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Isobus am Pflug

Externer Autor
am
21.08.2015

Kverneland rüstet auf in Sachen Bodenbearbeitung: Zur Agritechnica 2015 zeigt der norwegische Hersteller unter anderem eine neue Anbaudrehpflugserie mit Isobussteuerung und eine neue Serie von Kreiseleggen.

{BILD:641431:jpg}Die neuen Anbaudrehpflüge der Serie 2500 zielen auf das Marktsegment von mittelschweren, 4- bis 6-furchigen Pflügen für Traktoren bis 280 PS. Und das sind die Details von vorne bis hinten: Die Pflüge werden im Drehpunkt angebaut und haben einen Drehzylinder, mit dem der Oberlenkerturm während der Fahrt abgewinkelt werden kann; der Oberlenker bleibt dabei angebaut. Hydraulikschläuche und Kabel sind durch eine hohle Drehwelle mit 14 cm Durchmesser verlegt.
 
Der einteilige Rahmen (120 x 200 x 6,4 mm) ist induktionsgehärtet und 80 cm hoch. Das passende Laufwerk für diese Höhe bei gleichbleibend großer Aufstandsfläche ist einzigartig: ein Raupenlaufwerk aus Gummi. Trotz seiner großen Aufstandsfläche (65 x 30 cm) bleiben die Umrisse innerhalb der Arbeitsbreite des Pfluges. Die Stützräder lassen sich mechanische oder hydraulisch einstellen. Das Grindel hat Kverneland neu geformt und dadurch gewicht gespart. Es kann sowohl mit Abscherbolzen als auch mit einer Blattfedersteinsicherung ausgerüstet werden.
 
Der Körperlängsabstand beträgt 85 oder 100 cm. Alle aktuellen Kverneland-Pflugkörper können verwendet werden. Mit Variomat-System kann die Arbeitsbreite von 30 cm bis sogar 60 cm vom Traktorsitz aus angepasst werden. Die Kverneland 2500 kann darüber hinaus mit Packerarm oder dem integrierten Packersystem "Packomat" ausgerüstet werden.
 
Bedient wird elektro-hydraulisch und mit einem Drehwinkelsensor zur Erfassung der Pflugneigung. In der Basisversion wird mit einem Drucktaster die jeweilige Funktion vorgewählt und per Hydrauliksteuergerät vom Traktorsitz aus eingestellt. In der mittleren Ausbaustufe zeigt das monochrome Display einzelne Parameter und Einstellungen an.

Pflug über Isobus steuern

Neu für die Serie 2500 ist das Isobus-basierte Bedien- und Steuerungskonzept i-Plough. Dabei kann von der Traktorkabine aus über das Isobus-Terminal alles am Pflug eingestellt werden. Insgesamt gibt es bei iPlough vier Arbeitsbereiche:
  • Ploughing: Einstellmöglichkeiten wie Arbeitsbreite, Arbeitstiefe,  Vorderfuchenbreite, Anstellwinkel
  • Transport: vollautomatische Umrüstung von Arbeits- in Transportposition und zurück
  • Marking: Markierung des Vorgewendes
  • Mounting: An- und Abbau am Schlepper, sowie die Voreinstellung aller gewünschten Einstellungen

Neue Kreiseleggen: H-Serie

Die neue H-Serie basiert auf der NGH 101-Serie. Allerdings wurde das Gewicht deutlich verringert und die Stabilität erhöht. Für letzteres wurde die Wanne der Kreiselegge F30 verbaut. Der Kreisel hat einen Abstand von 25 cm zur Wanne. Die H-Swerie kann mit verschiedenen Drillen kominiert werden. Die Arbeitsbreiten der H-Serie liegen bei 3,00 m, 3,50 m und 4,00 m. Die Kverneland H-Serie kann außerdem mit verschiedenen Nachlaufwalzen oder Scharschienen ausgestattet werden. Die parallelogramm-geführten Seitenplatten mit Überlastsicherung wurden verbessert. Die Gelenkwelle kommt jetzt von Walterscheid. Eine neue Zinkenform in Verbindung mit neuartigem, verschleißstabilerem Material reduziert laut Hersteller die benötigte Antriebsleistung (bis 190 PS).

Strip Till und Kurzscheibenegge

Zur Agritechnica 2013 stellte Kverneland die Strip-Till-Maschine Kultistrip vor. Die gibt es jetzt auch als klappbare Variante für eine schnelle Straßenfahrt bei hoher Arbeitsbreite. Die Kultistrip 4500F und 6000F bieten eine Arbeitsbreite von 4,50 m bis 6,00 m. Die dreifache Klappung des neuen Kultistrip Rahmens erreicht eine Transportbreite von unter 3,00 m, ohne zusätzliche Montagearbeiten an der Reihe. Bei hohen Geschwindigkeiten auf der Straße sind zur Sicherheit die geklappten Flügel hydraulisch und das Parallelogramm der Reihe mechanisch blockiert.
 
Auch bei den Kurzscheibeneggen gibt es etwas Neues: die gezogene Qualidisc Farmer T mit Arbeitsbreiten von 4,00 m bis 6,00 m und einer Arbeitstiefe von 2 bis 10 cm. Sie ist eine Mischung aus der aufgesattelten Qualidisc T, von der sie den Hauptrahmen hat, und der angebauten, klappbaren Version der Qualidisc Farmer, von der sie Klappsektion und den Scheibenarm hat. Die neue Qualidisc Farmer T ist außerdem sieben Prozent leichter als die älteren Modelle. Die wärmebehandelten 520 mm x 5 mm Scheiben werden von neuen Scheibenarmen getragen. Die Qualidisc Farmer T kann mit der a-drill 200 oder 500 von Kverneland kombiniert werden, sodass während der Stoppelbearbeitung auch die Aussaat von Zwischenfrüchten oder Gras in einem Arbeitsgang erfolgen kann. 

Wieder da: der Turbo

Der Kverneland Grubber "Turbo" wird nach einigen Jahren wieder eingeführt, und zwar in einer gezogenen Variante mit 6,50 m und 8,00 m Arbeitsbreite und Arbeitstiefen von bis zu 15 cm. Er hat fünf Zinkenreihen und Zinkenabstände von 51 und 90 cm. Nivellierzinken ebnen dann den Boden ein. Zudem kann der Kverneland Turbo mit den Walzen Actipack (560 mm), Actiflex (580 mm) oder Actiring (540 mm) ausgestattet werden. Auch bei den Scharen gibt es zwei Ausstattungsmöglichkeiten: die 55 mm x 15 mm für eine tiefe Bodenbearbeitung und einen geringen Kraftstoffverbrauch oder das Doppelherzschar (125 mm) für eine intensive Durchmischung. Eine Zulassung von 40 km/h für Deutschland ist in Bearbeitung. je
 
Bis zur Agritechnica müssen Sie allerdings nicht warten: In unserer Bildergalerie sehen Sie schon jetzt alle Neuheiten!
 
Weitere Informationen: www.kvernelandgroup.de
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