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Anstieg des John Deere-Gewinns bei Landmaschinen

Dieser Artikel ist zuerst in der Agrartechnik erschienen.

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
23.11.2016

In der Maschinensparte "Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege" konnte John Deere 2016 einen gestiegenen Betriebsgewinn vermelden.

John Deere Geschäftszahlen 2016/Quartal 4

Dabei stieg der Betriebsgewinn auf 371 Millionen US-Dollar (271 Millionen US-Dollar) im vierten Quartal beziehungsweise auf 1,7 Milliarden US-Dollar (1,649 Milliarden US-Dollar) im Geschäftsjahr. Der Ergebnisanstieg im vierten Quartal beruhte aber vor allem auf besseren Preisen und wurde belastet durch geringere Liefermengen. Das Jahresergebnis erhöhte sich vor allem durch höhere Preise, geringere Produktionskosten und niedrigere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten. Gleichzeitig wirkten sich geringere Liefermengen, ungünstigere Wechselkurse und das weniger umfangreiche Produktprogramm nachteilig aus. Das Jahresergebnis profitierte von einem Gewinn aus dem Teilverkauf der nicht konsolidierten Beteiligung an SiteOne Landscape Supply, Inc.

Die Umsätze dieser Sparte gingen hauptsächlich aufgrund geringerer Liefermengen im Quartal um fünf Prozent und im Geschäftsjahr um sieben Prozent zurück.

Für 2017 rechnet man bei John Deere damit, dass die weltweiten Umsätze des Unternehmens mit Landmaschinen und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege voraussichtlich um ein Prozent zurückgehen, wobei günstige Umrechnungskurse mit einem Prozentpunkt berücksichtigt sind. "In den Vereinigten Staaten und Kanada werden die Landmaschinenumsätze der Branche 2017 voraussichtlich um fünf bis zehn Prozent niedriger ausfallen. Der Rückgang spiegelt die Auswirkungen niedriger Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe und schwacher landwirtschaftlicher Einkommen wider, die sowohl beim Umsatz mit leistungsstarken als auch kleineren Maschinen zum Ausdruck kommen", so das Unternehmen in einer Pressemeldung.

In den EU28-Märkten erwartet John Deere, dass die Branchenumsätze 2017 voraussichtlich um etwa fünf Prozent zurückgehen, was auf niedrige Erzeugerpreise beziehungsweise landwirtschaftliche Einkommen zurückzuführen ist. "In Südamerika werden die Verkäufe von Traktoren und Mähdreschern voraussichtlich um 15 Prozent ansteigen. Grund dafür sind vor allem die verbesserten wirtschaftlichen und politischen Bedingungen in Brasilien und Argentinien. In Asien werden die Umsätze etwa gleich hoch ausfallen beziehungsweise leicht steigen und dabei von höheren Verkäufen in Indien profitieren.

Die Umsätze der Branche mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege werden in den Vereinigten Staaten und Kanada 2017 voraussichtlich stabil bleiben wobei John Deere stärker zulegen wird als die Branche."

Gesamtergebnis zeigt leichtes Minus

Der auf Deere & Company entfallende Gewinn belief sich im vierten Quartal des Geschäftsjahres (31. Oktober) auf 285,3 Millionen US-Dollar (Vorjahr 351,2 Millionen US-Dollar) beziehungsweise 0,90 US-Dollar  (1,08 US-Dollar) je Aktie. Im Geschäftsjahr 2016 erreichte der auf Deere & Company entfallende Gewinn 1,524 Milliarden US-Dollar (1,940 Milliarden US-Dollar) beziehungsweise 4,81 US-Dollar (5,77 US-Dollar) je Aktie.

Weltweit sanken die Umsatzerlöse und sonstigen Erträge im vierten Quartal um drei Prozent auf 6,520 Milliarden US-Dollar beziehungsweise im Geschäftsjahr um acht Prozent auf 26,644 Milliarden US-Dollar. Dabei beliefen sich die Maschinenumsätze auf 5,650 Milliarden US-Dollar (5,932 Milliarden US-Dollar) im vierten Quartal beziehungsweise auf 23,387 Milliarden US-Dollar (25,775 Milliarden US-Dollar) im Geschäftsjahr.

"Trotz anhaltender Konjunkturschwäche in den globalen Agrar- und Land-maschinenmärkten hat John Deere das Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen", so der Verwaltungsratsvorsitzende und CEO von Deere & Company, Samuel R. Allen. "Hinsichtlich Umsatz und Gewinn gehörte 2016 zu den zehn besten Jahren in der Unternehmensgeschichte, ein achtbarer Erfolg angesichts der Herausforderungen, denen wir auf den Märkten ausgesetzt waren. Dabei wirkten sich die sorgfältige Umsetzung unserer Geschäftspläne, die strikte Kostenkontrolle und der Einfluss des umfangreichen Produktportfolios vorteilhaft auf unser Ergebnis aus. Damit bleibt John Deere auch weiterhin gut aufgestellt, wenn es darum geht, Kunden zu dienen und gleichzeitig  in Qualität und Innovation zu investieren und das Wachstum auch in Zukunft zu fördern."

Ergebnis außerhalb von Nordamerika

Aufgrund eines deutlichen Rückgangs der Erzeugerpreise und einer weiteren Abschwächung der Agrarkonjunktur in weiten Teilen der Welt sind die Umsatzerlöse des Konzerns außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas im Geschäftsjahr 2016 um etwa drei Prozent gesunken auf 9,011 Milliarden US-Dollar (9,277 Milliarden US-Dollar ). Trotzdem erhöhte sich der Betriebsgewinn um acht Prozent auf 575 Millionen US-Dollar (533 Millionen US-Dollar ).

Wären die deutschen John Deere Unternehmensteile eine eigenständige Gesellschaft, so hätten sie 2016 einen Umsatz von 3,157 Milliarden Euro erzielt, der mit dem Vorjahresergebnis von 3,171 Milliarden Euro vergleichbar ist. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage wurden am Standort Deutschland auch im abgelaufenen Jahr wieder Investitionen in Höhe von 87 Millionen US-Dollar (87 Millionen US-Dollar) getätigt.

Angesichts schwierigerer Rahmenbedingungen auf einigen Exportmärkten und der Konsolidierung des Produktionsprogramms sank die Traktorenproduktion in Mannheim um zehn Prozent auf 26.100 Einheiten (29.000 Einheiten). Infolgedessen wurden auch in Bruchsal mit 28.700 (31.400) Einheiten weniger Fahrerkabinen gefertigt. Vor allem aufgrund des großen Erfolgs einer neuen Feldhäcksler-Baureihe und eines zusätzlichen Mähdrescher-Großauftrags aus Australien konnte die Produktion im John Deere Werk Zweibrücken auf insgesamt 2.700 Maschinen ausgeweitet werden. Das entspricht einem Plus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2.000 Maschinen).

Trotz der insgesamt rückläufigen Konjunktur sind die Auswirkungen auf die Beschäftigungslage in den deutschen John Deere Unternehmensteilen gering. Insgesamt beschäftigte John Deere zum 31.10.2016 an seinen sechs deutschen Standorten 6.625 (6.610) Mitarbeiter und damit etwa gleichviel wie im Vorjahr. In Mannheim ging die Zahl der Beschäftigten 2016 um zwei Prozent auf 3.505 (3.565) Mitarbeiter zurück. An den Standorten Zweibrücken und Kaiserslautern arbeiteten mit 1.370 (1.285) Beschäftigten sieben Prozent mehr Mitarbeiter als im Vorjahr. In Bruchsal sank die Zahl der Mitarbeiter um ein Prozent auf 1.315 (1.335). Am nordrhein-westfälischen Standort Stadtlohn beschäftigte John Deere per  31.10.2016 mit 305 (290) Personen fünf Prozent mehr Mitarbeiter als im Vorjahr, in Gummersbach sank die Zahl der Beschäftigten auf 130 (135) Personen.

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