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Lexion 5000 und 6000: Die neuen Schüttler von Claas

Claas Lexion 6000 5000
Alexander Brockmann, traction
am
01.08.2019

Die neuen Lexion 6000 und 5000 Modelle kommen mit komplett neuem Dreschwerk und weiteren technischen Neuentwicklungen.

Das neue QUANTIMETER arbeitet mit einer Prallplatte am Ausgabepunkt des Körnerelevators und misst den Ertrag unabhängig vom Tausendkorngewicht. Pro Fruchtart und Jahr ist nur ein Kalibrierprozess notwendig, dieser kann aus der Kabine heraus erfolgen. Die verschiedenen Kalibrierfaktoren für unterschiedliche Fruchtarten lassen sich sehr einfach speichern Damit ist ein schneller Fruchtartwechsel möglich.

Das neue Dreschwerk APS Synflow Walker der Lexion 6000 und 5000 Schüttlermähdrescher kommt mit einer 450 mm Vorbeschleunigertrommel, einer 755 mm Dreschtrommel mit zehn Schlagleisten und einer zusätzlichen Abscheidetrommel mit 600 mm Durchmesser vor der Wendetrommel. Die Breite des Aggregats beträgt bei den 6000er Modellen 1.700 mm und bei den 5000er-Modellen 1.420 mm. Die großen Trommeldurchmesser führen zu geringen Umschlingungswinkeln von 132° (Dreschtrommel) bzw. 116° (Abscheidetrommel). Dies ermöglicht zusammen mit einer Synchronisation der Trommeldrehzahlen einen gradlinigen, schonenden und kraftstoffsparenden Gutfluss, so Claas. Es ergeben sich aktive Abscheideflächen von 3,18 bzw. 2,66 Quadratmeter.

Für eine schnelle Anpassung an alle Fruchtarten und Einsatzbedingungen erfolgt die Verstellung aller Dreschkorbsegmente parallel und hydraulisch im Cebis. Vor der Dreschtrommel kann eine Dreschkorbleiste in den Gutstrom eingeschwenkt werden. Damit lässt sich die Aggressivität des Aggregats regeln, zum Beispiel zum sicheren Entgrannen in Gerste. Die Steuerung der Leiste ist wie alle anderen Parameter des Dreschwerks in Cemos Automatic integriert. Mit Trommeldrehzahlen zwischen 160 und 920 Umdrehungen pro Minute soll sich APS SYNFLOW WALKER für alle Druschfrüchte eignen. Die Restkornabscheidung übernehmen im LEXION 6000 sechs und im LEXION 5000 fünf Schüttler mit einer Länge von 3.800 mm. Die Schüttlerfläche beträgt 6,46 m2 bzw. 5,40 m2.

Reinigung und neues Quantimeter

In den neuen Schüttlermodellen kommt jetzt die bereits aus den bisherigen LEXION Hybridmähdreschern bekannte Jet Stream Reinigung zum Einsatz. Sie arbeitet mit sechs bzw. acht Turbinengebläsen. Siebe und Gebläse lassen sich elektrisch aus der Kabine verstellen. Mit 3D-Ausstattung gleicht das System Seitenneigungen bis zu 20 % aktiv aus.

Das neue Quantimeter arbeitet mit einer Prallplatte am Ausgabepunkt des Körnerelevators und misst den Ertrag unabhängig vom Tausendkorngewicht. Pro Fruchtart und Jahr ist nur ein Kalibrierprozess notwendig, dieser kann aus der Kabine heraus erfolgen.

Claas Lexion 5000 6000

Neue Dimensionen bei Korntank und Auslaufrohr

Mit Korntankvolumen zwischen 9.000 und 13.500 Litern lassen sich die neuen Lexion 6000 und 5000 für alle Einsätze entsprechend ausrüsten. Für das Überladen stehen sieben verschiedene Entleerrohre bis 12 m Länge und Durchflussraten zwischen 110 l/s und 130 l/s zur Verfügung. Für den Lexion 6900 ist außerdem eine Variante mit 180 l/s verfügbar. Bei dieser Variante kann die Entleerrate auf 90 l/s halbiert werden. Die Aktivierung der Antriebe erfolgt dabei per moduliert hydraulisch betätigter Trockenkupplung. Beim Abschalten werden automatisch die Zuführschnecken im Korntank deaktiviert, um das Auslaufrohr komplett zu entleeren. Damit werden Gewichtsbelastung und Verschleiß reduziert. Das Auslaufrohr klappt beim neuen LEXION um 105° nach vorne. Der Fahrer hat damit aus der Kabine eine bessere Sicht auf den Überladeprozess.

Bedienung und Komfort

Das neue Kabinendesign des Lexion biete dem Fahrer einen hochmodernen Arbeitsplatz mit mehr Platz und besserer Geräuschdämmung, so Claas. Das Bedienkonzept mit Cebis Terminal ermöglicht das Arbeiten mit der Maschine. Die wichtigsten Funktionen sind in der Armlehne integriert. Armlehne und Cebis Terminal lassen sich unabhängig voneinander einstellen. Der Bediener hat drei Möglichkeiten, Einstellungen der Maschine anzupassen. Über die Cebis Touch Funktion, mit dem Dreh-Drückknopf des Cebis Control Panels oder per Direktzugriff über die seitlichen Tasten in der Armlehne. Mit dem neuen C-Motion Fahrhebel hat der Fahrer die Funktionen für Vorsatz und Überladeprozess in der Hand und kann über auch auf zwischen verschiedenen Ansichten des Cebis wechseln. Zahlreiche Funktionen, wie zum Beispiel die Untersetzung der Dreschtrommel oder des Häckslers, können aus der Kabine heraus geschaltet werden.

Cemos Automatic übernimmt auch im neuen Lexion automatisch die Maschineneinstellung für Durchsatz und Druschqualität. Neue Funktionen, wie zum Beispiel die Dreschkorbklappe und die Dreschkorbleiste, sind in das System integriert. Zur neuen elektronischen Architektur gehört der Field Scanner für die lasergesteuerte Lenkung entlang der Bestandskante links oder rechts oder entlang der Fahrgasse. Er ist im Kabinendach integriert und stellt sich dank der automatischen Vorsatzerkennung auf den Claas Erntevorsatz ein.

Claas Lexion

Neue Motoren mit Dynamic Power

In den neuen Lexion Modellen 6000 und 5000 kommen Motoren von MAN und Mercedes-Benz zum Einsatz. Sie leisten zwischen 507 PS im Lexion 6900 und 313 PS im Lexion 5300. Die Abgasstufe V wird durch den Einsatz von Dieselpartikelfilter und SCR Katalysator erreicht.

Dynamic Power ist jetzt auch im Lexion verfügbar und passt die Motorleistung flexibel an die Einsatzbedingungen an. Die Leistungskurve des Motors wird dabei flexibel in bis zu 10 Stufen verschoben. Bei geringem Leistungsbedarf wird eine untere Kurve angesteuert, steigt der Bedarf, stellt das System über eine höhere Kurve mehr Leistung zur Verfügung. Das neue Antriebskonzept im Lexion kommt mit weniger Riementrieben aus, alle Variatoren wurden verstärkt und können an das Zentralschmiersystem angeschlossen werden.

Fast alle neuen Lexion Modelle sind mit gefedertem Terra Trac Laufwerk und 40 km/h Endgeschwindigkeit verfügbar. Mit dem Lexion 5500 Terra Trac ist jetzt auch eine Fünfschüttlermaschine mit der bodenschoneneden Technik erhältlich. Die Radmaschinen können auf der Vorderachse bis zu einem Durchmesser von bis zu 2,15 m (42 Zoll, modellabhängig) und auf der Hinterachse bis zu 1,65 m (30 Zoll; modellabhängig) bereift werden.

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