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Zecken-Zeit: Das sind die Risikogebiete

Zeck-Hand-Parasit
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Jana Dahlke, agrarheute
am
03.05.2018

Steigende Temperaturen locken nicht nur uns nach draußen. Auch die Zecken haben jetzt Hochkonjunktur.

Die Tage werden länger und die Temperaturen steigen. Es könnte so schön sein, wären da nicht die Zecken. Die kleinen Spinnentiere halten sich in hohem Gras und Gebüsch sowie losem Laub auf. Zudem können sie mit ihrem Biss schwerwiegende Virusinfektionen übertragen, wie Borreliose oder Hirnhautentzündung (FSME= Frühsommer-Meningoenzepahlitis). Letzterer Erreger benötigt Mindesttemperaturen von etwa 5 °C, um sich zu vermehren. Etwa 0,1 bis 5 Prozent der Zecken in Deutschland sind damit infiziert.

Zecken Risikogebiet

Übersicht des FSME-Risikogebiets in Deutschland

Zecken die das FSME-Virus übertragen kommen in vielen europäischen Ländern, in Russland und auch in Asien vor. Auf Basis der dokumentierten FSME-Erkrankungsfälle veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI) im jährlichen Abstand Karten zu FSME-Risikogebieten in Deutschland. Risikogebiete liegen in Baden-Württemberg, Bayern sowie im südlichen Hessen und Thüringen. Auch einzelne Landkreise in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Sachsen sind betroffen.

Mit Material von Robert Koch-Institut

Saisonales Vorkommen

Der Erreger FSME tritt in Abhängigkeit von der Aktivität der virustragenden Zecken bevorzugt im Frühjar und Sommer auf. Jedoch kann es auch im Herbst zu einzelnen Fällen kommen. Und sogar bei warmer Witterung können Infektionen vereinzelt im Winter auftreten.

FSME Infektionsweg

Die Infizierung erfolgt durch den Zeckenstich. In seltenen Fällen auch durch virusinfizierte Milch von Ziegen und Schafen, in Ausnahmefällen auch von Kühen. Erkrankte Menschen können sich aber nicht untereinander anstecken.

FSME Krankheitsbild

Besonders Personen, die sich häufig in der freien Natur aufhalten oder engen Kontakt mit Tieren haben, die sich draußen aufhalten sind gefährdet.

Nach etwa 1 bis 2 Wochen nach dem Zeckenstich bricht die Krankheit aus.

Die Symptome:

  • grippeähnliche Beschwerden, wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.
  • nach einem kurzen symptomfreien Intervall von bis zu 1 Woche kann es zu einer Hirnhautentzündung kommen.
  • Krankheitszeichen sind erneutes Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Ausfälle des Nervensystems.
  • Schwere Kranheitsverläufe werden fast nur bei Erwachsenen beobachtet.
  • Bei circa 1 Prozent der Erkrankten kann es sogar tödlich verlaufen.

Gegen Zecken schützen

Es gibt zwei Arten um sich gegen die kleinen Spinnentiere zu schützen. Eine Impfung gegen FSME wird vor allem für Menschen empfohlen die in FSME-Risikogebieten wohnen. Zudem sollte gerade bei Spaziergängen im Freien auf geschlossene Schuhe, langärmelige Hemden und Hosen zurückgegriffen werden.

Mit Material von Robert Koch-Institut, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
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