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Bayern

Begleitfahrzeug für Mähdrescher regional jetzt Pflicht

New Holland Mähdrescher
© agrarfoto.com/ah
von , am
01.08.2017

Ab sofort sind in einigen bayerischen Landkreisen Begleitfahrzeuge für Mähdrescher Pflicht. Grund dafür sind schwere Unfälle in der Vergangenheit.

In einigen bayerischen Landkreisen ist ein Mähdrescher-Begleitfahrzeug ab sofort Pflicht. Der Grund dafür sind die schweren Unfälle in der vergangenen Zeit, wie Antenne Bayern berichtet.

Die Verordnung gilt derzeit noch nicht bayernweit. Betroffen sind Landwirte in den Landkreisen Hof, Bamberg, Schweinfurt, Lichtenfels und Haßberge. Wenn ein Landwirt unter die Begleitfahrzeug-Pflicht fallen, wird ein schriftlicher Hinweis vom zuständigen Landratsamt verschickt.

Begleitfahrzeug bei Restfahrbahnbreite von unter 2,50 m

Wie das Landratsamt Haßberge auf Anfrage von agrarheute mitteilt, gilt für den Landkreis bis auf Weiteres folgende Ausnahmegenehmigung für überbreite selbstfahrende Arbeitsmaschinen der Land- und Forstwirtschaft (Mähdrescher mit einer Breite von mehr als 3,10 Metern): Mit dem Fahrzeug können öffentliche Straßen ohne Begleitfahrzeug befahren werden, wenn eine befestigte Restfahrbahnbreite von mindestens 3,00 Metern verbleibt oder eine befestigte Restfahrbahnbreite von 2,50 Meter nicht unterschritten wird und eine Sichtweite von mindestens 150 Metern besteht.

Die Art des begleitendes Fahrzeugs ist nicht festgelegt und kann somit beispielsweise PKW oder Traktor sein. An dem Begleitfahrzeug müssen unter anderem ein gelbes Blinklicht (Rundumleuchte) sowie ein Schild mit dem Hinweis "Achtung - Fahrzeug mit Überbreite" angebracht sein. 

Seit 2015 regelt im Freistaat das sogenannte "Bayernpaket" unter §29 StVO die Sicherheit bei Erntefahrten auf der Straße. So müssen ab 3,11 m Außenbreite der Maschine beispielsweise Rundumleuchten und Warntafeln am Frontschild angebracht werden.

Auch private Autofahrer geeignet

Da für die Begleitung des Mähdreschers auch ein privater Autofahrer genügt, ruft Antenne Bayern Freiwillige auf, die die Landwirte bei der Erntefahrt in den entsprechenden Landkreisen unterstützen

Bußgelder im landwirtschaftlichen Verkehr: Hier müssen Sie aufpassen

Traktor transportiert Strohballen über Straße
Wer außerorts die Geschwindigkeit mit einem Anhänger überschreitet, muss mit Bußgeldern rechnen. Diese reichen von 15 Euro bei 10 km/h bis hin zu 600 Euro, 2 Punkten und 3 Monaten Fahrverbot bei über 60 km/h. © agrarfoto
Fendt mit Anhänger auf Dorfstraße
Innerorts kann die erhöhte Geschwindigkeit mit einem Anhänger den Fahrer von 20 Euro bei 10 km/h bis 680 Euro, 2 Punkten und 3 Monaten Fahrverbot bei über 60 km/h kosten. © Julia Eder
Strohballen auf Anhänger
Ladung muss verkehrssicher verstaut werden. Ist das nicht der Fall, drohen Bußgelder ab 25 Euro. Das höchste Bußgeld muss bezahlt werden, wenn die Ladung nicht vorschriftsmäßig vertaut wurde, die Verkehrssicherheit erheblich litt und es zum Unfall kam: 120 Euro und 1 Punkt. © Fotolia/Patou
Rundballen auf Anhänger
Wer zu viel auf den Anhänger packt, muss ebenfalls mit einem Bußgeld rechnen. Die Überladung kostet bei 2 bis 5 Prozent zu viel 35 Euro bis hin zu 425 Euro und 1 Punkt bei mehr als 30 % zu viel. Das sind die Regeln zu zulässiger Länge, Breite und das Gesamtgewicht von landwirtschaftlichen Gespannen. © Fotolia/chrisberic
Rundumleuchte auf Traktor
Nur Fahrzeuge mit ungewöhnlicher Breite und Länge oder mit ungewöhnlich breiter oder langer Ladung dürfen mit einer gelben Rundumleuchte ausgerüstet sein. Werden die Vorgaben nicht eingehalten und gibt es beispielsweise keine Genehmigung für den Einsatz der Rundumleuchte, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Die Polizei kann ein Bußgeld von 20 Euro verhängen. © Fotolia/bofotolux
Anhänger mit Mais
Anhänger sind nur zulassungsfrei bei Anbringung eines 25 km/h Schildes sowie eines Wiederholungskennzeichens einer zugelassenen Zugmaschine des Betriebes. Ist das nicht der Fall, kann das zu einem Bußgeld von 70 Euro zuzüglich Gebühren und Punkten in der Verkehrssünderdatei führen. © agrarfoto
Unterlegkeil unter Reifen
5 Euro muss man bezahlen, wenn man dabei erwischt wird, einen Anhänger ohne Unterlegkeile zu führen.  © Fotolia/animaflora
Anhängerkupplung
Auflaufbremsen müssen bei der normalen Fahrt aktiviert sein. Im Falle einer Verkehrskontrolle droht ansonsten ein mögliches Bußgeld in Höhe von 135 Euro zuzüglich Gebühren und Punkten in Flensburg. © Fotolia/mirkograul
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