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JCBs Zwei-in-eins-Getriebe

Julia Eder, traction
am
11.04.2016

Hydrostat oder Powershift? JCB kombiniert die beiden Varianten in einem Getriebe für Teleskoplader. Und so funktioniert es.

Mit einem hydrostatischem Antrieb kann man sich ganz auf das exakte Manövrieren und präzise Arbeiten, zum Beispiel mit dem Frontlader, konzentrieren. Deshalb wird es bei Rad- und Teleskopladern gerne verbaut. Doch immer öfter werden die Lader auch auf der Straße eingesetzt, um beispielsweise Strohballen zu transportieren. Hier sind gute Beschleunigung und ein hoher Wirkungsgrad mit geringem Kraftstoffbedarf gefragt - idealerweise ein Lastschaltgetriebe.

Hydrostat oder Powershift - dieses Entweder-Oder wollte JCB vermeiden und die Vorteile beider Lösungen in einem Getriebe vereinen. Denn der britische Hersteller hat die Nutzung von Teleskopladern bei Landwirten untersucht: Sie werden zu 60 Prozent für den Materialumschlag, zu 20 Prozent für die reine Fahrt und zu 15 Prozent zum Ziehen von Anhängern verwendet.

Das Ergebnis ist das Dualtech Variable Transmission (VT). Von 0 bis 19 km/h fährt es hydrostatisch. Die Pumpe stammt von Bosch Rexroth und pumpt 110 l/min bei 190 bar. Werden 19 km/h erreicht, greifen zwei automatisch verbundene Kupplungen: der Hydrostat wird entkoppelt und der mechanische Fahrbereich beginnt. Hier stehen drei Gänge über Direct Drive zur Verfügung.

Das Dualtech VT wird in den drei Teleskoplader-Modellen 531-70, 536-70 und 541-70 verbaut. Sie haben je einen 7 m langem Arm und heben 3,1, 3,6 und 4,1 t.
Für die Bedienung stehen verschiedene Fahrmodi zur Verfügung: der Power-Modus oder der kraftstoffsparende Economy-Modus. Auch die Arbeit im vom Fastrac bekannten Flexi-Modus ist möglich, bei dem Geschwindigkeit und die Drehzahl des Anbaugeräts vorgegeben werden.

Die Modelle sind mit einem JCB-EcoMAX-Motor mit 4,8 l Hubraum ausgestattet, der 145 PS bei 2.200 U/min und 560 Nm bei 1.500 U/min leistet. Sie erfüllen Tier 4 final nur über SCR und DOC, ohne Dieselpartikelfilter.

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