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John Deere: Updates und Neuheiten bei Mähdreschern

John Deere S770i Breitbild
Matthias Mumme, traction
am
19.06.2019

John Deere präsentiert kurz vor der Getreideernte 2019 einige Updates für seine Mähdrescherbaureihen S, W und T.

S-Serie: Details weiter verbessert

John Deere S770i Strohverteilung

Die Rotormähdrescher der S-Serie bekommen eine verbesserte HarvestSmart-Vorfahrtregelung verpasst. Diese wurde mit der automatischen Mähdreschereinstellung ICA2 kombiniert. Passen Reinigungsqualität und Bruchkornanteile nicht, so greift HarvestSmart automatisch ein und regelt die Vorfahrtgeschwindigkeit auf das passende Niveau ein. Dabei wird auch die gewünschte und eingestellte Motorauslastung hinsichtlich des Dieselverbrauchs beachtet. Für die Kampagne 2020 bietet John Deere für die neuen S-Modelle eine Bruchkorngarantie an. Liegt der Wert über 1 Prozent, bekommen Landwirte und Lohnunternehmer den monetären Verlust erstattet.

Neu ist auch eine automatische Strohhäckslereinstellung. Per GPS-Signal erkennt die Software die Fahrtrichtung und spiegelt bei Seitenwind automatisch die Ausrichtung der Leitbleche. Durch einen nunmehr aus der Kabine heraus verstellbaren Gegenkamm lässt sich laut John Deere die Strohverteilung nochmals verbessern.

Die Ertragssensorik ActiveYield wird zur Kampagne 2020 durch einen Feuchtemesser ergänzt, gleichzeitig wurde die Messgenauigkeit laut Hersteller gesteigert. Weiterhin bietet John Deere den Display-Fernzugriff per JDLink für 5 Jahre kostenlos an. Ab 2020 ist zudem die Datenübertragung im ISO-XML-Format möglich.

Neues Display für Schüttler-Serien

Die Baureihen W und T bekommen ab 2020 ein neues Display in die Kabine: das GreenStar 4640 der 4. Generation. Alle Mähdreschereinstellungen werden nach wie vor über die Armlehne gesteuert, das Display erlaubt dagegen Zugriffe auf Funktionen wie Lenksystem, Dokumentation, Datenübertragung und MachineSync (Steuerung des parallel fahrenden Abfahrgespanns vom Mähdrescher aus). Das Display ist abnehmbar und kann auch für Maschinen und Geräte wie die John Deere-Pflanzenschutzspritzen verwendet werden.

Auch in der Kampagne 2020 stellt John Deere die T-Serie selbstbewußt in den Wettbewerb, und zahlt jedem Fahrer einer Wettbewerbsmaschine 10.000 Euro, sofern dieser die Leistung einer vergleichbaren T-Schüttlermaschine schlagen kann. Interessierte können sich über die John Deere-Website informieren und anmelden.

Neue Vorsätze

John Deere 615P Pickup

Weiterhin führt John Deere die neue Schneidwerksbaureihe 700X ein Mit 1.200 mm langem Tisch soll es vor allem für den Rapsdrusch bestens geeignet sein. Dank eines flacheren Tischdesigns verspricht der Hersteller einen besseren Übergang zur Einzugsschnecke. Dies soll sich insbesondere bei niedrigem Erntegut wie Gerste auszahlen. Eine neue Rutschkupplung soll den Verschleiß reduzieren. Die Bodenplatten wurden um 25 Prozent verstärkt, um längere Standzeiten zu ermöglichen.

John Deere sieht angesichts ungleichmäßiger abreifender Bestände und der Glyphosat-Debatte (Sikkation) auch eine stärkere Nachfrage nach Vorsätzen für den Raps-Schwaddrusch. Dafür bietet der Hersteller die neue Pickup 615P an. Sie ist 4,50 m breit und sitzt auf neuartigen, luftgefederten Stützrädern. Die Zinken der Pickup sind an einem umlaufenden Gummiförderband befestigt. So wird das Erntegut schonend und erschütterungsfrei aufgenommen. Die Komprimierung vor dem Einzug erfolgt über einen einstellbaren Niederhalter.

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