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Überflieger

Externer Autor
am
03.11.2015

Warum auf der Agritechnica ein Hubschrauber landete.

Der Sikorsky S-76B steht bereit für seinen ersten Auftritt auf der Landtechnik-Ausstellung Agritechnica. Der Hubschrauber gehört der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und ist mit speziellen Messinstrumenten ausgerüstet. Damit kann er den Boden, das Grundwasser und die geologischen Schichten im Untergrund erkunden.
 
Sein Job auf der Agritechnica: Er gehört zum Special "Smart Farming - Digital Cropping" in der Halle 15. In den vergangenen 18 Monaten wurde er unter anderem im Projekt "Bodenparameter aus Aerodaten" eingesetzt. Dabei wird aus der Luft mit einem Gammastrahlenspektrometer großflächig in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg die natürliche Radioaktivität an der Erdoberfläche gemessen. Es werden die Konzentrationen der natürlichen Radionuklide Kalium, Uran und Thorium im Boden erfasst. Die Untersuchungen dienen der regionalen Kartierung von Bodeneigenschaften aus der Luft. Zukünftig soll dieses System verstärkt mit Sensoren der Fernerkundung gekoppelt eingesetzt werden, um noch genauere regionale Bodenkartierungen vom Hubschrauber aus leisten zu können.
 
Denn eine der wichtigsten Voraussetzungen für den erfolgreichen Ackerbau ist es, den Produktionsfaktor Standort – also Bodengüte, Nährstoffversorgung, Wasserverfügbarkeit, Ertragsfähigkeit, etc. – zu kennen und darauf abgestimmt einen Pflanzenbestand zu etablieren. Dazu müssen Satelliten-, Ertrags-, Biomasse-, Boden- oder Technikdaten gesammelt, analysiert und verknüpft werden. je
 
Weitere Informationen: www.agritechnica.com
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