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Ausbringtechnik

Hydraulischer Antrieb für Kotte Güllefässer

am Freitag, 22.05.2020 - 14:05

Eine angetriebene Achse verbaut der Güllefasshersteller auf Wunsch. Auch kleinere Traktoren sollen die Fässer damit ziehen können.

Die hydraulische Antriebsachse Agro Drive von BPW verbaut Kotte ab sofort bei allen Güllefässern auf Wunsch. Wie Stefan Kotte gegenüber traction erklärt, ist dies bei Einachsern genauso möglich wie bei Tandem- und Tridemachsfässern.

 

Mehr Kraft auf nassem Boden

Kotte garant Güllewagen

Die Achse reduziere den Schlupf der Räder. Man schaltet sie je nach Situation zu. So braucht der Traktor weniger Zugleistung, argumentiert Kotte. Zudem kommen Fass und Fahrer mit nassem Boden und Hanglagen besser zurecht.

Triebachsen kommen derzeit generell wieder in Mode. Bereits in den 1950er-Jahren nutzten sie viele Hersteller, damit ihre Anhängegeräte weniger Leistung vom Zugfahrzeug benötigen. Mittlerweile sind sogar einige elektrische Antriebsachsen serienreif, wie wir hier berichten.

Zwei Stufen schaltbar

An der Agro Drive laufen bei Straßenfahrt die Radialkolbenmotoren ohne aktive Steuerung im Freilauf. Das spart Energie. Auf dem Feld sind die Motoren in zwei Stufen zuschaltbar.

Die Achse ist bei Kotte mit allen Federungssystemen kombinierbar und serienmäßig für eine Reifendruckregelanlage des Herstellers PTG vorbereitet.

Was der Traktor mitbringen sollte

Stefan Kotte zählt folgende Voraussetzungen auf, um die Triebachse nutzen zu können:

  • Der Schlepper braucht eine weitere Load-Sensing-Hydraulikpumpe für die Achse mit maximal 200 l/min Fördermenge, maximal 350 bar Druck, 12 Volt Spannungsversorgung, T0-Anschluss für drucklosen Rücklauf sowie einen Rücklauffilter am Schlepper.
     
  • Die Steuerung benötigt einen 12 Volt-Anschluss, einen Iso-Stecker (11786), ein Geschwindigkeitssignal mit mindestens 6 V sowie ein Bremssignal.

Der Wirkungsgrad der Triebachse hängt von der Hydraulikleistung des Schleppers ab, die laut Kotte nicht zu knapp sein sollte.

Elektronik leicht verständlich

Bereits auf der Agritechnica 2019 hatte Kotte seine Isobussteuerung GoControl ISO vorgestellt. Man soll die elektronik ohne lange Einweisung intuitiv bedienen können.

Für schnelleres Arbeiten sorgt auch Kottes TwinFlow-System. Die Pumpe ist dabei so in den Fluss der Gülle gebaut, dass sie ihre Leistung optimal ausschöpft.

 

Mit Material von Kotte Landtechnik GmbH & Co. KG
traction Magazin

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