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Fendt: Großtechnik für Brasilien

Fendt Momentum_Breitbild
Matthias Mumme, traction
am
30.04.2019

Fendt tritt nach mehreren Jahrzehnten Abstinenz wieder in den brasilianischen Markt ein. Neben den 1000 Vario-Großtraktoren und den Ideal-Rotormähdreschern präsentiert der Hersteller eine Großflächeneinzelkornsämaschine.

Weltpremiere: Momentum-Einzelkornsämaschine

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Auf der Agrishow 2019 in Brasilien präsentiert Fendt die nach eigenen Angaben derzeit größte Einzelkornsämaschine mit Reihendüngerstreuer im dortigen Markt: die Momentum. Die Baureihe umfasst Modelle mit 24, 30 und 40 Reihen (10,2, 13,5 und 18 m Arbeitsbreite) mit jeweils 45 cm Reihenabstand. Die zwei kleineren Modelle können dabei 4.000 kg Dünger mitführen, das Topmodell 5.300 kg. Als Transportbreite gibt Fendt 4,30 m an. Eine Doppelbereifung soll Fahrspuren und Bodenverdichtung reduzieren. Die Vereinzelung samt Kornablage erfolgt durch Technik des zu AGCO gehörenden Unternehmens Precision Planting. Damit soll auch oberhalb von 10 km/h eine Genauigkeit (Vereinzelung, Ablage) von 99,6 Prozent erreicht werden.

Dank der vApply Granular-Technologie soll auch die Düngerablage jeder einzelnen Reihe hochgenau erfolgen. Dabei erfolgt die Steuerung, Bedienung und Kontrolle über das 20I20 Seedsense-Display. Mittels Climate FieldView-Software ist es möglich, Saatkörner und Dünger in der Menge teilflächenspezifisch zu dosieren. Das Terminal ermöglicht darüber hinaus, in Echtzeit die Ablagetiefe, den Schardruck und weitere Informationen zu überwachen.

Für eine optimale Bodenanpassung sind die Säaggregate nicht am Hauptrahmen befestigt, sondern an insgesamt drei Sektionen. Diese haben jeweils eine eigene hydraulische Bodenanpassung. Neben einer mechanischen Schardruckverstellung an jedem einzelnen Aggregat ist eine hydraulische Variante erhältlich, die sich vom Terminal aus während der Fahrt verstellen lässt.

Markteintritt auch mit 1000 Vario und Ideal

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Neben der Momentum präsentiert Fendt auf der Agrishow auch seine 1000 Vario-Großtraktoren und die Ideal-Rotormähdrescher. Dies unterstreicht die AGCO-Strategie, Fendt als globale Premiummarke zu positionieren. In Nordamerika wurden die 1000 Vario bereits erfolgreich eingeführt, zudem werden die Ideal-Mähdrescher dort exklusiv als Fendt zu haben sein, und nicht unter den Schwestermarken Challenger, Massey Ferguson oder Valtra. Auch in Südafrika und Australien hat Fendt die 1000 Vario bereits vorgestellt.

Seit dem Verkauf der Fendt-Fabrik in Sao Paulo im Jahr 1969 – dort wurden seit 1957 als Fendt S.A. Fendt-Traktoren wie der Farmer 1 und der Favorit 1 produziert – ist es das erste größere Engagement von Fendt im brasilianischen Markt.

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