News Cerescon präsentiert ersten selektiven Spargelernte-Roboter der Welt

Erschienen in der Agrartechnik

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Das junge niederländische Hightech-Unternehmen Cerescon präsentiert die weltweit erste automatische, selektive Spargelerntemaschine, die in enger Zusammenarbeit mit einigen führenden deutschen und niederländischen Spargelanbaubetrieben entwickelt wurde.

Spargelernter Cerescon © Werkbild Bild vergrößern

Durch die Einführung des Agrarroboters von Cerescon ist der Spargelanbau, bei dem allein schon in Deutschland ein Jahresumsatz von circa 550 Millionen Euro erwirt­schaftet wird, in Westeuropa gesichert. Das sogenannte weiße Gold von Hand zu stechen, wird immer kostspieliger. Darüber hinaus gestaltet sich die Beschäftigung der dafür benötigten vielen tausend Saisonkräfte als derartig schwierig, dass große Anbaubetriebe eine Verlegung ihrer Produktionsstätten in Niedriglohnländer in Erwägung gezogen haben. Das ist jetzt nicht mehr erforderlich.

Die Leistungsfähigkeit der Maschine, die drei Reihen gleichzeitig bearbeitet, ist für 40 Hektar ausgelegt, sodass sie die Arbeit von 60 bis 75 Spargelstechern übernimmt. Dadurch sinken die Erntekosten im Vergleich zur manuellen Arbeit um die Hälfte. Die Spargelerntemaschine von Cerescon enthält folgende Funktionen: Erfassung während der Fahrt, Stechen, Einsatz der Plastikfolie und Wieder­her­stellung des Spargeldamms. Es wird davon ausgegangen, dass dadurch sowohl die Qualität des geernteten Spargels gesteigert wird (weniger Schäden und Verfärbungen), als auch die Erträge der Anbaubetriebe steigen. Die Kosten für die Maschine lassen sich in etwas mehr als drei Saisons zurückverdienen. Die ersten Exemplare werden vor der Erntesaison 2018 ausgeliefert.

Unterirdische Erfassung

Die Maschine besteht aus drei Teilen: zur Erfassung des unterirdisch befindlichen Spargels, zum Schneiden des Spargels per Roboter und zur Instandsetzung des Spargeldamms. Cerescon hat die Maschine mit einem in Eigenregie entwickelten und patentierten Erfassungssystem auf der Grundlage der Sensortechnologie ausgerüstet, das den Spargel unterirdisch erfasst, bevor das weiße Gold den Erdboden durchbricht und sich verfärbt. Der Roboter sticht den Spargel unter­irdisch und legt ihn in einem Behälter ab. Gleich nach dem Stechen wird der Spargeldamm wiederhergestellt, damit die gleichbleibende Qualität des Spargels in der gesamten Saison gewährleistet ist. „Diese selektive Erntemaschine läutet eine neue Ära in der Agrarwirtschaft ein“, ist sich Ad Vermeer, der CTO von Cerescon, sicher. „Die einfachen Saisonarbeiten ersetzen wir durch hochwertige Jobs und außer Spargel gibt es noch viele Gewächse, bei denen eine Auswahl bei der Ernte getroffen werden muss. Daher bieten sich noch zahllose Möglichkeiten für vergleichbare Anwendungen in der hochtechnologisierten Agrowirtschaft.“

Verkauf
Die Maschine wird zwischen 500.000,- und 600.000,- Euro kosten. Im ersten Quartal 2018 werden die ersten Maschinen – rechtzeitig vor der Erntesaison – auf Projektbasis im Markt angeboten. Cerescon wird die Spargelerntemaschinen zunächst an große Spargelanbaubetriebe in Deutschland und den Niederlanden verkaufen. Für die Länder in Südeuropa und außerhalb Europas beabsichtigt das Unternehmen, mit einem Partner zusammenzuarbeiten.

 

 

Spargelernter Cerescon © Werkbild Bild vergrößern

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