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Neue Details zum Vredo-Getriebe

Externer Autor
am
03.02.2015

Auf der vergangenen Agritechnica überraschte Vredo mit dem VT 5518 das Publikum. Neben der schieren Größe beeindrukte auch die Tatsache, dass man auf ein selbst entwickeltes Stufenlosgetriebe setzt.

Neue Details zum Vredo-Getriebe
Auf der Agritechnica 2013 zeigte Vredo die neuen Selbstfahrer 5518-2 (2-Achser) sowie 5518-3 (3-Achser). Beeindruckt hat nicht nur die schiere Größe der Tracs, die in der Landwirtschaft meistens zur Gülleausbringung eingesetzt werden, sondern auch die Tatsache, dass sich Vredo auf Grund mangelnder Verfügbarkeit von passenden Stufenlosgetrieben dazu entschied, ein eigenes Getriebe zu entwickeln. Seit Anfang 2014 ist der Selbstfahrer bereits im Versuchseinsatz, und nun sind die ersten Details zu den Getrieben veröffentlicht worden.
Maßgeblich an der Entwicklung des VVT 600, so der Name des Vredo-Getriebes, beteiligt war die Firma Sauer Bibus aus Neu-Ulm. Hierbei handelt es sich um ein hydraulisch-mechanisches Getriebe mit einer kontinuierlich-variablen Ausgangsdrehzahl, sowohl für die Vorder- als auch für die Hinterräder. Es ist aus zwei Hauptteilen aufgebaut: einem hydraulischen und einem mechanischen. Beide arbeiten getrennt voneinander. Die Hydraulikpumpe und die beiden Schwenkmotoren (45°) sind am Getriebegehäuse außen befestigt. Das Getriebe verfügt auch über eine mechanisch schaltbare Zapfwelle und ein sperrbares Längsdifferential. 
Um den Vredo Trac flexibel zu machen, sind am Getriebe 3 Abgänge für hydraulische Antriebspumpen vorhanden. Das zulässige Eingangsdrehmoment beträgt 2.600 Nm, die maximale Eingangsleistung 550 PS. Das maximale Antriebsdrehmoment liegt bei 13.500 Nm.
 

Intelligent geregelt

Auf der Straße sind die 5518 bis zu 50 Km/h schnell, und das bei nur 1.300 Motorumdrehungen. Die maximale Zugkraft beträgt 280 kN. Das Getriebe wird in zwei Gruppen (Acker- und Straßengang) vom Fahrer unter Volllast geschaltet. Der Ackergang reicht stufenlos von 0 bis 20 km/h und bietet maximale Zugkraft, der Transportgang reicht von 0 bis 50 km/h und bietet 115 kN.
Der verwendete Großwinkelmotor ModulDrive stammt von Sauer Bibus und wird durch eine Niederdruckverstellung angesteuert. Der Stelldruck beträgt 25 bis 30 bar. Zur exakten Schwenkregelung wird über einen Winkelsensor und ein Proportionalventil erreicht. Insgesamt kommen in den Trac drei Großwinkelmotoren zum Einsatz, die 233 Kubikzentimeter Öl durchlassen. Die Kraftübertragung erledigt ein Planetengetriebe. Die Sicherheit in allen mögliche Fahrzuständen spielt eine große Rolle und wurde zusammen mit dem Frauenhofer Institut kontrolliert und weiter verbessert. ksch
 
Weitere Informationen: www.sauerbibus.de www.vredo.com
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