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Geflügel

ZDG: KAT schürt Debatte um Kleingruppenhaltung

von , am
11.03.2011

Berlin - Harte Vorwürfe der ZDG: Die KAT versuche, die Diskussion über Kleingruppenhaltung mit falschen Zahlen zu beeinflussen.

Auch wer Junghennen aufzieht, soll nach dem Willen des Bundesrats künftig unter die Marktüberwachung fallen. © Mühlhausen/landpixel
"Mit dem durch das Statistische Bundesamt ermittelten Anteil von 18,2 Prozent an den in Deutschland zugelassenen Haltungsformen für Legehennen nimmt die Kleingruppenhaltung einen beachtlichen Stellenwert in der Legehennenhaltung ein. Der unqualifizierte Versuch von KAT Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V., diesen Wert durch angeblich eigene Ermittlungen in Frage zu stellen, ist eine Anmaßung gegenüber dem Statistischen Bundesamt und entbehrt darüber hinaus auch jeder Grundlage," zeigt sich Dr. Thomas Janning, Geschäftsführer des ZDG Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft sowie des BDEBundesverband Deutsches Ei verärgert.

KAT zweifelt offizielle Daten an

In einer Pressemitteilung der EPEGA European Poultry and Game Association hatte KAT in einer Anmerkung formuliert, dass die vom Statistischen Bundesamt erhobenen Daten nicht korrekt seien. Der ausgewiesene Anteil der Kleingruppenhaltung inklusive ausgestaltetem Käfig erscheine viel zu hoch und belaufe sich nach KAT-Informationen auf lediglich acht Prozent. Über die Art und Weise der Datenermittlung gibt KAT keine Auskunft.

ZDG und BDE für Fortsetzung dieser 'tiergerechten Haltungsform'

"Neben der Tatsache, dass das Statistische Bundesamt seine Daten regelmäßig sorgfältig erhebt und vor Veröffentlichung prüft, decken sich auch unsere im Mitgliederkreis ermittelten Werte mit denen des Statistischen Bundesamtes," so Dr. Janning. Dass KAT nun in dem derzeit laufenden politischen Meinungsbildungsprozess zur Kleingruppenhaltung solche Nebelkerzen setze, sei unerträglich. "Es ist schlicht und ergreifend nicht wegzudiskutieren, dass deutsche Legehennenhalter gerade in kleinen bäuerlichen Betrieben in diese moderne und tiergerechte Haltungsform investiert haben", kommentiert der Geschäftsführer des ZDG und BDE.
So sei der Anteil der Kleingruppenhaltung nahezu gleich groß wie der Anteil von Freilandhaltung und ökologischer Erzeugung zusammen. ZDG und BDE appellieren nachdrücklich an die Politik, diesen Sachverhalt nennenswerter Marktrelevanz der Kleingruppenhaltung zu beachten und die Fortführung dieser modernen und tiergerechten Haltungsform sicher zu stellen. 
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