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Made in Russia: Zetor fertigt Traktoren in und für Russland

Montage von Zetor-Traktoren
Montage von Zetor-Traktoren © Werkbild
von , am
29.05.2017

Zetor will bald im russischen Markt präsenter werden. Dazu werden Traktorkomponenten nach Russland geliefert und dort montiert.

Das slowakische Unternehmen Zetor Tractors wird nach eigenen Angaben in Kürze im russischen Markt vertreten sein. Geplant ist, Traktorenkomponeten aus dem Stammwerk zu liefern und die Endmontage von Zetor-Traktoren vor Ort in Russland in Kooperation mit der Firma Kovrov Electromechanical Plant (Kemp) östlich von Moskau vorzunehmen. Die ersten Komponenten werden bereits nach Russland geliefert, um anschließend vor Ort montiert zu werden

2017 sollen 100 Zetor-Traktoren montiert werden

Die Vereinbarungen sehen laut Zetor vor, bereits im Laufe dieses Jahres mehr als 100 Zetor-Komponentensätze der Modellreihe Forterra 135 mit Emissionsnorm Stage 3A nach Russland zu schicken. Die montierten Traktoren sollen auf dem russischen Markt unter der Marke ANT-Zetor F4135 verkauft und noch in diesem Jahr an die ersten Kunden ausgeliefert werden. Zukünftig sollen über diese Modellreihe hinaus auch speziell für den russischen Markt entwickelte Traktor-Komponenten geliefert werden.

Montage ausschließlich für den russischen Markt

"In den vergangenen zehn Jahren wurden nur einige Zetor-Traktoren nach Russland exportiert. Deshalb verstehen wir die aktuellen Verhandlungen mit einem neuen russischen Partner als historischen Meilenstein der Marke Zetor", sagt Margaréta Víghová, Leiterin Unternehmenskommunikation von Zetor Tractors.

"Im Moment befindet sich die erste Lieferung auf dem Weg nach Russland. Wir werden unsere Partner bei der Entwicklung von Produktionsprozessen vor Ort unterstützen, um die hohe Qualität der montierten Maschinen zu gewährleisten. Unsere Spezialisten werden dafür eine Zeit lang in Russland präsent sein. Die Zusammenarbeit betrifft nur die Montage von Zetor-Traktoren für den heimischen Bedarf auf dem russischen Markt", führt Margaréta Víghová weiter aus.

Russland ist Teil von Zetors Internationalisierungs-Strategie

Kemp, der neue russische Partner von Zetor, ist auf die Herstellung von Hydrauliksystemen und Komponenten, CNC-Maschinen, Ladern und weiteren Komponenten für universelle Robotereinheiten spezialisiert. Neben der Zulassung von in Russland produzierten Maschinen deckt Kemp auch alle Geschäfts- und Dienstleistungsangelegenheiten im Zusammenhang mit ANT-Zetor-Zugmaschinen ab. Die Produktions- und Montagehallen befinden sich in der Stadt Kovrov, östlich von Moskau.

Die in Russland gefertigten Traktoren sollen in der Landwirtschaft, auf kommunaler Ebene im Straßenbau und im Tiefbau eingesetzt werden.

Der Eintritt in den russischen Markt ist die Fortsetzung der internationalen Markteintrittsstrategie Zetors. In deren Rahmen ist in den vergangenen Monaten der Eintritt der Marke Zetor in die Märkte Iran, Myanmar, Israel und Sambia erfolgt. Verhandlungen finden auch mit anderen Ländern Asiens und Afrikas statt.

Mit Material von Zetor

Das ist der neue Zetor Crystal 160

Die traction-Redakteure haben dn neuen Zetor Crystal 160 auf Herz und Nieren getestet. Seit der Saison 2016 ist der tschechische Mittelklasse-Traktor auf dem Markt. Der Radstand von über 2,8 m liegt am oberen Ende der Leistungsklasse. © Matthias Mumme/traction
Der Luftfilter und der Kühler sind unter der Motorhaube gut zugänglich. Das Kühlerpaket lässt sich leider zum Reinigen nicht aufklappen. © Matthias Mumme/traction
Unter der Haube des Tschechen schlägt ein deutsches Herz: Zetor vertraut hier auf den Motorenlieferanten Deutz. Der 6,1-l -große Reihensechser hat Power und gilt als sparsam. © Matthias Mumme/traction
Tier 4i erreicht der Motor mittels AdBlue. Der Tank dafür fasst 32 Liter. © Matthias Mumme/traction
Der Ganghebel mit Tastern für die 3 Lastschaltstufen erfordert auch wegen der Ganganordnung etwas Eingewöhnung. © Matthias Mumme/traction
Die hydraulische Wendeschaltung, die sich ausschließlich mit dem Shuttle-Hebel links neben dem Lenkrad bedienen lässt, gefiel den Testern sehr gut. © Matthias Mumme/traction
Die Carraro-Achse hat einen super Federungskomfort und ist dadurch aber wartungsintensiv. © Matthias Mumme/traction
Lenkwinkel- und geschwindigkeitsabhängige Allrad- und Differenzialsteuerung gibt es auch im Zetor. © Matthias Mumme/traction
Die Fronthydraulik stemmt bis zu 3,5 Tonnen. © Matthias Mumme/traction
Eine Hubkraft von maximal 8,5 Tonnen im Heck ist ordentlich. Entsprechend gibt es Kat. III-Fanghaken. © Matthias Mumme/traction
Beim Zetor gibt es leider nur drei mechanische Steuergeräte. Die Betätigung liegt in der rechten Seitenkonsole und ist eindeutig beschriftet. © Matthias Mumme/traction
Das neu gestaltete Display ist übersichtlich. Das Lenkrad kann in der Neigung verstellt und teleskopiert werden. © Matthias Mumme/traction
Der Aufstieg ist rechts wegen des Dieseltanks besonders schmal. © Matthias Mumme/traction
Die Kabinenfederung macht zusammen mit der Vorderachse gute Arbeit. © Matthias Mumme/traction
Die Kabine ist geräumig und gut verarbeitet. © Matthias Mumme/traction
Die Bedienung der Steuergeräte und Heckkraftheber lässt keine Fragen offen. © Matthias Mumme/traction
Das Fazit der traction-Redakteure: Der Crystal 160 kann Anpacken, der Motor hat Power und das Getriebe überträgt viel Leistung. Zusätzlich ist er überraschend komfortabel, die Kabine ordentlich verarbeitet und gedämmt. © Matthias Mumme/traction
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