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Tiger 5 von ROPA

Externer Autor
am
29.09.2014

Zur Messe Beet Europe präsentiert das bayerische Maschinenbauunternehmen ROPA den neuen 3-achsigen Rübenroder Tiger 5 mit Hangausgleich, breiterem Entladeband, stufenlosem Getriebe und breiterer Bereifung.

Bereits im Zweiachser ROPA Panther wurde ein Fahrwerksystem mit Wankstabilisierung und Hangausgleich umgesetzt. Im neuen Tiger 5 wurde dieses Konzept mit einer hydraulischen Fahrwerksaufhängung der Hinterachsen ergänzt und auf drei Antriebsachsen weiterentwickelt.
 
Gegenüber bisherigen Fahrwerken von 3-achsigen Rübenrodern (die mittlere Achse ist fest mit dem Rahmen verschraubt) reduziert sich das Wanken der Maschine laut ROPA auf ein Drittel. Grund dafür ist die hydraulische Verbindung der Stabilisierungszylinder an Vorder- und Hinterachsen einer Seite, so dass Bodenunebenheiten an einem Rad in der Höhendifferenz nur zu 33 Prozent auf den Rahmen wirken. Weniger Wanken am Chassis soll für eine bessere Reihen- und Tiefenführung des Rodevorsatzes sorgen.
 
Neu beim Tiger 5 ist auch der automatische Hangausgleich mittels sechs Hydraulikzylindern und Sensorik. Das komplette Fahrzeug wird bis zu 10 Prozent zum Hang hin geneigt und dadurch nach Herstellerangaben waagrecht gehalten, das Rodeaggregat führt sich selbst durch Abtastung der Bodenoberfläche. Bereift ist der Tiger 5 mit 800/70 R38 Ultraflex Reifen auf der Vorderachse und 1050/50 R32 Michelin MegaXBib Reifen auf der Hinterachse, sodass der Boden auch beim vollem 43 m³ bzw. 30 t fassenden Rübenbunker möglichst wenig verdichtet wird.

626 PS Motorleistung und 2900 Nm maximales Drehmoment

Die Kraftübertragung im 626 PS starken Tiger 5 erfolgt mit Mercedes Benz 6-Zylinder-Reihenmotor mit 15,6 l Hubraum mit AdBlue und SCR-Nachbehandlung, mit der Tier 4 final erreicht wird. Ein maximales Drehmoment von 2900 Nm soll bei optimierten Wirkungsgraden über einen neuen stufenlosen Fahrantrieb übertragen werden. Das „Constant-Variable-ROPA“-Getriebe (CVR) besteht aus drei Ölmotoren auf einem Summierungsgetriebe und sitzt zwischen Motorraum und der dritten Achse. Die Maximalgeschwindigkeit von 40 km/h erreicht der Tiger 5 laut ROPA bei 1.195 1/min.
 
Im Feld kann bei einer Rodedrehzahl von 1.175 1/min gerodet werden. Je nach Kraftbedarf regelt der Tiger automotiv bis max. 1.650 1/min. Für die notwendige „Bändigung“ des Tigers sorgen in die Achsen integrierte im Ölbad laufende Lamellenbremsen. Die direkteKraftübertragung erfolgt mittels geradlinig verlaufender Kardanwellen vom Fahrantrieb auf die beiden Hinterachsen und die Vorderachse.
 
Entladeband, der ein Meter breite Ringelevator, Bunkerschnecke und weitere Gruppen klappen bei der "Umwandlung" von Straßen- zum Feld-Tiger nacheinander und teilweise zugleich. Das neue Entladeband befindet sich über den beiden Hinterachsen und ist aufgrund der höheren Bereifung höher angehängt. Es ist dreifach klappbar und 2 m breit. Schonende gummierte Mitnehmerfinger sollen für Entladezeiten von 50 Sekunden bei vollem Rübenbunker sorgen. Die Ertragserfassung erfolgt über zwei Ultraschallsensoren, welche die Bunkerladungen aufsummieren und in die Schlagdatenbank abspeichern. Der Daten-Export ist über ISOBUS möglich.

R-Cab Kabine

Die neu designte R-Cab Kabine mit verbesserter Kabinenlagerung auf Hydrobuchsen ermöglicht nach Herstellerangaben bessere Einsicht in das PR2-Rodeaggregat. R-Concept nennt ROPA seine neue Bedienphilosophie: Ein 12,1-Zoll-Touchdisplay mit W-LAN Schnittstelle bildet die Informations- und Kommandozentrale der Maschine. Die Bedienung erfolgt per Fingertip am Touch-Display oder per Drehen und Drücken an den „R-Select“ und „R-Direct“ Drehknöpfen am des Multifunktionsjoystick. je
 
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