Login
News

Lemken: Weiter auf Kurs

Externer Autor
am
01.02.2016

Lemken hat im Jahr 2015 einen Nettoerlös von 327 Mio. Euro erwirtschaftet, was einem Rückgang von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Hier alle Details!

Schon 2014 sanken die Firmenerlöse des Herstellers aus dem niederrheinischen Alpen nach drei erfolgreichen Wachstumsjahren. 2015 hält der Trend also an. Trotzdem stellt Lemken weiter ein: Die Zahl der weltweit fest Beschäftigten zum Jahresende stieg nochmals um 30 auf 1.307. Außerdem investierte der Hersteller kräftig: 33 Mio. Euro flossen in Gebäude und Anlagen. Das neue Produktionswerk in Haren (Emsland) wurde fertiggestellt und in Alpen ging das neue Entwicklungswerk mit Arbeitsplätzen für über 100 Ingenieure sowie angeschlossener Versuchshalle in Betrieb. Außerdem entstanden 10.000 m² neue Hallenflächen für eine größere und modernere Einzelteilefertigung.
 
Geschäftsführer Anthony van der Ley ist zufrieden: "Das Jahr 2015 hat uns viele Unwägbarkeiten und Schwankungen beschert. Die Einkommenssituation für die Landwirte in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien ist durch schlechte Preise gedrückt."

Ergebnisse in Europa und der Welt

Der Umsatz im deutschen Heimatmarkt ging auf 90 Mio. Euro zurück. Im Ausland konnte Lemken das Niveau halten. So sind die Märkte Polen, Ungarn, Rumänien und Bulgarien gewachsen. Unerwartet gut liefen die Umsätze in der Ukraine. Auf der anderen Seite litt das Geschäft in Russland unter politischen Restriktionen sowie Währungsverschiebungen. Auf dem größten Auslandsmarkt Frankreich sorgte die schlechte Einkommenssituation der Landwirte für Rückgänge, ebenso wie in Großbritannien.
 
Zu den vergleichsweise neuen Absatzmärkten gehören Kanada und China, wo Lemken nach eigenen Angaben "erfolgreich verkauft hat". Der Exportanteil stieg damit auf 73 Prozent.

Produktion und Prognose

Insgesamt produzierte der Hersteller im vergangenen Jahr 13.370 Geräte, davon je 23 Prozent Pflüge und die Geräte zur Stoppelbearbeitung, 25 Prozent Bestelltechnik und 5 Prozent Pflanzenschutz-Geräte. Zu den neuen Geräten, die 2016 an den Start gehen, gehören die Anhängespritze Vega, die überarbeitete Kurzscheibenegge Heliodor 9 und der Anbaupflug Juwel als Variante mit mechanischer Neigungseinstellung.
  
Für das laufende Jahr geht das Familienunternehmen von einem leicht steigenden Geschäftsvolumen aus. Trotz der gegenwärtigen Marktschwäche soll weiter investiert werden. Zu den laufenden Projekten für 2016 gehört es, die Logistik und damit die Effizienz der erweiterten Produktionsflächen zu verbessern. Außerdem soll der gesamte Service umstrukturiert werden. Die AgroFarm für Schulungen und Trainings auf dem Feld und auch der neue Vertriebs- und Servicestandort bei Orleans (Frankreich) sollen im Juni bzw. Oktober des Jahres fertiggestellt sein. je
 
Weitere Informationen: www.lemken.com
Auch interessant