Login
News

Überarbeiteter Multi: Steyr setzt auf Vielseitigkeit

Julia Eder, traction
am
03.06.2016

Mit einem automatisierten Getriebe, Kabinen- und Vorderachsfederung und einer Armlehne mit Multicontroller und Frontlader-Joystick setzt Steyr bei der überarbeiteten Baureihe Multi auf mehr Komfort und Funktionalität.

Fangen wir im  Herzen an: Die 3,4-l-Motoren des neuen Steyr-Multi sind bis zu 120 PS stark. Tier 4 final wird nur mit SCR, ohne Dieselpartikelfilter  erreicht. Die Tanks fassen 150 l und 14 l Ad Blue. Das Öl-Service-Intervall beträgt 600 Stunden.

Neues, automatisches Getriebe

Das Getriebe hat vier Hauptgänge mit vier Lastschaltgruppen, die im Transport-Modus automatisch geschalten werden. Die Anpassung der Lastschaltstufen erfolgt in jedem Modus automatisch (Gear matching). Die 40 km/h erreicht der Multi mit 1.730 U/min. Mit Ecotronik lassen sich die Schaltpunkte des automatischen Lastschaltgetriebes zwischen 1.000 und 2.000 U/min einstellen. Im Power-Modus für harte Arbeit schaltet die Automatik spät hoch und früh runter. Umgekehrt agiert der Eco-Modus für leichte Arbeit. Dazwischen lassen sich die Schaltpunkte beliebig an die gestellten Aufgaben anpassen.

Die vier Modi der Zapfwelle wurden an die Motorkennlinien angepasst. Während die Geschwindigkeiten 540 und 1.000 bei Motordrehzahlen zwischen 1.800 und 1.900 U/min angesiedelt wurden, liegen die Eco Drehzahlen im Bereich des maximalen Drehmoments zwischen 1.500 und 1.600 U/min, um Sprit zu sparen. Die Wegezapfwelle kann im Stationärbetrieb links- oder rechtsdrehend eingesetzt werden.

Bis zu 6 Steuergeräte

Bei der Hydraulik haben Kunden die Wahl zwischen Axialkolben-Hydraulikpumpe (CCLS)  mit einer Förderleistung von 80 l/min und bis zu fünf mechanischen Steuergeräten oder einer Axialkolben-Hydraulikpumpe (CCLS) mit einer Förderleistung bis zu 100 l/min sowie zwei mechanischen und bis zu vier elektronischen Steuergeräten. Optional ist auch das Fronthubwerk mit elektronischer Regelung (EFH) erhältlich.

Vorteil der EFH ist laut Hersteller die elektronische Frontgeräteentlastung, womit der Fahrer den Auflagedruck des Frontgerätes einstellen kann. Durch einen Drucksensor passt die EFH das Frontgerät ans Gelände an. Das soll die Arbeitsqualität und die Sicherheit in Hanglagen steigern, da immer Druck auf der Vorderachse ist.

Der Wenderadius beträgt laut Steyr 4,05 m. Das zulässige Gesamtgewicht wurde auf 8 t erhöht. Vorne können 28-Zoll-Reifen montiert werden. Kabine und Vorderachse gibt es mit Federung - die Höhe des Traktors  bzw. der Federweg lässt sich einstellen. Alle Modelle können Monitor-ready bestellt werden und mit ISOBUS II bestückt werden.

In der Kabine

Auf der rechten Seite findet man:

  • die Armlehne mit Multicontroller (zum Gangschalten und Bedienen der Hubwerk), Frontlader-Joystick, den Reglern für die Lastschaltpunkte und dem dreistufige Schalter für die Shuttle-Aggressivität. Sie lässt sich zum Aussteigen auf der rechten Seite hochklappen.
  • ein Display zum Bedienen der Geräte mit nun größeren Symbolen und
  • farbig markierte Steuergeräte.

Außerdem kann man nun programmieren, in welchem Gang der Traktor wegfahren soll und ob beim Schalten Gänge übersprungen werden sollen.

Der neue Steyr-Multi im Einsatz

Auch interessant