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John Deere: Ergebnisprognose für 2016 angehoben

Dieser Artikel ist zuerst in der Agrartechnik erschienen.

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Julia Seitz, Agrartechnik
am
22.08.2016

John Deere hat das dritte Quartal entgegen eigener Prognosen besser abgeschlossen als erwartet. Einige Sparten konnten im Vergleich zum Vorjahr sogar zulegen.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres (31. Juli) belief sich der auf Deere & Company entfallende Gewinn auf 488,8 Millionen (511,6 Millionen US-$) beziehungsweise auf US-$ 1,55 (US-$ 1,53) je Aktie. In den ersten neun Monaten erreichte das auf Deere & Company entfallende Ergebnis 1,239 Milliarden US-$ (1,589 Milliarden US-$) bzw. US-$ 3,91 (US-$ 4,67) je Aktie.

Die weltweiten Umsätze und sonstigen Erlöse sanken im dritten Quartal um elf Prozent auf 6,724 Milliarden gegenüber dem Vorjahr beziehungsweise in den ersten neun Monaten um neun Prozent auf 20,124 Milliarden US-$. Dabei beliefen sich die Maschinenumsätze im dritten Quartal auf 5,861 Milliarden US-$ (6,840 Milliarden US-$) beziehungsweise auf 17,737 Milliarden US-$ (19,843 Milliarden US-$). Gegenüber dem Vorjahr sanken die weltweiten Maschinenumsätze um 14 Prozent beziehungsweise um elf Prozent in den ersten neun Monaten. Darin sind in beiden Zeiträumen bessere Preise mit jeweils zwei Prozentpunkten berücksichtigt. Zusätzlich belasteten ungünstige Umrechnungskurse die Umsätze in beiden Vergleichszeiträumen mit zwei Prozentpunkten. In den Vereinigten Staaten und Kanada gingen die Maschinenumsätze um 16 Prozent beziehungsweise um 13 Prozent in den ersten neun Monaten zurück. Außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas sanken sie um 12 Prozent im Quartal beziehungsweise um sieben Prozent in den ersten neun Monaten, wobei ungünstoge Umrechnungskurse mit vier Prozentpunkten im Quartal beziehungsweise sechs Prozentpunkten in den ersten neun Monaten zu Buche schlugen. Die Maschinensparten erwirtschafteten einen Betriebsgewinn von 625 Millionen US-$ (601 Millionen US-$) im dritten Quartal beziehungsweise  von 1,526 Milliarden US-$ (1,842 Milliarden US-$) in den ersten neun Monaten. Die Ergebnisverbesserung im dritten Quartal beruhte in erster Linie auf besseren Preisen, niedrigeren Produktionskosten sowie auf geringeren Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten, wurde aber teilweise durch geringere Liefermengen und die Auswirkungen ungünstiger Wechselkurse geschmälert. Im dritten Quartal erwirtschafteten die Maschinensparten des Unternehmens einen Gewinn von 353 Millionen US-$ (344 Millionen US-$) bzw. von 873 Millionen US-$ (1,109 Milliarden US-$) in den ersten neun Monaten. Im Geschäftsjahr 2016 wird der Nettogewinn des Unternehmens voraussichtlich 1,35 Milliarden US-$ erreichen. „John Deere erzielt weiterhin gute Ergebnisse angesichts herausfordernder Marktbedingungen, insbesondere im Vergleich zu früheren Konjunkturabschwächungen in der Agrarwirtschaft“, so Allen. „Das unterstreicht den Erfolg unserer Bemühungen, ein robusteres Geschäftsmodell zu entwickeln und weitere Ertragsquellen zu erschließen. Gleichzeitig konzentrieren wir uns weiterhin darauf, unsere Geschäftszweige noch effizienter zu machen und weitere strukturelle Kostensenkungen zu erzielen. Wir vertrauen nach wie vor auf die gegenwärtige Ausrichtung des Unternehmens und glauben fest daran, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist, seinen Kunden und Investoren auch in Zukunft einen Mehrwert zu bieten.“

Landtechnik und Maschinen für die Rasen-und Grundstückspflege

Der Betriebsgewinn belief sich im dritten Quartal auf 571 Millionen US-$ (472 Millionen US-$) bzw. auf 1,329 Milliarden US-$ (1,378 Milliarden US-$) in den ersten neun Monaten. Der Gewinnanstieg im dritten Quartal beruhte dabei in erster Linie auf besseren Preisen, niedrigeren Produktionskosten sowie geringeren Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten, dagegen schmälerten geringere Liefermengen und ungünstige Umrechnungskurse teilweise die Ergebnisse. In den ersten neun Monaten schlugen dagegen geringere Liefermengen, ungünstige Umrechnungskurse und eine weniger vorteilhafte Zusammensetzung des Produktprogramms zu Buche, wogegen sich bessere Preise, niedrigere Produktionskosten sowie geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten vorteilhaft auswirkten. In beiden Zeiträumen begünstigte der Gewinn aus dem Teilverkauf der Beteiligung an SiteOne Landscape Supply, LLC die Resultate.

Marktlage und Ausblick

Die John Deere Umsätze der Sparte Landtechnik und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege werden im Geschäftsjahr 2016 voraussichtlich um acht Prozent Zurückgeben, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit zwei Prozentpunkten berücksichtigt sind. Außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas werden die Umsätze der Branche im Geschäftsjahr 2016 voraussichtlich um etwa 15-20 Prozent geringer ausfallen. Dieser Rückgang, der den Einfluss niedriger Erzeugerpreise und landwirtschaftlicher Einkommen widerspiegelt, wirkt sich am stärksten beim Umsatz mit leistungsstarken Maschinen aus. Die Umsätze der Branche in den EU-28 Märkten werden im Geschäftsjahr 2016 etwa gleich hoch bis fünf Prozent geringer als im Vorjahr ausfallen, wobei sich niedrige Erzeugerpreise und gesunkene landwirtschaftliche Einkommen sowie der anhaltende Druck auf die Milcherzeuger auswirken. In Südamerika werden die Branchenumsätze mit Traktoren und Mähdreschern um etwa 15-20 Prozent zurückgehen, vor allem aufgrund wirtschaftlicher und politischer Unsicherheit in Brasilien. Wegen der schwächeren Konjunkturlage in China dürften auch die Umsätze in Asien stagnieren beziehungsweise  etwas niedriger ausfallen. Die Branchenumsätze mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege werden in den Vereinigten Staaten und Kanada etwa gleich hoch ausfallen bzw. um bis zu fünf Prozent steigen. Dabei sollten neue Produkte und die allgemeine Konjunkturerholung die Umsätze mit John Deere Produkten begünstigten.

 

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