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Horsch trotzt den Marktturbulenzen

Julia Eder, traction
am
09.03.2016

Während in der Landtechnikbranche ein Umsatzminus das nächste jagt, meldet Horsch einen Erfolg: 2015 war das zweiterfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte. Und das sind die Gründe für den Erfolg.

Der Umsatz von Horsch im Jahr 2015 beläuft sich auf 245,8 Mio. Euro. Im Vergleich zu 2014 (233 Mio. Euro) entspricht das einem Anstieg von 5,6 Prozent. Damit ordnet sich 2015 direkt hinter dem Rekordjahr 2013 mit einem Umsatz von 252 Mio. Euro ein. Die Zahl der Mitarbeiter ist auf rund 1.180 Personen (inkl. Zeitarbeiter) gewachsen.

Bei der Meldung zum Geschäftsjahr 2015 stellt Horsch die Exporte als zentralen Erfolgsfaktor heraus. Der Exportanteil beträgt weiterhin rund 71 Prozent. Nach Deutschland ist trotz großer Marktturbulenzen Frankreich der wichtigste Markt für Horsch. Und während es in Russland zu einer leichten Erholung kam, konnte Horsch in der Ukraine dank hervorragender Verkäufe in Bereich Sätechnik die Umsätze sogar massiv steigern und erreichte dort das stärkste Jahr in der Firmengeschichte. Polen hat sich zu einem über die Jahre konstant guten Absatzland entwickelt, gefolgt von Großbritannien, Dänemark und den skandinavischen Ländern sowie Bulgarien, Rumänien, Tschechien  und Ungarn.

Weitere Märkte in denen Horsch Potential sieht, befinden sich aktuell im Aufbau. Dazu zählen China und Brasilien, wo bereits eine Tochterfirma gegründet wurde. Trotz aktuell schwieriger Marktlage entwickelt sich auch das USA-Geschäft weiter. Dort konnte die Horsch LLC das Produktportfolio erweitern.

Erfolgsmaschinen und Investitionen

Der Umsatz teilt sich auf in 43 Prozent Sätechnik, 32 Prozent Bodenbearbeitung, 15 Prozent Ersatzteile und 10 Prozent Pflanzenschutz. Die Sparte Pflanzenschutz führte von Horsch in vielen weiteren Ländern in den Markt ein und erweiterte sie um den Selbstfahrer PT 330 und die gezogene Spritze Leeb LT.

Zu den Ausgaben 2015 zählen bei Horsch Investitionen: Am Standort Schwandorf wurde mit dem FITZentrum (Farming – Innovation – Training) ein neues Schulungs- und Marketinggebäude fertiggestellt, das rund 8 Mio. Euro kostete. Dort werden in diesem Jahr auch die Praxistage stattfinden. Am Standort Landau wurde am Kompetenzzentrum für Pflanzenschutz die Produktionsfläche für rund 1,5 Mio. Euro fast verdoppelt.

Prognose: Vorsichtig optimistisch

Das laufende Jahr 2016 sieht Horsch mit einer realistischen Vorsicht. Von den zukünftigen Investitionen liegt aktuell die Erweiterung des Standortes in Russland am nächsten. Dort wird das ebenfalls noch sehr neue bestehende Service- und Schulungszentrum um eine eigene neue Montage und Lackiererei erweitert.

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