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Deutschlands höchstes Gespann

Externer Autor
am
27.10.2014

Auf der Zugspitze wird die Eibsee-Seilbahn neu gebaut. 16.000 t Kalkgestein müssen gesprengt und abtransportiert werden. Dafür wird unter anderem ein Fendt 724 Vario mit Halfpipe-Mulde von Krampe eingesetzt.

{BILD:620265:jpg}{BILD:620266:jpg}Über 250 km weit kann man den Blick in vier Länder schweifen lassen: Definitiv kein gewöhnlicher Arbeitsplatz, den Reini Rauch, Werkstattmeister Zugspitze und seine acht Kollegen jeden Tag mit der Zahnrad- oder der Seilbahn in einer Höhe von 2.600 m besuchen. Sie arbeiten auf der Zugspitze, wo gerade der Neubau der Eibsee-Seilbahn vorbereitet wird. Nach den Sprengarbeiten mussten 16.000 t Kalkgestein abtransportiert werden, um für die Betonaufbereitung im nächsten Jahr das benötigte Basismaterial bereitstellen zu können.

Nur zweieinhalb Monate, von Mitte Juli bis Ende September, ist es möglich auf der höchsten Baustelle Deutschlands diese Arbeiten durchzuführen und selbst dann kann es sein, dass mitten im Sommer extreme Wetterbedingungen wie Nebel, Starkregen oder sogar Schnee die Arbeit erschweren. Was an Werkzeug benötigt wird, muss mit der Zahnradbahn hochtransportiert werden. Auch die Baumaschinen nahmen diesen Weg. Dabei wurde der Zugspitztunnel, der in einigen Bereichen eine Höhe von maximal 2,5 Metern aufweist, sprichwörtlich zum Nadelöhr.

20 t Gestein pro Fahrt

Bei den Transportarbeiten kam unter anderem auch ein Krampe-Kipper zum Einsatz, der gut 20 t Abraum und Gestein pro Fahrt bewegte. Er musste auf dem felsigen Gelände durch einen niedrigen Schwerpunkt und die Geländegängigkeit unter Beweis stellen. Der serienmäßig eingesetzte Hardox-Feinkornstahls für die Mulde des Kippers sollte außerdem für geringen Verschleiß sorgen.
 
Die neun Mitarbeiter besitzen neben einem Sprengschein auch einige Führerscheine: vom Schlepper bis hin zur Pistenraupe. „Wir müssen Allrounder sein und sind zugleich Bauarbeiter, Mechaniker, Sprengmeister, Skilift- und Seilbahn-Wärter. Deshalb brauchen wir gerade bei unseren extremen Arbeiten unter extremen Bedingungen auch zuverlässige und vor allem robuste Maschinen“, so Rauch. Vor Kurzem wurde das Projekt erfolgreich beendet und das Schlepper-Kipper-Gespann wieder ins Tal gefahren. je
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