Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Zoonosen

Zoonosen: Regierung will Wildtier-Handel reduzieren

Die Regierung möchte den Wildtier- Handel reduzieren
am Donnerstag, 23.07.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Tierkrankheiten die sich auf Menschen übertragen sind keine Seltenheit mehr. Zum Schutz der Menschen soll jetzt auch der Handel mit Wildtieren reduziert werden.

Seit dem Ausbruch von SARS-CoV-2 wird über Zoonosen viel diskutiert. Die Übertragungswege und Ursprungswirte werden genau erforscht. So wird beim neuartigen Corona-Virus eine Fledermaus als Ursprung vermutet.

Um die Übertragung auf den Menschen weiter eindämmen zu können, möchte die Regierung den Wildtierhandel nun reduzieren. Laut Deutscher Presseagentur (dpa) möchte die Bundesregierung damit eine bessere Kontrolle und Nachfragereduktion des Handels mit exotischen Wildtieren am Heimtiermarkt erzielen.

Was sind Zoonosen?

Zoonosen sind Infektionskrankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden. Neben dem wohl zurzeit bekanntesten Corona-Virus haben auch Ebola und die Vogelgrippe einen tierischen Ursprung.

Laut dpa wurden 2019 in Deutschland 107.392 potenziell zoonotische Erkrankungen gemeldet. Die häufigsten Fälle gab es durch Campylobacter, Salmonellose und Borreliose.

Risiko Wildtier-Handel

Die Bundesregierung schätzt das Zoonoserisiko bei illegal gehandelten Arten deutlich höher ein. Auch weil hier keine fachgerechten Kontrollen an den Tieren erfolgen. Das Umweltbundesministerium prüft nun Möglichkeiten, legale Einfuhren besser zu erfassen und den Online-Handel sowie die Nachweis- und Kennzeichnungspflicht stärker zu kontrollieren.

Sie möchten mehr darüber erfahren? Lesen Sie mehr zum Thema Zoonosen in der Augustausgabe der agrarheute.

Mit Material von dpa

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...