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Fast auf Spitzenniveau

Externer Autor
am
04.08.2014

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) hat seine Halbjahresbilanz veröffentlicht. Trotz schwächerer Prognosen aus dem Vorjahr ist der Umsatz auf einem guten Niveau.

Insgesamt 4,57 Milliarden Euro Umsatz haben die deutschen Traktoren- und Landmaschinenhersteller in den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 erwirtschaftet. Das liegt mit fünf Prozent knapp unter dem Rekordwert aus dem Jahre 2013, “dennoch kann man mit der gegenwärtigen Investitionssituation im Landwirtschaftssektor zufrieden sein.“, fasst der VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer zusammen.
 
Die Traktorenhersteller steigerten die Produktion zum Jahresbeginn, was nun kompensiert werden müsse: mit einem Umsatz von 1,93 Milliarden Euro liegt man auf dem Niveau von 2012, jedoch 13 Prozent unter dem des Vorjahres. Die Gerätehersteller konnten mit einem kleinen Umsatzplus einen Wert von 2,64 Milliarden Euro abschließen.
 
Der gesamte deutsche Markt schrumpfte um fünf Prozent, jedoch wirkte sich dies vor allem auf den Import von Maschinen aus. Import-Maschinen haben einen Anteil von ca. 40 Prozent. Für das zweite Halbjahr sagt der VDMA einen etwas stärkeren Rückgang als im ersten Halbjahr voraus.

Blick über die Grenzen

Im Exportbereich gibt es unterschiedliche Entwicklungen. Insgesamt sechs Prozent weniger wurden bisher exportiert als im Vergleichszeitraum 2013. Vor allem Frankreich bestellt weniger deutsche Technik. Während man 2013 stark zulegen konnte und insgesamt 18 Prozent des gesamten Exportes nach Frankreich verkaufte, wurden bislang 25 Prozent weniger Geräte an unseren Nachbarn verkauft. In Italien und Polen verhält sich der Markt ähnlich.
 
Erfreulich sind die Absatz zahlen in Großbritannien und Spanien; hier konnte man leicht zulegen was die Exporte betrifft. Der wichtige US-amerikanische Markt zeigt sich weiterhin stabil.
 
Besonders schwierig ist die Situation in Russland und der Ukraine: Hier ist der Exportmarkt um 30 bzw. 45 Prozent zurückgegangen.
 
Unterm Strich prognostiziert der VDMA kein neues Rekordjahr, und sieht vielmehr ein ähnlich hohes Ergebnis wie 2012 als realistisch an. ks
 
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