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Ratgeber

Zecken-Alarm: So können Sie sich schützen

Zecken sind gefährlich
am
01.05.2019

Der Frühling steht vor der Tür - und damit auch die Zecken. Die Parasiten können eine Vielzahl von gefährlichen Infektionskrankheiten übertragen. Darum heißt es wachsam sein. So schützen Sie sich vor Zeckenstichen.

Zecken sind gefährlich: Sie können Krankheiten wie die Borreliose oder die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen. Gegen beide Infektionskrankheiten ist die Medizin jedoch nur bedingt gerüstet: Bei der FSME helfen keine Medikamente, wenn die Krankheit erst einmal ausgebrochen ist. Es gibt aber eine FSME-Impfung. 

Die Borreliose kann dagegen mit Antibiotika behandelt werden. Einen Impfstoff gibt es bisher jedoch nicht. Wer vorbeugen möchte, sollte Zeckenstiche daher so gut es geht vermeiden. Da sich Zecken am liebsten im hohen Gras oder Unterholz aufhalten, ist die Vorsorge besonders für Land- und Forstwirte ratsam.

Wie kann ich mich vor Zecken schützen?

  • Helle Kleidung tragen: So lassen sich Zecken besser erkennen.
  • Geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und Hosen tragen.
  • Die Socken über die Hosenbeine ziehen. Auch Gummistiefel sind ein guter Schutz.
  • Verwenden Sie insektenabweisende Mittel.
  • Bei Arbeiten auf dem Feld oder im Wald: Zeckenzange mitnehmen.
  • Umgehend nach einem Waldbesuch oder der Grasernte den ganzen Körper auf Zecken kontrollieren.

Zeckenstich trotz Zeckenschutz – was soll ich jetzt tun?

Manchmal lässt sich ein Zeckenstich jedoch nicht vermeiden. Neben den oben genannten Maßnahmen gehört auch eine FSME-Impfung zu den möglichen Vorbeugungsmethoden. Sie kann dabei helfen, das Risiko einer FSME-Erkrankung zu vermindern. 

Bei der Borreliose hat man dagegen noch eine kleine Schonzeit, wenn die Zecke zugestochen hat: Der Erreger braucht mindestens 12 Stunden, um in den menschlichen Organismus übertragen zu werden. Wird eine Zecke schnell entfernt, kann das helfen, diesen Krankheitserreger zu vermeiden. 

Wie entferne ich eine Zecke?

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  • Nur Zeckenzange, Zeckenkarte oder Pinzette für die Entfernung nutzen.
  • Wichtig ist, dass die Zecke möglichst hautnah gegriffen wird.
  • Die Zecke muss vorsichtig und langsam entfernt werden. Die Zecke nicht rausdrehen!
  • Die Körperkontrolle nach dem ersten Zeckenfund nicht abbrechen. Weitere Zecken sind möglich.
  • Nach dem Entfernen der Zecke die Einstichstelle mit Alkohol oder einer jodhaltigen Salbe desinfizieren.

Zeckenstich: Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Um die eventuelle Ausbildung eines roten Infektionsrings in der Haut verfolgen zu können, sollten Sie die Einstichstelle regelmäßig beobachten. Entsteht nach einigen Tagen eine deutliche ringförmige Hautrötung, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Sollten Sie zudem in 7 bis 14 Tagen nach einem Zeckenstich grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Kopfschmerzen oder Gliederschmerzen entwickeln, ist ein Arztbesuch sinnvoll. Eine Antibiotikatherapie empfiehlt das Robert Koch Institut erst bei Borrelioseverdacht.

Wo finde ich weitere Infos zu Zecken?

Die Seite "Zeckenübertragene Erkrankungen" ist unter www.rki.de/zecken zu finden. Informationen zum Zeckenschutz bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hier an. Erregersteckbriefe zu Borreliose und FSME hat die BZgA auf infektionsschutz.de veröffentlicht.

Informationen zu Borreliose und FSME finden Sie auch auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts: www.rki.de/borreliose bzw. www.rki.de/fsme. Dort sind auch weitere Informationen zum Thema Zecken zu finden.

Mit Material von Robert Koch Institut, zecken.de
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