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Zuchtschau: Diskussion um zugeklebte Zitzen

Milchkuh
am Dienstag, 27.06.2017 - 07:15 (Jetzt kommentieren)

Auf Facebook wird über den Wahrheitsgehalt eines Videos zum Kuhfitting bei der Holstein-Schau diskutiert. Die Behauptung: Die Euter werden mit Klebstoff verschlossen.

Das Online-Magazin Stern.de hat vergangene Woche ein Video von der Deutschen Holsteinschau veröffentlich. Darin wird das Fitting einer Schaukuh gezeigt. Im Untertitel steht: „Der Euter wird mit Babyöl eingerieben. Anschließend wird das Ganze mit Klebstoff verschlossen.“ Wir haben einen Screenshot des Videos auf der agrarheute-Facebook-Seite zur Diskussion gestellt.

Fake News: ja oder nein?

Die Marschrichtung der meisten Kommentare ist eindeutig: Fake News. Die meisten User machten sich lustig über die „unseriöse“ und „absurde“ Berichterstattung des Magazins.  Eine Userin schreibt: „Wenn die Zitzen zugeklebt sind, brauchen die Kühe auch nicht mehr auf eine Ausstellung, hahaha, dann können die gleich auf den Schlachthof.“ Einige verbuchen den Bericht unter Sensationsjournalismus und sehen das Ganze als weitere  Verunglimpfung des Berufsstands.

Ein paar wenige Facebook-User sind anderer Meinung.  Ein gelernter Landwirt, so schreibt er, ist der Meinung, dass das Versiegeln der Zitzen auf Schauen internationaler Standard sei. „Die meisten Milchbauern wissen,  dass es stimmt! Aber keiner will es wahr haben!

agrarheute fragt nach

agrarheute hat beim Deutschen Holstein Verband nachgefragt. Dass bei der Deutschen Holsteinschau die meisten Züchter die Zitzen ihrer Schaukühe versiegeln, entspricht der Wahrheit, bestätigt der Geschäftsführer des Verbands, Egbert Feddersen, gegenüber agrarheute. Diese Praxis sei erlaubt und für die Kühe weder schmerzhaft noch schädlich. Dabei handelt es sich jedoch nicht um herkömmlichen Klebstoff, sondern um elastisches Kollodium, das sich leicht und ohne Schmerzen ablösen lasse. Dies werde aus Hygienegründe gemacht, so Feddersen.

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