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Fendt 1000 Vario: die Details

Externer Autor
am
10.09.2015

Rund ein Jahr nach der ersten Präsentation der 1000 Vario-Baureihe hat Fendt nun die letzten technischen Details bekannt gegeben.

Rund ein Jahr nach der ersten Präsentation der 1000 Vario-Baureihe hat Fendt nun die letzten technischen Details bekannt gegeben.
{BILD:642317:jpg}{BILD:642318:jpg}Wesentliche Merkmale dabei sind der großvolumige MAN-Motor mit Niedrigdrehzahl-Konzept und der neue Vario-Antrieb mit intelligentem Allrad.
 
Erstmals seit vielen Jahren arbeitet unter der bulligen Haube der vier Bautypen wieder ein MAN-Sechszylinder. Aus 12,4 l Hubraum schöpft das durch einen VTG-Turbolader unterstützte Aggregat je nach Modell zwischen 380 und 500 PS Nennleistung. Dabei beträgt die Nenndrehzahl nur jeweils 1.700 U/min. Das maximale Drehmoment (2.400 Nm beim 1050 Vario) liegt beu 1.100 Touren an. Den Hauptarbeitsbereich gibt Fendt mit 1.150 bis 1.550 U/min an. Dabei werden 60 km/h Höchstgeschwindigkeit bei rund 1.450 U/min, 50 km/h bei rund 1.200 U/min und 40 km/h bei rund 950 U/min erreicht.
 
Der Motor erfüllt dank SCR-Abgasnachbehandlung die Abgasnorm Tier 4 final. Dank eines neuen Kühlungs- und Lüftungskonzeptes mit konzentrischem Lüfter wurde die Effizienz der Kühleinheit gesteigert. Eine breite Luftansaugfläche und der leicht nach oben geneigte Lüfter sollen dafür sorgen, dass wenig Schmutz und Ernterückstände angesaugt werden. Optional ist eine Umkehrfunktion integriert.

Neuer Vario-Antrieb

Für die Baureihe 1000 Vario hat Fendt eine komplett neue Antriebstechnologie entwickelt: den VarioDrive. Er arbeitet hydrostatisch-leistungsverzweigt, aber nur noch mit einem Fahrbereich. Die Hydromotoren sind nun entkoppelt und können dadurch unabhängig geregelt werden. Ein Hydromotor treibt dabei permanent die Hinterachse an, der zweite leitet seine Kraft an die Vorderachse weiter. Die Wirkbereiche können mit der Steuerungselektronik und per Lamellenkupplung so überlagert werden, dass der Allradantrieb in Abhängigkeit von Zugkraft und Schlupf bedarfsgerecht auf Vorder- und Hinterachse aufgeteilt werden kann. Dabei wirkt das Getriebe wie ein flexibles Zwischenachsdifferential.
Weiterer Vorteil: Bei Kurvenfahrt beschleunigt die Allradsteuerung die Vorderräder, sodass diese den Traktor durch einen "pull-in-turn"-Effekt quasi um die Kurve ziehen. Das soll laut Fendt den Wenderadius um bis zu 10 Prozent reduzieren.
Der Vorderachsantrieb ist auch bei Straßenfahrt akti, um Schleppverluste zu vermeiden. Mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit wird der Leistungsanteil an der Vorderachse jedoch kontinuierlich reduziert, bis der Traktor (lastfrei) ab 25 km/h nur noch über die Hinterachse angetrieben wird. Zusätzlich wird der Hydromotor der Vorderachse auf Null geschwenkt, und schließlich folgt eine mechanische Entkoppelung des Vorderachsantriebs. Das wirkt sich positiv auf den Wirkungsgrad aus. Beim Anfahren, ob mit oder ohne Last, ist der Allradantrieb stets zu 100 Prozent aktiv.

Mehr Grip und Hydraulikleistung

Mit Einführung der Serie 1000 Vario stellt Fendt auch den neuen Grip Assistant vor. Dabei handelt es sich um ein neues Menü im Vario-Terminal, das nach Eingabe von Art der Bereifung, der auszuführenden Arbeit, der Art der Anhängung (Dreipunkt; Unterlenker; Kugel- oder Zugpendel) und des Bodenzustandes Empfehlungen für die Ballastierung und die Einstellung des Reifendrucks gibt. Die empfohlenen Reifendrücke können direkt an die VarioGrip-Reifendruckregelanlage weitergegeben werden.
 
In puncto Hydraulik fahren die 1000 Vario zwei unabhängige Regelkreise mit 210 und 220 l/min auf. Die zwei Axialkolbenpumpen können zwei Verbraucher eines Anbaugerätes getrennt mit Öl beliefern, wobei integrierte Druckbegrenzungsventile sicherstellen, dass die benötigte Menge beim vorgegebenen Druck zu den verbrauchern gefördert wird. mu
 
Mehr über die Baureihe 1000 Vario lesen Sie in einem umfassenden Bericht in traction November/Dezember 2015.
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