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Handynetz statt WLAN

Deere nutzt 5G für US-Fabriken

John Deere Fabrik Mähdrescher
am Dienstag, 29.12.2020 - 11:10

Der Konzern sichert sich Lizenzen für den Mobilfunkstandard und verbessert damit auf einen Schlag seine Produktionsrate.

Auf den ersten Blick könnte man vermuten, dass die Deere-Manager vor allem Kabelsalat vermeiden wollen: Derzeit laufen durch jeden Produktionsstandort meilenweite Ethernetkabel, die zu verschiedenen WLAN-Punkten führen. Von diesen könne man sich verabschieden, sobald man auf den 5G-Mobilfunkstandard umstellt.

Doch auf den zweiten Blick ergeben sich handfeste Produktivitätsvorteile. Die bisherige Kabelwirtschaft hätte die Standorte auch bei Erweiterungen und Veränderungen eingeschränkt. 

Mehr Roboter und Echtzeitverfolgung

Zudem halten mit 5G mehr dezentrale Datenverarbeitung und mehr "autonome Geräte" (Roboter) in den Fabriken Einzug. 

Zudem macht Deere damit unter anderem die Echzeitverfolgung von Bauteilen sowie das Lagermanagement effizienter.

Ab 2022 will Deere den neuen Standard an fünf Standorten in den US-Bundesstaaten Iowa und Illinois anwenden, wo der Konzern jüngst die notwendigen Mobilfunklizenzen ersteigerte.

Hintergrund ist wohl auch, dass der schleppende Breitbandausbau auf dem Land die Firma bei Technologien wie künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge bislang einschränkt.

Mit Material von deere.com