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Agrirouter ermöglicht herstellerunabhängigen Datenaustausch

DKE agrirouter
am Mittwoch, 06.02.2019 - 13:04

Die Web-basierte Datenaustauschplattform „agrirouter“ ermöglicht den Datenaustausch zwischen Maschinen, Agrar-Software-Produkten ganz unterschiedlicher Hersteller und Anbieter. Zur internationalen Landtechnikmesse SIMA in Paris wurde von den Entwicklern, der deutschen DKE-Data GmbH & Co. KG, der offizielle Start angekündigt.

Über https://my-agrirouter.com kann sich ab dem 22.02.2019 jeder Landwirt oder Lohnunternehmer einen kostenlosen Account anlegen und sein individuelles ECO-System aus Maschinen und Agrar-Software Lösungen aufbauen. Der agrirouter eröffne neue Möglichkeiten des Datentransportes, womit Prozesse vereinfacht können und die Wirtschaftlichkeit verbessert werden soll, so der Hersteller. Farming 4.0 rückt mit dem agrirouter in greifbare Nähe. Der Nutzer stellt im Kontrollzentrum auf dem agrirouter Launchpad seinen persönlichen agrirouter zusammen und legt mit Regeln (sog. Routen) fest, wer mit wem welche Daten in welchem Umfang austauschen darf. Nur der agrirouter Nutzer selbst bestimmt, was mit seinen Daten geschieht. Die neue Datenaustauschplattform ist mit Bedienoberflächen in Französisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Praxis-Demo während der Saison

Nach Vorstellung des agrirouter Produktkonzepts auf der AGRITECHNICA 2017 wurde die Entwicklung einschließlich ausführlicher Tests abgeschlossen. Im Rahmen einer Praxis-Demo im vergangenen Jahr mit Traktor-Geräte-Kombinationen und Selbstfahrern verschiedener Landtechnik-Hersteller konnte der agrirouter seine Praxistauglichkeit bewiesen. Erste App-Anbieter haben bereits die Möglichkeit zur Anbindung an den agrirouter in ihre Agrar-Software implementiert. Mehrere Firmen haben zudem Nachrüstlösungen für Marktmaschinen präsentiert und damit gezeigt, dass auch ältere Maschinen angebunden werden können.

Ein Großteil der Maschinenhersteller, die als Gesellschafter zum agrirouter Konsortium zählen, haben die Anbindung erster Maschinen an die agrirouter Schnittstelle fertig entwickelt. Gleiches gilt für Agrar-Software Anbieter und Produzenten von Telemetrie-Hardware zur Anbindung der Maschinen. Weitere Maschinen, Telemetrie-Hardware sowie Agrar-Software Lösungen werden zeitnah zur Anbindung verfügbar sein.

Kostenfreier Einstieg – geringe Nutzungsgebühren

Die Nutzungsgebühren für den Datentransport via agrirouter seien gering, da Herstellerangaben zufolge die DKE-Data GmbH & Co. KG als Non-Profit Unternehmen arbeite. Im agrirouter Geschäftsmodell wird den App-Providern das transportierte und empfangene Datenvolumen in Rechnung gestellt. Es ist Sache der App-Provider, festzulegen, ob sie die Gebühren den App-Nutzern weiterberechnen. Hinzu kommen Mobilfunkgebühren für den Transfer der Daten zwischen Maschine und agrirouter.

Namhafte Agrartechnik-Hersteller

Getragen wird der Ansatz von einem für weitere Mitglieder offenen Konsortium namhafter Agrartechnik-Hersteller, die gemeinsam erkannt haben, dass Farming 4.0 nur funktioniert, wenn ein herstellerunabhängiger und damit diskriminierungsfreier Datenaustausch möglich ist. Derzeit zählen die Firmen Agco, Amazone, Exel-Industries, Grimme, Horsch, Krone, Kuhn, Lemken, Pöttinger, Rauch, Sdf dazu. Unabhängig von der Unternehmensgröße hat jedes Mitglied im Konsortium eine Stimme.