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Kubota steigt in Großtraktorenvertrieb ein

Versatile Nemesis Kubota Breitbild
Matthias Mumme, traction
am
15.03.2019

Kubota unterzeichnet OEM-Vertrag mit Buhler Industries zum Vertrieb von Versatile-Großtraktoren in Nordamerika.

Versatile Nemesis vorne

Es ist ein Paukenschlag: Kubota hat mit dem kanadischen Unternehmen Buhler Industries einen OEM-Vertrag geschlossen, über den Kubota Standardtraktoren des in Winnipeg ansässigen Unternehmens in den USA und Kanada vertreiben wird. Dabei handelt es sich um exklusiv für Kubota entwickelte Großtraktoren von Versatile. Diese wurden kürzlich als Nemesis-Baureihe den Händlern vorgestellt, und sollen ab Mitte 2019 in die Märkte eingeführt werden sollen.

Buhler Industries gehört sei 2007 mehrheitlich dem russischen Landmaschinenkonzern Rostselmash. Mit dem OEM-Vertrag verfolgt Kubota nach eigenen Angaben konsequent seine Strategie, den nordamerikanischen Großtraktorenmarkt zu erschließen. Ob das Abkommen zukünftig auf weitere Baureihen von Versatile, wie die größeren MFWD-Standardtraktoren oder die Knicklenker und Delta Track-Raupentraktoren erweitert werden könnte, gaben beide Unternehmen noch nicht bekannt. Ebenso äußerte sich Kubota noch nicht dazu, ob das Abkommen auf weitere Märkte wie Europa erweitert werden könnte. Kubota bietet dort bisher Traktoren bis 175 PS Motorleistung an.

Cummins-Motor und ZF-Getriebe

Versatile Nemesis hinten

Die Nemesis-Traktoren nutzen einen 6,7 l großen Cummins-Sechszylinder – dem Hoflieferanten von Versatile und Rostselmash. Dabei soll es drei Modelle mit 175, 195 und 210 PS geben, welche die Abgaststufe V erfüllen werden und somit auch für den Verkauf in Europa bzw. in der EU zugelassen wären. Beim Getriebe sollen Käufer die Wahl zwischen einem CVT-Triebsatz und einer 6-fach-Lastschaltung haben, die jeweils 50 km/h Maximalgeschwindigkeit bei reduzierter Motordrehzahl erreichen. Dabei handelt es sich um moderne TMT- bzw. TPT-Getriebe von ZF. Für Fahrkomfort und ein sicheres Fahrverhalten sorgen eine Kabinenfederung sowie eine gefederte Vorderachse.

Die Entwicklungszeit der neuen Traktoren betrug Buhler zufolge etwa 5 Jahre.

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