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Umsatzminus bei LandBauTechnik

Externer Autor
am
12.08.2015

Die Fachbetriebe der Land- & Baumaschinen, Garten- und Kommunaltechnik müssen erstmals seit einigen Jahren Umsatzeinbußen verzeichnen. Ein schwächelnder Verkauf und höhere Kosten sind die Gründe.

Der Bundesverband LandBauTechnik, zu dem gut 4.000 Fachbetriebe dieser Sparten gehören, meldet eine negative Quartalsbilanz im Vergleich zum Vorjahresquartal: Der Umsatz ging um 1,6 Prozent zurück, der Neumaschinenverkauf sogar um 2,9 Prozent und der Ersatzteilumsatz um 2,8 Prozent. Die Lager sind deshalb gut gefüllt. Auch die Investitionen waren im zweiten Quartal mit minus 0,5 Prozent rückläufig. Positiv hat sich dagegen der Gebrauchtmaschinenmarkt mit +1,8 Prozent und der Werkstattumsatz mit +2,3 Prozent entwickelt.
 
Auffallend sei laut LandBauTechnik eine erheblich größere Spannweite der gemeldeten Umsätze. Damit folgen Handel und Handwerk den erwarteten Prognosen zeitversetzt zur Entwicklung der Landmaschinenindustrie. Erstmals seit vier Jahren verzeichnen Handel und Handwerk ein Minus beim Gesamtumsatz.

Gestiegene Personalkosten

Auf der Kostenseite verläuft die Entwicklung umgekehrt. Die Personalkosten stiegen um 5,5 Prozent, die Betriebskosten um 2,0 Prozent. Daher konnten nur 17 Prozent der  LandBauTechnik-Mitglieder ein Plus bei den Rohgewinnen melden.
 
Die Erwartungen an die Zukunft sind pessimistisch: Nur jeder fünfte Unternehmer erwartet ein Umsatzplus. Dabei setzen sie insbesondere auf den Servicebereich. Dem Handel von Neu- und Gebrauchtmaschinen trauen sie derzeit wenig Zugkraft zu. Um die Personalsituation ist es gut bestellt: Arbeitsplätze bei Fachbetrieben für Land- und Baumaschinen sind seit Jahren eine sichere Bank. Die Ausbildungszahlen steigen hier auch jetzt noch, wo die meisten vergleichbaren Gewerke Minusentwicklungen melden. je
 
Weitere Informationen: www.landbautechnik.de
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