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Helmut Claas mit der Dieselmedaille ausgezeichnet

Dieser Artikel ist zuerst in der Agrartechnik erschienen.

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Lukas Arnold, Agrartechnik
am
10.04.2017

Helmut Claas, der langjährige geschäftsführende Gesellschafter der Claas Gruppe, ist am vergangenen Freitag vom Deutschen Institut für Erfindungswesen mit der Dieselmedaille in der Kategorie „Erfolgreichste Innovationsleistung“ ausgezeichnet worden.

Claas – Helmut Claas Dieselmedaille

„Es ist schon etwas sehr besonderes, wenn man mit über 90 Lebensjahren noch eine solche Auszeichnung entgegennehmen darf. Es geht hier aber weniger um mich, sondern um unsere starke Mannschaft bei Claas, und wie wir es gemeinsam geschafft haben, Erfindergeist und wirtschaftlichen Erfolg miteinander zu verbinden“, sagte Helmut Claas beim Festakt im Ehrensaal des Deutschen Museums in München.

Helmut Claas baute den 1913 von seinem Vater und dessen Brüdern gegründeten Betrieb zu einem der weltweit agierenden Landtechnikunternehmen aus. Heute wird das Unternehmen von seiner Tochter Cathrina Claas-Mühlhäuser in der dritten Generation geführt.

Vier international bekannte Universitäten in Ungarn, Großbritannien, Bulgarien und Deutschland verliehen Helmut Claas die Ehrendoktorwürde. So erhielt er unter anderem im Jahre 2000 den Titel des „Doktors der Agrarwissenschaften“ ehrenhalber in „Anerkennung seiner herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Agrartechnik und seiner besonderen Verdienste um die Entwicklung leistungsfähiger, moderner Landmaschinen“ von der Universität Stuttgart-Hohenheim. Die Universität Stuttgart-Hohenheim war es auch, die ihn für sein Lebenswerk auf dem Gebiet zukunftsweisender Technik in der Landwirtschaft im Jahre 2004 in den Ehrensenat berief. Im Juni 2009 verlieh ihm die Moskauer Gorjatschkin Universität, die heutige Landwirtschaftliche Akademie Timirjazev, den Titel eines Professors ehrenhalber. Ebenfalls 2009 erhob die Republik Frankreich Helmut Claas zum „Chevalier dans l’Ordre de la Legion d’honneur“ und würdigte damit seine Verdienste als Pionier der deutsch-französischen Zusammenarbeit.

Persönliche Auszeichnungen wie die Ehrenbürgerschaft seiner Heimatstadt Harsewinkel, die Verdienstmedaille des Bundeslandes Baden-Württemberg oder aber der Verdienstorden des französischen Landwirtschaftsministers runden sein Lebenswerk ab.

Die Dieselmedaille gilt als „Oscar der Erfinder“ und ist Deutschlands ältester Innovationspreis und wurde im Jahr 1953 auf Initiative von Eugen Diesel, dem Sohn Rudolf Diesels, ins Leben gerufen. Sie würdigt neben der wissenschaftlichen Leistung insbesondere das auf den Erfindungen beruhende unternehmerische Werk. Das auswählende Dieselkuratorium setzt sich aus über 40 in der unternehmerischen Verantwortung stehenden Technikvorständen und Geschäftsführern zusammen.

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