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Fendt lädt nach

Externer Autor
am
25.11.2015

Fendt, die TU Dresden und die Maschinenfabrik Stolpen haben zusammengearbeitet. Das Ergebnis zog bei der Agritechnica viele Blicke auf sich: der Ladewagen VarioLiner.

Fendt, die TU Dresden und die Maschinenfabrik Stolpen haben zusammengearbeitet. Das Ergebnis zog bei der Agritechnica viele Blicke auf sich: der Ladewagen VarioLiner.
Hoher Durchsatz bei geringem Leistungsbedarf - das sind meist die Ziele bei der Entwicklung neuer Maschinen. Bei Fendt war der entscheidende Faktor dafür das neue Ladesystem QuattroFill. Es besteht aus einer Pickup mit Zuführschnecken, einem Spiralrotor mit Schneideinrichtung, einem abgesenkten Kratzboden und einer automatischen Stauwand.
 
Die hydraulisch angetriebene Pickup besitzt eine Aufnahmebreite von 2,0 m (DIN 11220) mit einem Leitblechdurchmesser von 31 cm. Die Zinkenführung ist ungesteuert und die Zinken sind versetzt angeordnet. So soll das Erntegut gleichmäßig zugeführt, am Rotor verteilt und Drehmomentspitzen geglättet werden. Durch den hydraulischen Antrieb kann die Drehgeschwindigkeit der Pickup und der Zuführschnecken vom Rotor entkoppelt werden und an die Futtermenge angepasst werden.

Extra schmaler Rotor

Der spiralförmige Rotor des VarioLiners misst in der Außenbreite nur 1,2 m mit einem Durchmesser von 92 cm. Fendt will durch diese schmale Ausführung bis zu 33 Prozent Energie sparen. Diese Energie gehe nämlich normalerweise durch die Reibung von Futtermasse zwischen den Rotorzinken und dem Schneidboden verloren, so der Hersteller. Der neunreihige Rotor ist in Segmente geteilt und verschraubt, sodass er wartungsfreundlich sein und laufen soll.
 
Durch seine segmentierte, geschraubte Bauweise ist der neunreihige Rotor zudem wartungsfreundlich und zeichnet sich durch maximale Laufruhe aus. Die 29 Messer schneiden 35 mm lang und werden automatisch geschliffen. Der Antriebsstrang ist auf 2.500 Nm abgesichert und Druckfedern sichern die Messer einzeln linear.

Stauwand und Isobus

Der Kratzboden des neuen Fendt Ladewagens ist hinter dem Rotor abgesenkt. So geht weniger Energie verloren und man kann mehr laden. Weiteres Ladevolumen und eine höhere Ladedichte wird im VarioLiner durch die verschiebbare Stauwand geschaffen, die der Kratzboden bewegt. Eine zusätzliche Hydraulik ist nicht nötig. Nach Studien der TU Dresden kann sich die Transporteffizienz durch eine Stauwand um bis zu 30 Prozent erhöhen, weil das Futter gleichmäßig entladen wird und nicht nach hinten fallen kann. Eine Auffangwanne unterhalb der Kratzbodenumlenkung sorgt dafür, dass beim Verschieben der Stauwand nach vorne keine Erntereste auf den Boden oder die Straße fallen.
 
Der Fendt VarioLiner hat serienmäßig Isobus und kann mit dem Varioterminal und Joystick bedient werden. Die Drehzahl der Pickup passt sich automatisch der Fahrgeschwindigkeit des Traktors an.
 
Der Ladewagen wird in zwei Ausführungen zur Entesaison 2017 in Deutschland verfügbar sein. Der VarioLiner 2035 hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 20 t und 35 m³ maximales Ladevolumen (DIN 11714). Der VarioLiner 2440 ist zugelassen für Gesamtgewicht von 24 t bei 40 m³ Ladevolumen. je 
 
Weitere Informationen: www.fendt.com
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