zu entwickeln. Um also -z.B. bei Ferkeln- einen frühen Schutz aufzubauen, sollte auch möglichst früh geimpft werden. Mit regelmäßiger Diagnostik sollte die Infektionsdynamik im Betrieb überwacht werden.
     
  2. Auswahl der zu impfenden Tiere: Je nach Infektionsgeschehen und Betriebssituation kann eine Impfung der Sauenherde, der Ferkel oder sowohl Sauen als auch Ferkel erforderlich sein.
     
  3. Passfähigkeit zu anderen notwendigen Impfungen: Der zeitliche Abstand zu anderen Impfmaßnahmen sollte immer möglichst groß gewählt werden, so dass die Tiere auf jede Impfung gut reagieren können.
     
  4. Passfähigkeit der Impfmaßnahme in den Betriebsablauf:

Um einerseits die Tiere keinem unnötigen Streß auszusetzen und andererseits einen möglichst reibungslosen und effizienten Betriebsablauf zu gewährleisten, sollte überprüft werden, ob sich Impfmaßnahmen mit anderen Arbeiten (z.B. zootechnischen Maßnahmen beim Ferkel) tierschonend kombinieren lassen. Jeder Betrieb verlangt nach einem ganz individuellem Impfprogramm, welches der betreuende Tierarzt betriebsspezifisch erarbeitet.

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