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Fendt: Futtererntetechnik komplettiert Full-Line-Strategie

Fendt Ladewagen
Die Fendt Ladewagen und Rundballenpressen werden auf der Agritechnica zu sehen sein. © Werksbild
von , am
08.09.2017

Zur Agritechnica 2017 präsentiert Fendt viele Produkte aus dem Futtererntetechnikprogramm – vom Ladewagen über Rundballenpressen bis hin zu Neuentwicklungen im Mähwerk- und Schwaderbereich. Das Ladewagen- und Rundballenpressenprogramm wird nach Abschluss der Akquisition des Lely Erntetechnikgeschäfts im Oktober 2017 verfügbar sein.

Ladewagen Tigo XR und Tigo PR

Fendt Ladewagen
Die Fendt Ladewagen sind baugleich mit den Wagen von Lely. © Werksbild

Neu im Fendt Futtererntetechnikprogramm sind die Ladewagen Tigo XR und Tigo PR. Beide sollen sich ideal für große Landwirtschaftsbetriebe und Lohnunternehmer eignen, so Fendt. Erreicht wird die Kapazität bei beiden Modellen durch die verschiebbare Stirnwand, mit der auch die Ladefläche über dem Ladeaggregat genutzt wird. Sechs Kubikmeter Erntegut können dadurch mehr geladen werden. Gleichzeitig wirkt die Stirnwand beim Laden als Presswand. Dabei sorgt die Lade- und Abladeautomatik VarioFill mit einer stufenlosen Steuerung für die nötige Pressdichte. Für den Abladeprozess schwenkt die Stirnwand nach hinten und schiebt das Ladegut, sobald sich der Kratzboden in Bewegung setzt, in die gleiche Richtung um den Kratzbodenantrieb samt Ketten zu entlasten.

Alle Gerätefunktionen sind über ISOBUS und das Varioterminal steuerbar. Wahlweise steht für beide Modelle auch der Parallelbetrieb über das separate Ladewagenterminal zur Verfügung. Das ausschwenkbare Schneidwerk beim Fendt Tigo mit 40 (PR) und 45 (XR) Messern kann mit den beiden Tasten auf der linken Seite des Wagens oder von der Kabine aus bedient werden. 

Die ungesteuerte Pick-Up der Fendt Tigo XR und PR haben eine Arbeitsbreite von bis zu 2 m. Die Rotorzinken sind 25 mm breit und das Rotorantriebsgetriebe ist im Fahrwerksrahmen integriert. Der Schnittspalt der Messer im Rotor ist 3,5 mm breit. Das Rotorzinkenwechselsystem ermöglicht es, einzelne Zinken auszuwechseln, ohne den gesamten Rotor zu tauschen. Modelle mit der Typenbezeichnung D am Ende verfügen über bis zu drei Dosierwalzen.

Das Fendt Stability Control (FSC) ist ein sicherer Einsatz am Hang und eine perfekte Straßenlage gewährleistet. Im hydropneumatischen Fahrwerk des Wagens ist zusätzlich eine Niveauregulierung verbaut. Unabhängig vom Beladungszustand steht immer der volle Federweg zur Verfügung, so Fendt. Zwei hydraulische Stabilisatoren an jeder Achse sollen dafür sorgen, dass das eingestellte Niveau gehalten wird und der Laderaum des Wagens parallel zum Hang steht. Auch bei Straßentransporten arbeitet das in sich geschlossene System, indem es Wankbewegungen in Kurvenfahrten entgegenwirkt.

Der Fendt Tigo XR und der Tigo PR sind baugleich mit den Premiumladewagen der Marke Lely.

Fendt Rundballenpressen

Fendt Rundballenpresse
Die Fendt Rundballenpressen entstammen ebenfalls dem Produktangebot von Lely. © Werksbild

Fendt bietet ab sofort Festkammer- und variable Rundballenpressen an. Die Festkammerpressen gibt es in drei Ausführungen: dem Einsteigermodell Fendt 1125 F (ohne Schneidwerk), dem Modell Fendt 2125 F und dem Premiummodell Fendt 2125 F Profi. Während alle drei Festkammermodelle ein Ballenmaß von 1,25 m haben, stehen bei den variablen Pressen zwei Größen zur Auswahl: 1,60 m Durchmesser erreicht die Fendt 4160 V und 1,80 m die Fendt 4180 V.

Die mit Schneidwerk ausgestatteten Fendt 2125 F, Fendt 2125 F Profi und die beiden variablen Pressen verfügen über das HydroflexControl-System. Das System soll schnell und einfach Blockaden im Zufuhrkanal lösen. Laut Fendt weicht der flexible „Flex“-Boden im Zufuhrkanal wechselnden Erntegutmengen nach unten aus. Sollte trotz allem einmal zu viel Material im Zufuhrkanal sein, kann durch Ausschwenken des kompletten Bodens der Weg freigemacht werden. Der Fahrer kann den Vorgang von der Kabine aus steuern.

Alle Rundballenpressen verfügen über eine ungesteuerte Pick-Up mit einer Arbeitsbreite von 2,00 m bis 2,40 m. Die fünf Zinkenreihen haben standardmäßig 5,6 mm breite Zinken.

Bei den variablen Rundballenpressen soll das CPS (Constant Pressure System) für eine gleichmäßige und hohe Ballendichte sorgen. Durch das Zusammenspiel von mechanischen Federn und Hydraulikzylindern wird mit zunehmendem Ballendurchmesser der Druck erhöht, so Fendt.

Die Festkammerpressen sind mit 18 „PowerGrip“ Stahlwalzen in den Presskammern ausgestattet. Soll das Erntematerial in den Rundballenpressen geschnitten werden, sind die Pressen mit einem Xtracut-Scheidwerk ausgestattet. Der Fahrer kann, wenn unterschiedliche Materialien gepresst werden, zwischen verschiedenen Messergruppen mit 13, 17 oder 25 Messern auswählen. Bei 25 Messern bedeutet das eine theoretische Schnittlänge von 45 mm bzw. 90 mm, wenn die Hälfte der Messer eingesetzt werden.

Die Rundballenpressen sind baugleich mit den Pressen der Marke Lely

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