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Grün-gelbe Mähdruschsaison 2016

Externer Autor
am
02.07.2015

Für die nächste Erntesaison hat John Deere seine Mähdrescher der Serien T und W überarbeitet. Mit Ausnahme der Kabine wurden alle Komponenten verändert. Das soll bis zu 15 Prozent mehr Leistung bringen.

Die Ingenieure haben beim Umbau der T-Serie an mehreren Stellschrauben gedreht. Dafür hat John Deere insgesamt 45 Millionen Euro in die Hand genommen.
 
Punkt 1: eine größere Abscheidefläche. Bei der Abscheidefläche ist alles (bis auf die Haupttrommel mit 66 cm) ein wenig größer: der Umschlingungswinkel des Dreschkorbs wurde um 8 Grad erhöht, die Strohleittrommel auf einen Durchmesser von 50 cm, die Abscheidetrommel auf stolze 80 cm. Der Abscheidekorb hat nun mehr Öffnungen. So soll der Durchsatz erhöht werden, die Strohqualität erhalten bleiben und auch unter feuchten Bedingungen das Abscheiden gut funktionieren. Insgesamt wurde die aktive Abscheidefläche der T-Serie wurde um 41 Prozent auf 3,3 m² bei fünf Schüttlern und 4 m² bei sechs Schüttlern erhöht. Auch die W-Serie hat eine größere Dreschtrommel mit einem Durchmesser von 66 cm und 10 Schlagleisten.
 
Punkt 2: neue Reinigungsfläche. Mehr Durchsatz braucht bessere Reinigung. Deshalb haben die John-Deere-Ingenieure der T-Serie einen größeren Siebkasten mit einer Fläche von 6 m² verpasst, der das Gewicht der vorherigen Einheit behält, weil er nun aus Alu ist. Zusammen mit der TU Dresden und Windsimulationen wurde außerdem das Gebläse verbessert.

Punkt 3: Zeit sparen.

Der 11.000 l fassende Korntank soll in weniger als 90 Sekunden entleert mit bis zu 125 l/s abgetankt werden. Auf der Straße schafft der T-Mähdrescher nun bis zu 40 km/h. Auch ein paar Modelle der W-Serie erreichen nun diese Geschwindigkeit. Beide sind übrigens auch mit Raupenlaufwerken verfügbar, deren Aufstandsfläche ist 1,7-mal größer als die eines 800-mm-Reifens. Das schont den Boden und erlaubt zum Teil Einsätze auf feuchten Böden. Mit Raupen sind die 5-Schüttlermähdrescher knapp 3,3 m und die 6-Schüttler knapp 3,5 m breit.
  
Eine schnell verstellbare Intensivreibleiste kann in etwa drei Minuten oberhalb der Haupttrommel in den Gutfluss geschwenkt werden. Das ist praktisch, wenn ein aggressiver Drusch gefordert wird, zum Beispiel bei Gerste. Außerdem kann der Erntevorsatz 600 X innerhalb von drei Minuten und mit wenigen Handgriffen von Gerste- auf Rapsernte umgestellt werden.

Motoren: Tier 4 final

Die neuen Mähdrescher der W- und T-Serie sind mit John Deere PSS-Motoren der Abgasstufe Tier 4 final ausgestattet. Die 9-l-Motoren erreichen höhere Leistungen. Die Nenndrehzahl der 6,8-l-Motoren wurde um 200 l/min auf 2200 l/min verringert, um mehr Effizienz zu erreichen. Der DEF-Verbrauch beider Motortypen soll ein bis drei Prozent betragen. Nach Leistungssteigerungen haben der W650 302 PS (vorher 299), der W660 334 PS (vorher 320), der T560 und der T660 haben 334 PS (vorher 320) und der T670 hat 392 PS (vorher 373).

Alles connected

Im Rahmen der FarmSight-Strategie von John Deere sind die Mähdrescher auch intelligenter geworden. Das ConnectedCombine-Paket umfasst das GPS-unterstützte Sammeln und Übertragen von Daten. Wichtige Maschinendaten wie Kraftstoffverbrauch, Ertragskarten und bearbeitete Hektar auf verschiedenen Feldern können per drahtloser Datenübertragung an das Online-Portal MyJohnDeere.com übermittelt werden. Weiterhin gibt es die Lenkautomatik AutoTrac und interaktive Mähdreschereinstellung (IME) um den Fahrer zu entlasten. Braucht er doch Hilfe, kann über den Display-Fernzugriff (RDA) eine Verbindung zwischen dem Fahrer und einem Spezialisten des Vertriebspartners hergestellt werden.
 
Optional erhältlich ist eine Hinterachse mit Allradantrieb und Traktionskontrolle sowie ein Druckluftkompressor zur einfachen Reinigung der Maschine. Mit diesen Neuerungen will John Deere den Marktanteil bei Mähdreschern un etwa 1,5 Prozent steigern. Die größeren Modelle im Mähdrescherangebot von John Deere wurden für 2016 ebenfalls überarbeitet. je

Weitere Informationen: www.deere.de
 
Mehr von den neuen John-Deere-Mähdreschern der T-Serie in unserer Bildergalerie.
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