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Stabil im rückläufigen Markt

Externer Autor
am
14.12.2015

Claas schließt das Geschäftsjahr 2015 mit 0,4 Prozent mehr Umsatz, nämlich 3,838 Mrd. Euro, ab. Im Mittelpunkt standen dieses Jahr Investitionen in Russland und China.

Der globale Markt für professionelle Landtechnik wird in diesem Jahr um rund 20 Prozent zurückgehen. Sinkende Erzeugerpreise und der vielerorts junge Maschinenpark verringern die Kaufbereitschaft. Claas konnte seinen Umsatz dennoch mit 3,838 Mrd. Euro (Vorjahr 3,823 Mrd. Euro) auf einen neuen Höchstwert steigern. Mit einem Ergebnis vor Steuern von 158 Mio. Euro (Vorjahr 155 Mio. Euro) erreichte der Hersteller aus Harsewinkel erneut eine Umsatzrendite von 4,1 Prozent.
 
Und das sind die Zahlen im Überblick

 
2015 in Mio. Euro
2014 in Mio. Euro
Veränderung in Prozent
Umsatzerlöse
3.838,5
3.823,0
+0,4
Bruttoergebnis vom Umsatz
824,2
899,9
-8,4
EBITDA
310,5
327,9
-5,3
Konzern-Jahresüberschuss
105,7
113,1
-6,5
Eigenkapital
1.231,0
1.183,2
+4,0
Sachinvestitionen
128,3
173,2
-25,9
Investition F&E
203
212
-4,2
Bilanzsumme
3.343,2
3.113,1
+7,4
Mitarbeiter am Stichtag (30.9.)
11.535
11.407
+1,1

Aktiv im Ausland

Lothar Kriszun (Foto re.), Sprecher der Claas-Konzernleitung, sagte dazu: "Wir sind sehr zufrieden, dass wir der aktuellen Marktschwäche mit unserer internationalen Aufstellung und dem breiten Produktprogramm erfolgreich trotzen konnten." Positiv hat sich vor allem das zweistellige Umsatzwachstum außerhalb Europas ausgewirkt. Die Umsätze in Nord- und Südamerika entwickelten sich positiv, in Osteuropa rückläufig. In Asien konnte Claas für Indien erneut Zuwächse verbuchen. In China erfuhr der Markt für Maispflücker dagegen einen Dämpfer.
 
Die Schwerpunkte bei den Sachinvestitionen von Claas lagen in Russland, Frankreich und Deutschland. Im südrussischen Krasnodar ging Anfang Oktober die neue Claas-Fabrik in Betrieb. Kurz darauf wurde mit der Russischen Föderation eine Absichtserklärung unterzeichnet, die darauf abzielt, Claas in den Rang eines „russischen Herstellers“ zu versetzen. Im französischen Testzentrum Trangé wurden zwei neue Großprüfstände in Betrieb genommen. Damit lässt sich nun ein ganzes Traktorleben in vier Wochen simulieren. Am deutschen Standort Hamm wurde die Lagertechnik weiter modernisiert. Ein weiterer Investitionsfokus lag auf dem weltweiten Ausbau des Vertriebs- und Händlernetzes sowie auf der weiteren Digitalisierung der Prozesse.
 
Auch die Gründe für die leicht gestiegene Mitarbeiterzahl sind im Ausland zu finden. Vor allem in China wurde Personal eingestellt und der Vertrieb weltweit ausgebaut. In Deutschland beschäftigt Claas 5.250 Mitarbeiter; die Ausbildungsquote lag 2015 bei hohen 7,8 Prozent (Vorjahr 7,3 Prozent).

Prognose: Weiter stabil

Für das Geschäftsjahr 2016 rechnet Claas mit einem rückläufigen Weltmarkt. Die negative Entwicklung der landwirtschaftlichen Einkommen und die Auswirkungen der politischen und wirtschaftlichen Krisen in den Schwellenländern führen zu einer allgemeinen Kaufzurückhaltung in der Landtechnik. Trotzdem erwartet Claas einen Umsatz auf Vorjahresniveau und ein stabiles Ergebnis vor Steuern, das in diesem Jahr 157,7 Mio Euro betrug, also 1,7 Prozent mehr als 2014. je
 
Weitere Informationen: www.claas.de
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