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Amazone: Leichte Umsatzsteigerung in 2016

Dieser Artikel ist zuerst in der Agrartechnik erschienen.

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Julia Seitz, Agrartechnik
am
07.02.2017

Im Geschäftsjahr 2016 hat die Amazone-Gruppe einen Umsatz von 406 Millionen Euro erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr (402 Millionen Euro) hat sich das Umsatzergebnis damit leicht verbessert.

Amazone

Zugleich liegt dieses Ergebnis über dem Durchschnitt aller deutschen Landmaschinenhersteller, die laut VDMA im Jahr 2016 ein Umsatz-Minus von zwei Prozent verzeichnen. Angesichts der schwierigen Marktbedingungen werten Christian Dreyer und Dr. Justus Dreyer, die Geschäftsführer der Amazonen-Werke, dieses Ergebnis als sehr positiv: "Im Vergleich zu vielen Wettbewerbern und dem Branchendurchschnitt sind wir mit dem Jahresumsatz 2016 sehr gut aufgestellt. Denn die Investitionsbereitschaft von Landwirten und Lohnunternehmern war aufgrund schlechter Erzeugerpreise sowie unterdurchschnittlicher Ernten international sehr zurückhaltend. Die damit einhergehenden, rückläufigen Marktentwicklungen konnten wir mit unseren Neuentwicklungen ausgleichen; so haben wir in vielen Bereichen neue Kunden für den Kauf einer Amazone-Maschine gewinnen können." Überdurchschnittlich gut entwickelten sich 2016 die Umsätze in den Ländern Russland, Ukraine, Rumänien, Spanien, sowie im Baltikum und Australien. Auf einem weiterhin guten Umsatzniveau befinden sich die Märkte in Deutschland und Österreich sowie Frankreich und England. Der Exportanteil lag auch 2016 bei 80 Prozent, die Anzahl der fest beschäftigten Mitarbeiter bei 1 800, darunter 130 Auszubildende. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich ebenfalls weiter auf mehr als fünf Prozent vom Umsatzvolumen.

Strategische Investitionen

amazone

Der Kauf eines 24 Hektar großen Standortes im neuen Bramscher Industrie- und Gewerbegebiet ermöglicht der Amazone-Gruppe, zukünftig je nach konjunktureller Entwicklung in Ergänzung zu den Werken in Hasbergen-Gaste und Leeden einen weiteren Standort zu errichten und damit die Fertigungskapazitäten weiter auszubauen. Ebenfalls von großer strategischer Bedeutung war der Erwerb der Pflugfabrik von Vogel & Noot im ungarischen Mosonmagyaróvár. Im Rahmen eines Bieterkonsortiums hatten insgesamt drei Investoren im September 2016 den Zuschlag für wesentliche Teile der Vogel & Noot-Gruppe erhalten. Dabei sicherte sich Amazone die Pflugfabrik inklusive aller Rechte für das Pflugprogramm. Damit konnte Amazone ergänzend zur bisherigen Baureihe Cayron auf einen Schlag fünf weitere Baureihen von Anbau-Drehpflügen in verschiedenen Größen und Bauarten ins Programm aufnehmen. Die neuen Baureihen mit dem Namen Cayros wurden im November erstmals auf verschiedenen internationalen Messen in grün-oranger Farbe vorgestellt. Auch die Investitionen in den Ausbau der verschiedenen Werksstandorte sind 2016 unvermindert weitergelaufen. In Hude-Altmoorhausen ist im November die neue Farbgebungsanlage in Betrieb gegangen. Die neue Anlage ist mit 20 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte.  Am Standort Hasbergen-Gaste hat Amazone zwei Millionen Euro in ein neues Testzentrum investiert. Der Neubau umfasst insgesamt 3 000 Quadratmeter mit Prototypenbau, Versuchsanlagen und Elektroniklaboren und verdoppelt die Kapazitäten für den Versuchs- und Testbereich an diesem Standort.

Neuentwicklungen für neue Kunden

Amazone hat auch 2016 wieder verschiedene Neuheiten auf den Markt gebracht. So wurden die Catros Special als neue preiswerte Baureihe von Anbau-Kompaktscheibeneggen in 2,5, drei, 3,5 und vier Meter vorgestellt. Mit den ebenfalls neuen, aufgesattelten Kompaktscheibeneggen Catros+ TX mit sieben, acht und neun Meter  Arbeitsbreite und Mittelfahrwerk hat Amazone zugleich die bisherige Programmlücke zwischen den drei bis sechs Meter breiten Catros und dem größten Catros+ 12003-2TS mit zwölf Meter Arbeitsbreite geschlossen. Im Bereich Sätechnik bietet Amazone seit Mitte 2016 die neuen Sechs-Meter-Großflächen-Säkombinationen Cirrus 6003-2 und 6003-2C an. Die zweite Sätechnik-Neuheit ist die mechanische Säkombination Cataya. Eine Neuheit im Bereich Düngetechnik ist die dynamische Teilbreitenschaltung DynamicSpread für den Anbaustreuer ZA-TS Hydro und den Anhängestreuer ZG-TS Hydro. Dank einer neu entwickelten Software sind diese Streuer in der Lage, bis zu 64 oder 128 Teilbreiten zu schalten.  Im Bereich Pflanzenschutz hat sich die Nachfrage nach Spritzen mit den elektrischen Einzeldüsenschaltungen AmaSwitch und AmaSelect gut entwickelt. Mit beiden Systemen ist in Kombination mit der Vorgewende- und Teilbreitenschaltung GPS-Switch eine automatische Einzeldüsenschaltung mit 50-Zentimeter-Teilbreiten möglich. Im Bereich Kommunaltechnik hat Amazone den Winterdienststreuer E+S H 751 ins Programm aufgenommen.

Ausblick 2017

Trotz verhaltener Marktentwicklung ist die Umsatzprognose der Amazone-Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2017 optimistisch. So erwarten sie - bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen - einen leichten Umsatzzuwachs: "Wir sind überzeugt, dass das Wachstum der Amazone-Gruppe nicht allein von der generellen Marktentwicklung abhängt, sondern auch von der steigenden Nachfrage nach unseren Produkten. Mit unseren neuen Pflügen und allen anderen Neuheiten sind wir besser aufgestellt als je zuvor." Auch die Erschließung neuer regionaler Märkte steht für 2017 auf der Agenda. Den mittel- und langfristigen Trend für die Entwicklung der Landmaschinenindustrie und speziell der Amazone-Gruppe beurteilen die Geschäftsführer weiterhin positiv.

 

 

 

 

 

 

 

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