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Elektrischer Hoflader

Externer Autor
am
29.07.2014

Auf der Agritechnica 2013 präsentierte Weidemann den Prototypen des eHoftracs. Nun hat er die ersten Praxistests hinter sich. Die Markteinführung wird auf der EuroTier im November in Hannover erfolgen.

{BILD:614045:jpg}Weidemann macht mit dieser Entwicklung einen Schritt hin zur Elektromobilität auf den Betrieben der Land- und Pferdewirtschaft. Der akkubetriebene Lader sorgt nicht nur für Emissionsverbannung aus dem Stall, sondern auch für weniger Lärm, was besonders in engen Ortslagen den Nachbarn gefallen könnte. Die Elektromotoren zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass sie hohe Ströme kurzzeitig abgreifen und hohe Leistungen und Momente kurzzeitig abgeben. Das spürt der Fahrer beim Anfahren und Beschleunigen.
 
Der nun vorgestellte 1160er Hoftrac hat den Praxistest überstanden: Er soll die gleiche Leistung und Performance abliefern als sein konventioneller Zwilling. Die Akkuladung eines eHoftrac reicht laut Hersteller für einen Arbeitseinsatz von zwei bis fünf Stunden unter Vollauslastung. Aus Kostengründen werden keine Lithium-Ionen-Akkus eingesetzt, sondern ein Blei-Säure-Akku. Die Ladezeiten sollen bei acht Stunden liegen; ein Stromanschluss mit 230 Volt reicht dafür aus. Die Steckdose dafür ist an der Maschine staub- und spritzwassergeschützt unter der Motorhaube verbaut.
 
Die Mehrkosten für den elektrischen Antrieb des eHoftracs betragen laut Weidemann bei der momentanen Marktsituation rund 10 bis 15 Prozent der dieselangetriebenen Maschine. Der Vergleich der beiden 1160er-Hoftracs - elektrisch und konventionell - zeigt, dass bei den Energiekosten 48 Prozent eingespart werden können und bei den CO2-Emmisionen 43 Prozent. Für diese Betrachtung legt Weidemann den derzeitigen Strom-Mix in Deutschland zu Grunde. Dazu kommt, dass Motorölwechseln, Kühlwasserkreislauf und hydraulischer Kreislauf wegfallen.
 
Neben dem Stall empfiehlt Weidemann den eHoftrac auch für Verladearbeiten im Obst- und Gemüsebau sowie in der Industrie: Gegenüber einem Gabelstapler soll der Hoftrac den Vorteil haben, dass er auch im Gelände standsicher läuft. je

Weitere Informationen: www.weidemann.de
 
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