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Forschung zu effizienterer Landtechnik

Externer Autor
am
05.05.2015

Das Projekt TEAM, bei dem 20 Herstellern, Zulieferern und fünf Hochschulen zusammenarbeiteten, ist abgeschlossen. Ziel war es, die Effizienz aller Antriebskomponenten und des Maschineneinsatzes spürbar zu verbessern.

Viele Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen suchen derzeit nach Konzepten, um die neuen Abgasregelungen Tier 4 einzuhalten und dabei den Dieselverbrauch zu senken. Voraussetzung sind neue, deutlich energieeffizientere Antriebstechniken. Bau- und Landmaschinen haben ein Energie- und Schadstoffeinsparpotenzial von bis zu 40 Prozent.
 
Vor diesem Hintergrund entstand das Verbundprojekt Team. "Team" steht für Technologien für energiesparende Antriebe mobiler Arbeitsmaschinen. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Projektträger Karlsruhe betreut. Themen in dem Forschungsprojekt waren beispielsweise verbesserte Verbrennungsmotoren für Hybridantriebe, schnelldrehende elektrische Antriebe und die Berechnung der Effizienz verschiedener mobiler Arbeitsmaschinen. Bei letzterem waren unter anderem Fendt, Claas, Bosch Rexroth und die Deutz AG beteiligt.

Fendt-Traktor misst die Effizienz

Fendt stellte dabei den Mess-Traktor: Drei Jahre lang haben die Ingenieure und Fachkräfte bei Fendt analysiert, getestet, ausgewertet, angepasst, weiter entwickelt und wieder getestet. Feldversuche, Flottenmessungen, Parametervariationen, Sensitivitätsanalysen mit einer Flotte von fünf Traktoren unterschiedlicher Leistungsklassen, die europaweit an unterschiedlichen Standorten in landwirtschaftlichen Betrieben zum Einsatz kamen, waren Bestandteil der Versuchsreihe. Der "Team"-Traktor wurde mit Messtechnik ausgerüstet und ermöglichte Fendt, den Energiefluss bis auf Komponentenebene zu verfolgen. So konnte man erkennen, wann und wo das Gespann wie effizient arbeitet. Mit diesen Daten kann gezielt nachgebessert werden.

Wie sich effiziente Antriebstechnik und intelligente Betriebsstrategien auf den Verbrauch auswirken wurde von den Projektpartnern in Dresden 130 Teilnehmern aus Forschung, Industrie und Politik vorgeführt. Mit dabei war Thiemo Buchner, verantwortlicher Projektleiter im Bereich Research & Advanced Engineering bei Fendt. "Die Forschungserkenntnisse, die wir für uns gewinnen konnten, dienen als Grundlage für Vorentwicklungsprojekte, mit denen Traktoren und Arbeitsprozesse effizienter werden sollen", so Buchner.  je

Weitere Informationen: www.team-mobilemaschinen.de
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